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Montag, 7. April 2025

Eine Nachlese zum Westfälischen Genealogentag in Altenberge

... steht beim Arbeitskreis Genealogie Steinhagen am 

Samstag, 12. April 2025, um 14.30 Uhr in der Alten Feuerwehr in Steinhagen-Amshausen 

auf dem Programm.  

Wird schön werden, die Leute zu treffen, die ich in Altenberge nicht gesehen habe, weil ich allen Ernstes keine Lust hatte, mir einen Parkplatz in zwei Kilometern Entfernung zu suchen :-) 

Spass beiseite, nein, ich war tatsächlich nicht in Altenberge vor Ort, aber ich habe es ausgenutzt, dass die Vorträge online stattfanden. Und die haben mich doch tatsächlich ein ganz schönes Stück weitergebracht... ich berichte demnächst mal davon. Vielleicht schon Samstag ;-)

Dienstag, 31. Dezember 2024

Der Plan für 2025

Vor einem Jahr habe ich geplant, keine Pläne zu haben. Und was ist passiert? Ich habe mich irgendwie verheddert, oder zumindest ist das das Gefühl, das ich habe, wenn ich so an die letzten zwölf Monate denke, jedenfalls im genealogischen Sinn. Ich habe mal hier geforscht und mal da, mal hier ein bisschen editiert und mal da ein bisschen transkribiert. Und ab und zu mal zugehört und zugeliefert. Aber insgesamt? Nee, so richtig rund fühlt sich das nicht an. 

Was kann also das einzige logische Fazit sein (außer, dass ich vielleicht ein kleines bisschen neurotisch bin, wenn um Genealogie geht)? 

Richtig. 

Ein Plan!


 Es gibt wieder einen für 2025. Here we go: 

1. Werthers Gedächtnis zu Ende digitalisieren. 

Ein paar Buchstaben sind noch übrig. Und dann war da noch die Tatsache, dass mir einer dieser dicken schwarzen Ordner runtergefallen ist, während er offen war, und sich ungefähr 350 Blätter über den Fußboden unseres Wohnzimmers verteilt haben. Nicht, dass hier je etwas wegkommen würde (eher im Gegenteil), aber so richtig in der richtigen Reihenfolge sind diese 350 Blätter nicht mehr. Falls sich noch jemand an die Simpsons-Folge erinnert, in der Bart die Memoiren von George H. W. Bush durcheinanderwirbelt... genau so. 

2. Die Schwartz-Kuckelkorn-Linie weiter erforschen. 

Der kleine Aststummel im Stammbaum des Familienforschungsmuffels. Ich kann's gar nicht mehr mit ansehen. Irgendwas muss da passieren. Ich weiß zwar noch nicht genau, wie ich es anstelle, aber irgendwie wird's schon gehen. Und mit ein bisschen Glück stellt Matricula ja auch mal die richtigen Kirchenbücher online... sonst muss ich mir was einfallen lassen. 

3. Einen Vortrag beim Westfälischen Genealogentag hören. 

Ich weiß zwar noch nicht, welche Vorträge es gibt, aber irgendwas Interessantes ist eigentlich immer dabei. 

4. Die Geburten von 1914 in Werthers Gedächtnis einarbeiten. 

Die von 1913 waren dieses Jahr dran, und nun folgt logischerweise... genau. Ein bisschen Kontinuität muss sein.

5. Die Wertheraner Opferliste des Zweiten Weltkriegs soweit wie möglich vervollständigen. 

Diese Liste ist jetzt schon lang, und sie wird noch um einiges länger werden. 2025 ist diese Katastrophe der Menschheit 80 Jahre her. Wenn das nicht ein Anlass ist, sich nochmal mit dieser Liste auseinanderzusetzen, was dann? 

6. Die Haller Meldekartei checken. 

Und da werde ich dann vor allem zwei Namen suchen: Sickendiek und Ortmeyer. Vor allem meine Großeltern (aber auch meine Urgroßeltern) sind ziemlich oft innerhalb von Halle umgezogen. Wäre schon schön, wenn ich die Daten etwas genauer hinkriegen könnte. 

