Der wahre Grund, weshalb es bei "Werthers Gedächtnis" nicht so richtig weiter ging
"Werthers Gedächtnis" ist ein Langzeitprojekt. Eins, das mich nun schon gut eineinhalb Jahrzehnte begleitet und das sich in dieser Zeit öfter mal ge- und verändert hat. Aber so ist das halt mit Langzeitprojekten wie diesem: Sie sind im Fluss. Mal gefällt einem das Layout nicht mehr und man fängt an, etwas zu ändern. Dann entscheidet man sich, das Ganze auf digitale Beine zu stellen, weil man die Reihe von schwarzen Aktenordnern im Schrank irgendwie nicht mehr sehen kann und weil man es einfach für praktikabler hält. Quellen werden verfügbarer und man stellt fest, dass andere Leute an ähnlichen Projekten arbeiten. Mal hat man mehr Zeit und Lust, sich hinzusetzen und über alten Zeiten zu brüten, mal weniger. Und dann verreckt einem auch noch das Notebook, mit dem Jahre lang gearbeitet hat und auf dessen Tasten die Finger so trainiert sind, dass man beim Tippen nicht mehr ans Tippen denken muss. Das alles ist mir passiert, und nichts hat dazu geführt, dass ich die Lust an dies...