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Wilhelm und Caroline Ahlemeyer

Über meine Urgroßmutter Johanne Marie Catharine Sickendiek geb. Ahlemeyer habe ich hier im Blog schon einmal geschrieben, aber mit ihrer Ursprungsfamilie habe ich mich hier noch nicht auseinander gesetzt. Es wird also Zeit, das nachzuholen. Johanne war das siebte Kind ihrer Eltern Friedrich Wilhelm Ahlemeyer (Wilhelm war auch sein Rufname) und Katharine Caroline Schulze . Ich behalte der Einfachheit halber hier die Schreibweise mit H und Y bei, denn den Namen habe ich in zig verschiedenen Schreibweisen gefunden: Ahlemeier, Alemeier, Alemeyer , ... wie das halt so ist bei Namen, in denen ein stimmloses H vorkommt (oder eben auch nicht) und die dann auch noch auf -meyer enden. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig, und dafür, dass die Ostwestfalen eigentlich nicht sehr viele Worte brauchen, sind sie aber ziemlich gut darin, zusätzliche Buchstaben in eben diesen Worten unterzubringen, auch wenn sie mitnichten beabsichtigen, diese Buchstaben auch auszusprechen...  Ironischer...

2021: Ein kleiner Rückblick

Eigentlich ist es ja noch etwas früh für einen Jahresrückblick - schließlich hat das Jahr noch zwölf ganze Tage. Aber erstens kann ich jetzt schon absehen, dass ich einen großen Teil dieser Tage am Schreibtisch verbringen werde, schlicht, weil ich noch ein paar Sachen wegarbeiten muss, und zweitens bin ich im Moment irgendwie in der Stimmung, um ein bisschen Bilanz zu ziehen.  Also:  Mein eigener Stammbaum:  Im Grunde genauso, wie ich es vorhergesagt hatte: Er ist nicht ins Unermessliche gewachsen, hat sich aber verdichtet.  "Neue" direkte Vorfahren habe ich im Kirchenbuch von Neuenkirchen gefunden, das endlich mal bei Archion online gegangen ist, worauf ich wirklich Jahre gewartet hatte. Dummerweise stehe ich mit dem Neuenkirchener Kirchenbuch auch irgendwie auf Kriegsfuss , was mir das Arbeiten damit etwas verleidet. Aber ich will mich nicht beschweren, und die Freude, dass es endlich online ist, überwiegt. Endlich konnte ich auch das Geburtsdatum meines Ur-Ur-Gro...

Schande über Schande

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Im 17. Jahrhundert waren die Herren Pastoren ja verflixt schnell darin, über Frauen zu urteilen, die uneheliche Kinder bekommen hatten. Da war man mit dem Begriff "Hurkind" ziemlich schnell dabei, auch im Wertheraner Kirchenbuch. Gleichzeitig ist man heute froh, wenn überhaupt nicht nur der Name des Kindes, sondern auch die Namen der Eltern angegeben sind. Selbstverständlich ist das nämlich nicht. Heute sitze ich hier und denke, "Klar, beim Urteilen seid Ihr schnell dabei gewesen, aber hättet Ihr nicht auch Euren Job ordentlich machen und das Kirchenbuch vernünftig führen können?"  Gut, das ist nun aus der Perspektive einer berufstätigen Frau im 21. Jahrhundert gedacht, die keine Probleme damit hat, wenn jemand sie Feministin nennt, und die 20 Jahre lang mit ein und demselben Mann zusammengelebt hat, bevor sie ihn geheiratet hat...  Trotzdem. Im Jahr 1684 habe ich einen Eintrag gefunden, der sehr wohl alle Namen beinhaltet:  7. den 21 january Wilm Hörman und Trine ...