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Zurück nach Hause

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Es ist vollbracht - die Geburten von 1915 sind in Werthers Gedächtnis eingearbeitet . Das hat nun doch etwas länger gedauert, also ich eigentlich geplant hatte, aber hey - mich hetzt ja keiner.  113 Kinder , die das Licht der Welt erblickt haben. Das sind 23 weniger als im Jahr davor, es gab also einen Geburtenrückgang von knapp 17 % . Der Krieg machte sich also deutlich bemerkbar. Im Gegensatz zu heute dürfte aber die Rentenfrage in diesem Zusammenhang wesentlich weniger diskutiert worden sein. Da waren die Leute schon froh, wenn ihre Angehörigen überhaupt einigermaßen wohlbehalten wieder zurückkamen.  Ich hab's ja schon mal erwähnt: Familienforschung erdet.  Am interessantesten für mich war dieser Eintrag hier: Am 20. April 1915 erschien mein Urgroßvater Hermann Schwentker beim Standesamt, um die Geburt seiner Tochter Auguste Erna anzuzeigen, die am 15.04.1915 zur Welt gekommen war. Damit kann ich Hermann am 20.04.1915 definitiv zu Hause in Werther verorten. Da war er...

Netzwerkanalyse?!

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Kein Mensch ist eine einsame Insel, auch wenn wir uns aufgrund des Irrsinns dieser Welt manchmal auf eine solche wünschen würden (jedenfalls geht mir das so). Wir alle sind durch Beziehungen mit anderen Menschen verknüpft, ob wir wollen oder nicht. Familie haben - oder hatten - wir alle, sonst würden wir nicht existieren. Freunde haben die meisten, Nachbarn auch, und dann kommen da noch die Kollegen, Bekannten und immer auch mal einige Zufallsbekanntschaften dazu. Das ist heute so, und das hat sich auch in den letzten Jahrhunderten nicht großartig geändert. Der einzige Unterschied ist, dass es für uns heute leichter ist, mit diesen Leuten zu kommunizieren, dem Netz sei Dank.  Vor ein paar Tagen habe ich mir online beim Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg einen Vortrag über " Verleger lokaler Zeitungen und ihre Netzwerke in Bielefeld (1864-1914)" angehört, den Philipp Körtgen gehalten hat. Nicht, dass ich mich mit den Bielefelder Zeitungen dieser Zeit so richt...

Update meiner Vorfahrenliste

Ich habe gerade mal wieder " Meine Vorfahren 2 " upgedatet, also die Vorfahren meiner Großmutter Anneliese Schwentker geb. Gehring . Wurde ja auch mal Zeit... jedenfalls sind noch ein paar Quests, Feldmann, Riepes und mal wieder ein Frollein Venkhaus dazu gekommen.   

Eine rein, eine raus, die nächste rein, zwei wieder raus...

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... ja, so kann es manchmal laufen. Jedenfalls, wenn es um diese Familie und Krankenhausaufenthalte geht.  Blick von Station 11.3 des Klinikums Bielefeld-Mitte Sonntag bin ich wieder mit Gallenkoliken in der Notaufnahme gelandet, Montag kam die Galle mit sämtlichen Steinen dann raus, und am Donnerstag Mittag durfte ich wieder gehen, wenn auch leicht gekrümmt und mit ein paar neuen Narben. Keine zwölf Stunden später gingen bei meiner Schwägerin dann die Wehen los und heute in den frühen Morgenstunden kam dann Neffe Nr. 2 zur Welt, der eigentlich doch erst für morgen ausgerechnet war...?!  Gut, die beiden sind jetzt noch "drin", aber das gibt mir immerhin Zeit, den Stammbaum auf den neuesten Stand zu bringen. Sollte man bei solchen Ereignissen immer sofort machen - man vergisst ja so schnell...   In meinem Fall war es übrigens das Klinikum Bielefeld-Mitte. Kein Grund, mich zu beschweren, die Leute da waren toll. Sowohl oben auf Station als auch im OP und unten in der Rauche...

Galle konserviert

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Nee, so richtig schön waren die letzten Wochen nicht . Ein unglaublicher Druck in der Magengegend, der mich nach einigen Tagen Auf und Ab meine Mutter bitten ließ, mich doch bitte mal schnell in die Notaufnahme zu fahren, was dann zu einem einwöchigen Krankenhausaufenthalt führte, erst eine Nacht hier in Halle, dann im Städtischen in Bielefeld, das mich immer an eine Müllverbrennungsanlage erinnert. Dort schubste man mir dann einen verklemmten Gallenstein aus einem entzündeten Gallengang und setzte mich ein paar Tage später nochmal unter Narkose, weil sie mir vorsichtshalber einen Stent in den Gang zur Bauchspeicheldrüse gesetzt hatten, der wieder raus musste.  Schön war in dem Zusammenhang der Kommentar von meiner Mutter: "Hatte deine Oma auch." Also Anneliese , die Mutter meines Vaters. An den Tag Ende der 1990er, an dem meine Mutter noch selbst als Krankentransport für meinen Vater eingesprungen ist, weil er es mit seinen Koliken am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht mehr a...

In memoriam

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Es gibt so Tage, an die man sich wohl immer erinnern wird. Der 24. März 1986 ist einer davon, denn das ist der Tag, an dem meine Oma, also die Mutter meiner Mutter, gestorben ist. Martha Sickendiek geb. Hauffe .      Als ich sie kennengelernt habe, war sie natürlich nicht mehr so jung wie hier. Auf dem Foto hier sieht sie ein bisschen so aus, als wüsste sie nicht, was sie mit ihren Händen machen sollte, und das war später definitiv nicht mehr der Fall. Eigentlich habe ich sie nur als ältere Frau in Erinnerung, obwohl sie gerade mal 54 war, als ich geboren wurde, und damit just zwei Jahre älter als ich jetzt. Die Erinnerung verzerrt da ein bisschen. Die Vorliebe für Kleidung mit bunten Mustern hat sie jedenfalls beibehalten, auch wenn es später keine Blümchenkleider mehr waren. Und wo ich gerade so drüber nachdenke, da habe ich auf einmal trotz fliegender Pollen den Duft von Tosca in der Nase. Und ich muss etwas grinsen, weil ich gerade heute den Drogeriemarkt meiner Wahl ...

Augusts Karteikarte

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Ja, jetzt ist es raus: Uropa August Gehring war ein Mitglied der NSDAP . Hier ist seine Karteikarte:    Hätte ich mir auch anders gewünscht, ist aber so. Verwechselung ausgeschlossen.  Aufnahme am 01.05.37, klassisch, also an dem Tag, an dem statistisch die meisten Mitglieder aufgenommen wurde.  Was ich mich aber frage, und dabei kann mir ja vielleicht die Schwarmintelligenz helfen : Der Aufnahme wurde am 22.11.37 beantragt, also ein halbes Jahr später. Ohne Antrag keine Aufnahme. Also: Bloßer Schreibfehler, was das Antragsdatum angeht? Kann ja mal passieren, wenn man mit einem Schlag ein paar Hundert Tausend Leute in eine Partei aufnimmt.   Ich hatte ja damit gerechnet, trotzdem bin ich im Moment doch ein bisschen wütend auf ihn.  Dafür bin ich nun umso neugieriger, was seine Entnazifizierungsakte hergeben wird. Also nicht an postapokalyptischem Wunschdenken, sondern an Fakten.