7. Meine Ancestry-Ergebnisse mit denen von MyHeritage vergleichen. 

Was natürlich voraussetzt, dass sie irgendwann mal bei mir ankommen. Gucken wir mal, wo die Unterschiede sind. Und ob ich Entschuldigungen für meine zahlreichen Macken finde, die gerne als Anflüge von Exzentrik zu kaschieren versuche. 

8. Mir die Hörster Kirche von innen angucken. 

Das ist eigentlich ein schlechter Scherz: Ich wohne gerade mal 10 Minuten mit dem Auto von dort entfernt, wo mein Großvater mütterlicherseits getauft wurde und wo viele meiner Vorfahren vor dem Traualtar gestanden haben. Von außen kenne ich die Kirche, aber ich war noch nie! drin. Zeit, das mal zu ändern. Am besten außerhalb eines Gottesdienstes. Ich muss mal checken, ob es da eine Offene Kirche gibt. 

9. Meine handschriftlichen Notizen in Werthers Gedächtnis einarbeiten. 

Also die, die nicht in den dicken schwarzen Ordnern darauf warten, sondern die anderen. Die in den DIN/A-5-Ringbüchern, die so schön handlich sind. 

10. Meine Stammbaum-Forschungen in einem Ordner übersichtlich zusammenfassen. 

Jedenfalls meine direkten Linien. 

Ich kann nicht anders, ab und zu brauche ich halt mal was, in dem ich blättern und mir Notizen machen kann. Ich glaube, ich habe hier schon mal geschrieben, dass ich das Hin- und Herblättern vermisse und dass mir diese Welt, obwohl ich die Vorteile der Technik schon sehe und auch selbst nutze, irgendwie zu digital geworden ist. Zeit, mir da mal einen kleinen Rückzugsort zu schaffen. Und zwar so kompakt, dass es nicht aus dem Ruder läuft. In einem schönen dicken Ordner, auch wenn der vielleicht nicht in diesem einen Jahr 2025 komplett voll werden wird. 

_____________

Schon klar, dass das alles zumindest teilweise parallel ablaufen wird und nicht schön brav hintereinander. Wenn ich darauf warte, dass ich mit Werthers Gedächtnis durch bin, würde der Genealogentag schon gelaufen sein. Aber so habe ich jedenfalls ein paar Leitlinien, an denen ich mich langhangeln kann. Obwohl ich natürlich nicht ausschließen kann, dass ich auch ab und an mal etwas mache, das nicht auf der Liste steht. Dazu macht das Forschen (das Lesen, das Denken, das Kombinieren, ...) einfach zu viel Spass... 

Allen einen guten Rutsch in ein wunderbares neues Jahr 

- wir sehen uns 2025!  

Freitag, 7. April 2023

Zwei Pastoren und eine Diskussion

Es ist Karfreitag, also habe ich mich aus gegebenem Anlass entschieden, heute nicht nur mittags Backfischstäbchen zu essen, sondern im Anschluss auch mal wieder mit den Wertheraner Kirchenbüchern zu arbeiten und ein paar Beerdigungen einzuarbeiten, Das erschien mir irgendwie passend. Das eine genauso wie das andere. Und ja, das war jetzt leicht ironisch gemeint.

Ich bin hauptsächlich in den 1820ern und 1830 unterwegs, was ein bedeutet, dass ich es mit relativ lesbaren Aufzeichnungen zu tun habe, die aber trotzdem ihre Tücken haben. 

Kirchenbücher wurden ja immer doppelt geführt - zur Sicherheit, man weiß ja nie. Werther hatte auch damals schon zwei Pfarrer, und die beiden Herren haben sich die Schreibarbeit geteilt. Dummerweise hatten sie auch unterschiedliche Angewohnheiten, was das Führen der Kirchenbücher angeht. Der eine war "textlastiger" und hatte eine Schrift, die man extrem gut lesen kann (Pastor Gieseler), der andere arbeitete in reiner Tabellenform und tendierte dazu, die Buchstaben schon mal so klein anzusetzen, dass man sie selbst in der Vergrößerung auf dem Rechner nicht wirklich entziffern kann (Pastor Tzschabran). 

