Direkt zum Hauptbereich

Martha Sickendiek geb. Hauffe (1918-1986)

Ich habe mich heute ganz bewusst entschlossen, die 52-Ancestors-Regeln zu brechen. Eigentlich ist ja Sinn der Sache, alle Informationen zusammen zu tragen, die man über einen bestimmten Vorfahren oder eine bestimmte Vorfahrin findet. Genau das mache ich heute nicht.
Heute möchte ich mich einfach nur erinnern, denn die Person, um die es hier geht, ist meine Oma: Martha Sickendiek. Heute wäre sie 96 geworden. 
OmaNatürlich habe ich sie erst Jahre nach dem Entstehen dieses Fotos kennen gelernt, und zwar wenige Tage nach ihrem 55. Geburtstag. Wenn es damals nach den Ärzten gegangen wäre, hätte ich genau an ihrem Geburtstag das Licht der Welt erblicken sollen, aber allem Anschein nach hatte ich schon damals die Ruhe weg und habe mir bis in den November hinein Zeit gelassen. Sie hat es mir aber niemals krumm genommen... im Gegenteil. Ich hätte mir keine bessere Oma wünschen können.
Ich möchte heute nicht über Daten, Zahlen und Fakten brüten. Lieber denke ich daran, wie sie Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger in ihrem wild blau gemusterten Kleid in der nicht weniger wild blau gemusterten Hollywood-Schaukel in unserem Garten saß, während ich spielte (vor Mustern ist sie nie zurückgeschreckt). Oder daran, dass sie oft "Tosca" von 4711 getragen hat. Oder daran, wie sie einmal versuchte, mich zu bestechen, damit ich den Grünkohl doch wenigstens einmal probierte. Ich habe mich bestechen lassen, aber Grünkohl mag ich trotzdem bis heute immer noch nicht. Oder daran, dass ich damals einfach nur von Werther aus die "93438" wählen musste und sie in Halle am Telefon hatte - wenn sie nicht sowieso mit Opa zusammen bei uns in Werther war. Sie hatte eben auch einen großen Anteil daran, dass ich eine richtig glückliche Kindheit hatte.
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Oma! Ich hätte Dich gerne noch länger bei mir gehabt! 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Als Hörste unabhängig wurde

Seit geraumer Zeit tendiert man ja dazu, Orte zusammenzulegen und einzugemeinden. Sinn und Zweck dieser Übung ist, wohl, sie besser verwalten zu können, wobei ich mir nicht immer sicher bin, ob das auch so klappt, wie es einmal beabsichtigt war. Und weil immer mehr Menschen aus den beiden großen Hauptkirchen austreten, passiert in diesem Bereich genau dasselbe: Pfarreien werden zusammengelegt. Vor etwas mehr als 300 Jahren, nämlich im Jahr 1707, konnte man die umgekehrte Entwicklung in Hörste beobachten: Hörste nabelte sich von der Haller Kirchengemeinde ab und wurde selbstständig!  Das Geld für den Kirchenbau hatte man übrigens durch eine Lotterie zusammenbekommen... Zu dieser Zeit lebten auch Vorfahren von mir in Hörste, zum Beispiel ein Teil meiner Fronemann-Sippe: Gerhard Hinrich Fronemann , Colon in Hörste 6, und seine Frau Anne Catharine geb. Heitmann . Beide waren im Jahr 1671 geboren worden und heirateten dann 1701. Die entsprechenden Eintragungen finden sich also im K...

Hilfe vom Sofa aus

Im Moment arbeite ich mal wieder etwas weniger an meinen eigenen Sachen, was aber nicht bedeutet, dass ich untätig bin. Vergrippt, ja, mitunter, aber untätig? Nee...  Bei den Arolsen Archives kann ich mich auch vergrippt und vom Sofa aus nützlich machen: Die Ausländermeldekartei des ehemaligen Amtes Halle (Westfalen) steht online, und es warten noch Tausende von Karten darauf, transkribiert zu werden. Hier ist der  Link .  Das Schöne ist: Man braucht kein Benutzerkonto , um mitzumachen. Das einzige, was man braucht, ist ein bisschen Zeit - und es könnte nicht schaden, wenn man Kurrent und Sütterlin lesen kann.  Man muss sich auch keine Sorgen machen, dass man etwas falsch macht, denn es gilt das Sechs-Augen-Prinzip . Soll heißen: Wenn nicht wenigstens drei Leute unabhängig voneinander dasselbe gelesen haben, wird die Angabe im Endergebnis nicht frei gegeben. Das finde ich persönlich jetzt mal sehr beruhigend, vor allem, wenn es um die Namen und Herkunftsorte der oft...

Der Arbeitskreis Familienforschung Steinhagen

... trifft sich wieder, und zwar am    Samstag, dem 21. Juni 2025,  um 14.30 Uhr  in der Alten Feuerwehr in Steinhagen-Amshausen.    Ja genau, das ist der Samstag zwischen dem Fronleichnams-Brückenfreitag und dem Sonntag des letzten langen Wochenendes dieses Halbjahrs. Mit den ganzen Feiertagen kann man ja nur durcheinander kommen...    ;-)