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Mittwoch, 17. Januar 2024

Zu 0,8 % Orientale...

... ist der Familienforschungsmuffel, wenn es nach seiner DNA geht. Das sagt zumindest MyHeritage. 

Ich war ja doch ein bisschen baff. Wie konnte mir mein Göttergatte das während der letzten knapp 28,5 Jahre nur verschweigen...? 

 

Na ja, wenn man den Schieber bei der Zuverlässigkeit der ethnischen Gruppen auf "mittel" setzt, dann sind die 0,8 % auch schon wieder verschwunden. Schade, vielleicht hätte sich ja in seiner Kuckelkorn-Linie eine entsprechende Überraschung gefunden. ;-)

Andererseits, vielleicht findet sie sich ja doch noch...? Wenn ich als Forscherin eines gelernt habe, dann das, dass man niemals nie sagen sollte. Ich arbeite da lieber mit Wahrscheinlichkeiten. Sagen wir also: Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass mein Mann orientalische Vorfahren hatte, für äußerst gering. Aber wie kommt diese Zahl dann überhaupt zustande? Ich glaube, ich muss mich da noch ein bisschen mehr in diese DNA-Sache reinfuchsen. 

Was ich mir dagegen erklären kann, ist der hohe Prozentsatz an englischer Übereinstimmung. Die Erklärung dafür - oder zumindest ihren Anfang - kann man auf dem Wandteppich von Bayeux finden, den sich der Familienforschungsmuffel vor ein paar Jahren auch schon einmal angucken musste, nachdem ihn die Parkplatzsuche in dieser schnuckeligen Altstadt mit ihren engen Sträßchen schon einige Nerven gekostet hatte. Und dass sich Engländer mit Schotten, Walisern und Iren kreuzen, ist ja auch nachvollziehbar. 

Aber Orientale?

Soweit ich es bis jetzt nachvollziehen kann, gibt es überhaupt keinen Anhaltspunkt dafür. 

Andererseits finde ich es aber hochinteressant, wo sich die drei Haupt-Übereinstimmungsregionen befinden: Emsland, Niederlande, Dreiländereck. Bis jetzt stimmt das mit meinen Forschungen ziemlich überein. Könnte also sein, dass ich noch auf mehr Verbindungen nach Holland stoße. Nur die Theorie mit den französischen Wurzeln ist ein bisschen in den Hintergrund gerückt, wenn auch nicht ausgeschlossen. Wenn ich mal ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann liegen diese ominösen Kreise noch nichtmal in Wallonien...

 

Sonntag, 12. Februar 2023

Französische Wurzeln?

Es passieren noch Zeichen und Wunder! 

Wir erinnern uns: Am 1. Januar hatte ich hier - passend zum neuen Jahr - eine kleine Liste mit Dingen gepostet, die ich 2023 gerne erledigen würde. Punkt Nummer 9 auf dieser Liste war "Familie Schwartz erforschen" - das sind die Vorfahren mütterlicherseits meines Mannes. 

Der Ausgangspunkt ist folgender: 

Ich wusste, dass die Großeltern meines Mannes der Bergmann Wilhelm Schwartz und seine Frau Franziska Derix waren, die in Kohlscheid bei Aachen gewohnt haben. Konkrete Daten hatte ich nicht; der Familienforschungsmuffel kann sich nur daran erinnern, dass sein Großvater Anfang der 1990er Jahre gestorben sein muss und seine Großmutter noch früher. Dazu muss man sagen, dass mein Mann schon im frühen Teenageralter Halbwaise geworden ist - die Generation, die man eigentlich über die eigenen Vorfahren ausfragen würde, fehlt also. 

Es gibt aber noch einen Onkel, zu dem der Kontakt einigermaßen abgerissen war. Schade eigentlich, kommt aber in den besten Familien vor, vor allem, wenn man weiter auseinander wohnt. Der Familienforschungsmuffel und ich sind nun schon über 27 Jahre ein Paar, aber diesen Onkel hatte ich noch nie zu Gesicht bekommen, geschweige denn mit ihm gesprochen. Es wäre also irgendwie merkwürdig gewesen, wenn eine ihm gänzlich unbekannte Frau einfach mal bei ihm angerufen hätte, um ihn über seine Familie auszuquetschen. Sowas lässt einen heutzutage ja an Enkel-Tricks denken.

Und wer rief jetzt am Wochenende an? Richtig. Besagter Onkel! Einfach so, ohne Agenda. Nur mal, um zu hören. Der Familienmuffel fand dann einen Zettel vor seiner Nase mit der Aufschrift: 

"Du weißt, was Du zu tun hast!"

Er wusste es. Er hat mir das Telefon rübergereicht. Ich mag ja diesen Öcher (Aachener) Singsang, obwohl ich ihn ehrlich gesagt nicht vom kölner unterscheiden kann.

Und so habe ich dann erfahren, dass Wilhelm und Franziska 1916 bzw. 1923 geboren sind, und zwar aller Wahrscheinlichkeit nach in Kohlscheid respektive in Dürwiß. Das ist doch schon mal was. Damit kann ich etwas anfangen. 

Vom Stuhl gefallen bin ich dann (fast), als Onkel erwähnte, dass die Familie über die Derix-Seite französische Wurzeln gehabt haben soll. Comment? Der Familienforschungsmuffel, dessen Französisch noch einen Tick schlechter ist als meins (bis jetzt haben es alle Franzosen aber mit dem gebührenden Humor genommen), soll zumindest teilweise französischen Ursprungs sein?

Mit niederländischen Wurzeln hatte ich ja gerechnet, denn Kohlscheid liegt direkt an der deutsch-niederländischen Grenze, aber mit französischen?! Nun ja, wenn ich so darüber nachdenke, dann würde es einiges erklären.

Und wenn es sich als wahr erweisen sollte, dann wird's lustig. 

Je vous tiendrai au courant.