Insgesamt ist die Leserlichkeit aber gegeben. Was richtig nervt ist die Tatsache, dass die Herren Pastoren sich bei der Nummerierung nicht abgesprochen haben. Bei den Taufen und Beerdigungen hat bei Pastor Tzschabran jede ihre eigene fortlaufende Numerierung, während Pastor Gieseler immer nur nach männlichen und weiblichen Taufen bzw. Beerdigungen gezählt hat. Das macht es bei den Quellenangaben natürlich nicht einfacher. 

Wenn wir schon mal beim Thema "Quellen" sind: 

Bei einem Vortrag beim Westfälischen Genealogentag war ja die Diskussion aufgekommen, inwieweit man überhaupt ins Detail gehen muss, wenn man Kirchenbücher als Quellen nennt. Eine Meinung lautete, dass es für den "Hausgebrauch" ja durchaus reiche, wenn man einfach nur "Kirchenbücher XY" als Quelle angibt. Kirchenbücher und Standesamtsregister seien ja schließlich die "Komfortzone" in der Familienforschung, da könne man die Daten dann schon nachvollziehen und finden. Die andere Meinung, die man hörte, war die, dass man doch bitte schön so spezifisch wie möglich zitieren möge. Aus dem einfachen Grunde, dass man dann die Daten besser finden und nachvollziehen könne. 

Man kann es sich denken: Ich gehöre zur zweiten Fraktion. 

Klar, wenn man keinen Wert auf Gründlichkeit legt oder zu faul zum Tippen ist, dann kann mit sich mit dem einfachen Hinweis "Kirchenbuch XY" begnügen. Was aber, wenn die Kirchenbücher widersprüchliche Informationen enthalten? Das kommt nämlich oft vor. 

Wenn jemand nicht in der Gemeinde geboren ist, in der er geheiratet hat und später gestorben ist, und Trau- und Sterbeeintrag dann Altersangaben enthalten, die nicht übereinstimmen, dann wird man das wirkliche Geburtsjahr nur dann herausfinden, wenn man den Taufeintrag findet. Betonung auf "wenn". Dann sind aber sowohl der Trau- als auch der Sterbeeintrag für die Geburt nur Sekundärquellen, aber keine Primärquellen. In solchen Fällen schreibe ich als Quelle für das Geburtsdatum lieber "Rückrechnung aus Traueintrag" und nenne den konkreten Traueintrag als Quelle für die Trauung (und bei den Beerdigungen dann entsprechend), anstatt beim Geburtsdatum einfach hinzuschreiben, "Quelle: Kirchenbuch". 

Oder ich habe den Fall wie hier, dass zwei Pastoren schon mal unterschiedliche Informationen zu ein und demselben Sterbefall niederschreiben. Das betrifft vor allem die Todesursachen. Mal ist ein und dieselbe Person angeblich an Schwindsucht gestorben, dann wieder an Altersschwäche. Ja, was denn nun? Oder wenn man merkt, dass die Kirchenbücher in Stadt- und Landgemeinde aufgeteilt sind? 

Ups.

Gut, ich gebe zu, meine Auffassung hat auch einen Haken. Einen ganz gewaltigen sogar: Diese Arbeitsweise kostet verflixt viel Zeit, vor allem, wenn man sich so in den Kirchenbüchern vergräbt wie ich, und man kommt nicht ganz so schnell voran, wie man es sich wünschen würde. Aber dafür habe ich auch keine Probleme, die Einträge zu finden, die ich suche. Und - was für mich unbezahlbar ist - es fühlt sich einfach gut an, gründlich zu arbeiten. Alles in unserem Alltag hat irgendwie immer schnell, schnell, schnell zu passieren, und da ist das für mich ein schöner Ausgleich als Gegenentwurf dazu. Klingt komisch - ist aber so. 

Fröhliche Ostern!  


 

Sonntag, 19. März 2023

Heute nochmal online

Nein, ich war gestern nicht in Altenberge beim Westfälischen Genealogentag


Wäre ich dort gewesen, dann hätte man mich leicht finden können, denn seit ungefähr einer Woche bekomme ich jedes Mal, wenn ich einem Luftwechsel ausgesetzt bin, einen ausgewachsenen Hustenanfall. Man hätte meinen Aufenthaltsort quasi "erhören" können. In einer Turnhalle voller Menschen kommt das natürlich in Zeiten wie diesen besonders gut an, und ich hatte keine Lust, dazu noch ständig mit heiserer Stimme erklären zu müssen, dass (immer noch) sämtliche Covid-Tests negativ sind. Die Erklärung für den Husten ist trotzdem denkbar einfach: Der Familienforschungsmuffel hat aus der Firma eine Erkältung mitgebracht. Erst war er dran, und nun ich. Mein Verbrauch an Fisherman's Friends ist jedenfalls in den letzten Tagen rapide gestiegen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Abwesenheit hatte also nichts mit der zu erwartenden Parkplatzsuche zu tun. Oder mit der Vollsperrung der A1.

Ich habe mich also entschlossen, die Büchertische in diesem Jahr noch einmal ausfallen zu lassen und mich stattdessen für die Vorträge heute vor dem Rechner niederzulassen, wo keiner meine Husterei hören und ich einfach mal die Klappe halten konnte. 

Gut, das mit dem "die Klappe halten" hat nicht ganz geklappt, denn um 15.00 Uhr ist mir noch ein beruflicher Termin dazwischen gekommen (ja, ich weiß, es ist Sonntag, aber es ging nunmal nicht anders). Ich habe aber immerhin drei von vier Vorträgen geschafft und mal wieder ein paar schöne neue Anregungen mitgenommen. Danke schön dafür!

Wie dem auch sei: Ich hoffe mal, dass der Westfälische Genealogentag 2025 wieder in ganz normaler Form stattfinden können wird: Alles zusammen an einem Tag, ohne Umbau einer Aula oder ansteckende Krankheiten. Ich bin jetzt einfach mal Optimistin: Ich freue mich drauf! 

Freitag, 10. Februar 2023

In persona oder über Zoom?

Oder anders gefragt: Fahre ich am 18. März zum Westfälischen Genealogentag nach Altenberge oder nicht? 

Heute fiel mir auf, dass ich noch keine Ahnung hatte, welches Vortragsprogramm in Altenberge laufen würde (habe ich schon mal erwähnt, dass ich eine von denen bin, die sich gerne Vorträge anhören?). Also habe ich auf der WGGF-Homepage mal nachgeguckt, und siehe da... 

... die Vorträge, die mich interessieren, laufen (auch?) über Zoom! 

Das sind wohl noch die Auswirkungen dieser gewissen Pandemie: Wir haben uns halt an Online-Meetings gewöhnt, ob wir sie nun mögen oder nicht. 

Und damit stellt sich mir die Frage, ob es sich für mich überhaupt lohnt, nach Altenberge zu fahren, wie ich es eigentlich vorgehabt hatte. 

Im Moment tendiere ich eigentlich zu "dann eher nicht". Ganz ehrlich? Die Aussicht, ganz in Ruhe ausschlafen zu können, um mich dann vom bequemen Sessel aus nach Lust und Laune zuzuschalten und mich nebenbei vom Familienforschungsmuffel bekochen zu lassen, gefällt mir gerade wesentlich besser als die, in Altenberge stundenlang nach einem Parkplatz zu suchen, nur um dann einen... sagen wir mal: "semi-optimalen" Spot zu finden. Das fand ich bei meinen vergangenen Besuchen in Altenberge nämlich immer richtig fürchterlich.  Klar, es ist immer schön, die Forscherkollegen zu treffen, aber bei den meisten weiß ich inzwischen auch so, wie ich sie erreichen kann. Andererseits mag ich es nicht, wenn stundenlang eine Kamera auf mich gerichtet ist, und schalte das blöde Ding aus, wann immer es geht. Ich fühle mich dann immer so beobachtet...

Gucken wir mal. Ich muss das heute ja noch nicht entscheiden.