Einer der Punkte auf meiner To-Do-Liste für dieses Jahr war ja, die Meldekartei für Halle durchzugucken. Und diesen Punkt konnte ich inzwischen zumindest teilweise abhaken, denn ich habe diverse meiner Verwandten dort gefunden, und das auch noch teilweise mit einigen Überraschungen verbunden. Die Haller Meldekartei friert quasi den Wohnungsbestand im Jahr 1953 ein. Nach Ortsteilen und dann Straßen, und dann innerhalb der Straßen nach Hausnummern, findet sich für jeden Haushalt eine Karteikarte. Auf dieser Karte ist dann die Meldehistorie aufgelistet. Meinen Urgroßvater Willy Hauffe und seine Frau Lina Ortmeyer gehörten zu den ersten, die ich gefunden habe, und zwar in Oldendorf Nr. 61 . Die Karteikarte beginnt mit dem 04.02.1918. Damals meldete sich Willy vom "Militär" kommend in Oldendorf Nr. 61 an, als Lina dort schon (zusammen mit ihren Eltern) wohnte. Das war wohlgemerkt immerhin sieben Monate vor ihrer Hochzeit... und noch ein Dreivierteljahr vor dem Ende des Ers...
Nee, so richtig schön waren die letzten Wochen nicht . Ein unglaublicher Druck in der Magengegend, der mich nach einigen Tagen Auf und Ab meine Mutter bitten ließ, mich doch bitte mal schnell in die Notaufnahme zu fahren, was dann zu einem einem einwöchigen Krankenhausaufenthalt führte, erst eine Nacht hier in Halle, dann im Städtischen in Bielefeld, das mich immer an eine Müllverbrennungsanlage erinnert. Dort schubste man mir dann einen verklemmten Gallenstein aus einem entzündeten Gallengang und setzte mich ein paar Tage später nochmal unter Narkose, weil sie mir vorsichtshalber einen Stent in den Gang zur Bauchspeicheldrüse gesetzt hatten, der wieder raus musste. Schön war in dem Zusammenhang der Kommentar von meiner Mutter: "Hatte deine Oma auch." Also Anneliese , die Mutter meines Vaters. An den Tag Ende der 1990er, an dem meine Mutter noch selbst als Krankentransport für meinen Vater eingesprungen ist, weil er es mit seinen Koliken am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht ...