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Sonntag, 1. Januar 2023

Der Plan für 2023

 

 

Wie war das, "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne"? Für mich liegt der Zauber immer in einer frischen "Want-to-Do"-Liste. Und ja, für 2023 habe ich mir wieder ein bisschen was vorgenommen: 

1. Die Geburten von 1912 in Werthers Gedächtnis einarbeiten. Die Geburten sind eigentlich immer mein Highlight, denn ich stolpere immer wieder über Menschen in meinem Stammbaum, von denen ich keine (oder nur ganz wenig) Ahnung hatte, dass es sie jemals gegeben hat.

2. Die Trauungen von 1942 in Werthers Gedächtnis einarbeiten. Ich nehme mal ganz stark an, dass das kriegsbedingt nicht allzu viele sein werden, und ich hoffe, dass nur ganz wenige Ferntrauungen dabei sein werden. Die brechen mir nämlich immer das Herz.

3. Die Sterbeeinträge aus den 1970ern in Werthers Gedächtnis einarbeiten. Werther hat sich in den 70ern weiter verändert, und ich kann mich auch noch gut an das Werther der 1970 erinnern. Ich werde da mit 1973 nun auch in meinem Geburtsjahr ankommen, was ich aber doch irgendwie ein bisschen merkwürdig finde...

4. Jede Woche einen Blogpost veröffentlichen. Irgendwie fände ich ja freitags ganz schön. Gucken wir mal.

5. Werthers Gedächtnis komplett digitalisieren. Das ist der Job, dem ich mit Grauen entgegen sehe, der aber der Vollständigkeit und Übersichtlichkeit wegen gemacht werden muss. Ob ich in diesem Jahr wohl fertig werde? Wenn ja, dann werde ich es auch sein...

6. Zum Westfälischen Genealogentag nach Altenberge. Schon alleine, weil er dieses Jahr ja aller Wahrscheinlichkeit nach wieder in gewohnter Form stattfinden wird. Nirgendwo trifft man so viele Forscher wie hier ;-)

7. Herausfinden, wann und wo Caspar Heinrich Niemeyer starb. Irgendwo muss er ja eine Spur hinterlassen haben, oder?

8. Einen genealogischen Vortrag hören. Entweder in persona oder online, das ist mir eigentlich egal. Hauptsache, ich kann mein Hirn füttern.  

9. Familie Schwartz erforschen. Also die mütterliche Seite meines Mannes. Sein Stammbaum sieht ja immer noch so... unausgewogen aus.

10. Etwas im Geschichtsportal Werther veröffentlichen. Dieses Jahr aber wirklich.

11. Einen genealogischen Aufsatz schreiben. Ich weiß zwar noch nicht, über wen oder was, aber mein Ehrgeiz ist geweckt.

12. Meine Forschungen in eine logische Ordnung bringen. Ach ja, diese Zettelwirtschaft muss ich mir wirklich mal abgewöhnen... 

Klingt nach viel, ist es auch. Aber das alles ist wie gesagt nur eine "Want-to-Do"-Liste, keine "Must-Do"-Liste. Ich will ja schließlich den Spass an der Sache nicht verlieren. Es kann also gut sein, dass ich nicht alles schaffe, sondern nach hier und dort forsche, wenn es mich denn überkommt und ich neue Quellen finde. Wer weiß? 

Also - auf ein fröhliches und arbeitsreiches Jahr 2023!

 

Freitag, 30. Dezember 2022

2022: Eine kleine Bilanz

Zugegeben, so ganz ist 2022 noch nicht vorbei, aber dennoch: Es wird sich in den nächsten eineinhalb Tagen wohl nicht mehr so viel verändern, als dass es sich nicht schon lohnen würde, eine kleine Bilanz zu ziehen. Habe ich das, was ich mir vorgenommen habe, auch umgesetzt? 

Spontan würde ich sagen: Teils, teils. 

Die Geburts- und Traueinträge, die ich mir vorgenommen hatte, habe ich geschafft, bei den Sterbeeinträgen (und das sind immer noch die, die mir am meisten Spass machen - ja, ich weiß, ich bin da ein bisschen morbide veranlagt) fehlen mir noch ein paar Dutzend aus dem Jahr 1960. Ansonsten müssten die 1960er einigermaßen vollständig sein, es sei denn, ich hätte einen ganzen Jahrgang übersehen. 

Nicht nur mein Neffe ist gewachsen, sondern auch sein Stammbaum. Er weiß es nur noch nicht... 

Was die Vorfahren des Familienforschungsmuffels angeht - die Seite seiner Mutter habe ich nun ganz bewusst auf das nächste Jahr verschoben. Sie laufen mir zwar nicht weg, aber immerhin kann ich 2023 sicher sein, dass der Sterbeeintrag seines Großvaters nun als Archivgut läuft und nicht mehr im Standesamt liegt. Wie gesagt, wir wissen tatsächlich noch nicht einmal, wo er gestorben ist. Wenn man in ein- und demselben Archiv suchen kann, wird es - hoffentlich - leichter. 

Und die Digitalisierung von Werthers Gedächtnis

Ja, es geht voran, leider nur nicht so schnell, wie ich gehofft hatte. Da muss ich mir ganz klar eingestehen, dass ich die Arbeit unterschätzt hatte, auch wenn die dicken Ordner schon wesentlich leerer sind als noch zum Jahresbeginn. Dieser Job wird noch seine Zeit brauchen... 

Und ansonsten? 

Ich hatte ziemlich wenig Lust zum Digitalisieren der Familienfotos, weil ich in meinem Alltagsjob dabei bin, so viel Papier wie möglich wegzuscannen. Irgendwann ist immer der Punkt erreicht, an dem ich den blöden Scanner nicht mehr sehen kann... 

Beim Geschichtsportal hat sich in den letzten Monaten auch recht wenig getan, aber auch das ist nur verschoben und nicht aufgehoben. 

Unerwartetes gab es natürlich auch. Die beiden Todesfälle im erweiterten Familienkreis gehören definitiv zum Negativen, denn das waren beides Menschen, die ich sehr gemocht habe, auch wenn ich sie nicht ständig gesehen habe. Es gab aber natürlich auch Positives, zum Beispiel, dass mir Kommissar Zufall tatsächlich bei meinen Willbränders/Willebrands geholfen hat. Ich bin immer noch dabei, die sich daraus ergebenden Verbindungen zu erschließen und zu dokumentieren... 

Persönlich war es genauso ein Auf und Ab. Bis jetzt waren alle Coronatests beim Familienforschungsmuffel und bei mir negativ, was ja auch schon mal was ist. Der Familienforschungsmuffel ist 50 geworden und bekam ein Katapult geschenkt, das seitdem in unserem Garten steht. Die Nachrichten guckte man zumindest seit dem 24. Februar meist mit einem gewissen Entsetzen darüber, dass die Menschheit - oder zumindest einer - nicht klüger geworden ist und so unfassbar viele Menschen in den Tod und noch mehr ins Unglück gestürzt hat. Und für was? Ich für meinen Teil bin ich einfach nur heilfroh, dass ich hier mit dem Familienforschungsmuffel zusammen im Warmen sitzen kann, ohne dass uns Raketen ins oder durchs Haus geschossen werden und dass ich dabei familienforschen kann, anstatt Molotow-Cocktails zu basteln.

Mein persönliches Highlight war ja unsere Sommertour, die uns nicht nur nach Frankreich, sondern auch für einen Abstecher in die Schweiz und nach Monaco geführt hat. Ich kann mir nicht helfen, aber je mehr ich von Frankreich sehe, desto verliebter bin ich. Kein Wunder bei solchen Badeplätzen wie hier am Mittelmeer, oder? 

Brincke und Tatenhausen fehlt halt einfach der Strand... Sogar Marseille fand ich schöner, als ich vorher gedacht hatte, Strasbourg ist trotz Europaparlament immer noch sehr gemütlich und Avignon ist ein Traum. Gut, dass ich zu der Generation gehöre, die es völlig absurd findet, dass man Frankreich mal als Feind betrachtet hat. Meine Feinde waren eher die Mücken in Arles, die meiner bescheidenen Meinung nach der wahre Grund dafür war, dass Vincent van Gogh so durchgedreht ist, dass er sich schließlich zum Einohrigen gemacht hat.  

Alles in allem ein merkwürdiges Jahr. Eine Zeitenwende? Vielleicht. Wir werden sehen...

Allen einen guten Rutsch! 

Mittwoch, 6. Juli 2022

Meine genealogische To Do-Liste: Ein kurzer Zwischenstandsbericht

Am 1. Januar hatte ich hier meine kleine genealogische To Do-Liste für 2022 gepostet. Und da wir nun - wie immer ganz plötzlich - schon Juli angekommen sind, ist es mal an der Zeit zu überprüfen, wie weit ich denn schon gekommen bin. Also: 

  • Die Geburten von 1911 in Werthers Gedächtnis einarbeiten. Ja. Habe ich. Alle 148. 
  • Die Trauungen von 1941 in Werthers einarbeiten. Ist auch passiert. Es waren allerdings auch nur 36 Ehen. Und davon waren viele traurigerweise sehr kurz. 
  • Meine restlichen Familienfotos digitalisieren. Ein paar, aber noch längst nicht alle. Da habe ich noch Nachholbedarf. 
  • Die Vorfahren meines Mannes in eine eigene Stammbaum-Datei packen. Ich bin dabei, aber im Moment fahre ich noch zweigleisig. "Seinen" Teil in "meinem" Stammbaum habe ich jedenfalls noch noch nicht gelöscht.  
  • Jede Woche einen Blogpost veröffentlichen. Fast. Aber ich bin schon schreibfreudiger als in manchen früheren Jahren. Man unterschätzt immer, wieviel Zeit man braucht, um so eine Grundidee, die einem in einer eher unausgegorenen Form plötzlich in den Kopf kommt, tatsächlich mit Leben - und mit Daten - zu füllen. Und dann kommt einem das Leben halt manchmal dazwischen. 
  • Einen Apfelstrudel im Quellental verspeisen. Das wird wohl nichts werden. Das letzte Treffen im Quellental habe ich als unglaublich verantwortungsvolles Mitglied unserer Gesellschaft sausen lassen, weil ich Erkältungssymptome hatte. Und ja, es war wirklich nur eine Erkältung, aber das konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen. Und nun treffen wir uns ja in der Alten Feuerwehr. 
  • Mein Bücherregal aussortieren. In vollem Gange. Morgen bringe ich wieder ein paar Sachen zum Wiederverwendungstag nach Künsebeck - oder zumindest ist das der Plan. Sind aber nicht nur genealogische Bücher dabei, sondern auch diverse Krimis. Sogar solche, die ich wirklich gerne gelesen habe. Aber was nutzt einem ein Buch, in das man seit 18 Jahren nicht mehr hineingeschaut hat? 
  • Die kompletten Wertheraner Sterbeeinträge aus den 1960ern in Werthers Gedächtnis einarbeiten. Ich bin dabei. Im Moment im Jahr 1967. Da bin ich wirklich ziemlich optimistisch, dass ich die 1960er in diesem Jahr fertig bekomme und ich mich 2023 dann den 1970ern widmen kann. 
  • Einheitliche Familienblätter anlegen für meine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern. Ja, die Dateien habe ich allesamt angelegt. In vielen steht aber de facto noch nichts drin. Man könnte also anfangen zu interpretieren, ob ich einen Haken hinter diesen Punkt setzen kann... 
  • 10 Veröffentlichungen im Geschichtsportal Werther. Heutiger Stand: Null. Gucken wir mal. 
  • Einen Vortrag beim Historischen Verein hören. Bis jetzt noch nicht, und ich bin mir auch nicht sicher, ob das in diesem Jahr noch der Fall sein wird. Das Programm der AG Genealogie finde ich nicht ganz so interessant, mit Ausnahme der Böckstiegel-Tour, aber bei Veranstaltungen, zu denen "festes Schuhwerk empfohlen" wird, klinke ich mich in der Regel aus. 
  • Die ganzen dicken Ordner wegarbeiten und Werthers Gedächtnis komplett auf digital umstellen. Hui, wenn ich damit tatsächlich in diesem Jahr durchkommen sollte, dann würde es mich selbst wundern, obwohl ich die ersten beiden Ordner tatsächlich weggearbeitet habe. Das ist ein Job für lange Herbst-, Winter- und Pandemieabende. 
  • Endlich mal mit den mütterlichen Vorfahren meines Mannes richtig anfangen. Einfacher gesagt als getan, denn wir wissen nicht einmal genau, wann und wo der Großvater mütterlicherseits meines Göttergatten gestorben ist. Mein Mann, der nie ahnte, dass das für mich relevant werden könnte, meinte, das könnte 1991 oder 1992 gewesen sein. Für ihn macht das nicht wirklich einen Unterschied, für seine forschende Ehefrau schon - Standesamt oder schon Landesarchiv? Und wenn ja, welches? 
  • Meinem Neffen ein paar "neue" Vorfahren verschaffen. Nein, das ist bis jetzt noch nicht passiert. Kann aber ja noch werden. 
Alles in allem bin ich bis jetzt mit meinen "Fortschritten" zufrieden, auch wenn mich diese quasi leere Hälfte im Stammbaum des Familienforschungsmuffels doch ziemlich nervt... 

Samstag, 1. Januar 2022

Eine kleine To-Do-Liste für das neue Jahr

Hach, ein neues Jahr! 

Komisch, dass da bei mir immer so diese Energie aufkommt, bei der es mir in den Fingern juckt, Listen zu schreiben. Ich gehöre allerdings zu denen, die schon immer gerne Listen geschrieben haben, schon alleine, weil es sich so gut anfühlt, etwas abhaken zu können. 

Die logische Konsequenz dessen ist... 

Meine genealogische To-Do-Liste für 2022: 

  • Die Geburten von 1911 in Werthers Gedächtnis einarbeiten. 
  • Die Trauungen von 1941 in Werthers einarbeiten. 
  • Meine restlichen Familienfotos digitalisieren. 
  • Die Vorfahren meines Mannes in eine eigene Stammbaum-Datei packen. 
  • Jede Woche einen Blogpost veröffentlichen. 
  • Einen Apfelstrudel im Quellental verspeisen. 
  • Mein Bücherregal aussortieren. 
  • Die kompletten Wertheraner Sterbeeinträge aus den 1960ern in Werthers Gedächtnis einarbeiten. 
  • Einheitliche Familienblätter anlegen für meine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern. 
  • 10 Veröffentlichungen im Geschichtsportal Werther. 
  • Einen Vortrag beim Historischen Verein hören. 
  • Die ganzen dicken Ordner wegarbeiten und Werthers Gedächtnis komplett auf digital umstellen. 
  • Endlich mal mit den mütterlichen Vorfahren meines Mannes richtig anfangen. 
  • Meinem Neffen ein paar "neue" Vorfahren verschaffen. 

Ganz schön ehrgeizig, vor allem vom schieren Umfang her. Aber ich mache es ja gerne, also ist es in Ordnung. 

Insgesamt ist das Ziel, meinen Papierwust zu reduzieren. Der wächst mir nämlich langsam aber sicher über die Ohren. Man muss nicht alles in Papierform haben; bei vielem reicht mir auch eine digitale Kopie.Außerdem kann ich schlecht meine bessere Hälfte bitten, nicht ständig Taschenlampen, Messer und anderes typisches Männerzeugs (von dem ich noch nichtmal weiß, was es genau ist) überall herumliegen zu lassen, wenn von mir überall Ordner in der Gegend stehen und sich schon kleine Bücherstapel auf dem Küchentisch bilden. Ganz zu schweigen von den ganzen Notizbüchern auf der Fensterbank hinter meinem Lieblingssessel im Wohnzimmer... 

In diesem Sinne: 

Euch allen ein fröhliches und erfolgreichreiches Forschen im neuen Jahr!

Sonntag, 19. Dezember 2021

2021: Ein kleiner Rückblick

Eigentlich ist es ja noch etwas früh für einen Jahresrückblick - schließlich hat das Jahr noch zwölf ganze Tage. Aber erstens kann ich jetzt schon absehen, dass ich einen großen Teil dieser Tage am Schreibtisch verbringen werde, schlicht, weil ich noch ein paar Sachen wegarbeiten muss, und zweitens bin ich im Moment irgendwie in der Stimmung, um ein bisschen Bilanz zu ziehen. 

Also: 

Mein eigener Stammbaum: 

Im Grunde genauso, wie ich es vorhergesagt hatte: Er ist nicht ins Unermessliche gewachsen, hat sich aber verdichtet. 

"Neue" direkte Vorfahren habe ich im Kirchenbuch von Neuenkirchen gefunden, das endlich mal bei Archion online gegangen ist, worauf ich wirklich Jahre gewartet hatte. Dummerweise stehe ich mit dem Neuenkirchener Kirchenbuch auch irgendwie auf Kriegsfuss, was mir das Arbeiten damit etwas verleidet. Aber ich will mich nicht beschweren, und die Freude, dass es endlich online ist, überwiegt. Endlich konnte ich auch das Geburtsdatum meines Ur-Ur-Großvaters Friedrich Wilhelm Ahlemeyer bestätigen, der 1843 in Kleekamp geboren wurde. Bisher hatte ich das Datum nur seinem Traueintrag in Halle entnehmen können, denn seine Taufe findet sich im Kirchenbuch von Dissen. Und auch das ist erst in diesem Jahr online gegangen. 

Verdichtet hat sich mein Stammbaum in dem Sinne, dass es quasi das Jahr der Cousins und Cousinen meiner Großeltern war. Da sind einige Daten dazu gekommen, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass ich in diesem Jahr wirklich viel im 20. Jahrhundert gearbeitet habe. Es muss ja auch nicht immer das 17. Jahrhundert sein. Und da muss ich mich echt bei zwei Menschen  bedanken: Eva Bloss-Vögler und Inga Hagenbäumer, die eine im Stadtarchiv in Werther, die andere im Stadtarchiv in Halle. Wenn ich auch manchmal nervig gewesen sein mag: Sie haben es immer abgestritten. 

Genauso muss ich mich aber auch bei denen bedanken, die mir ihre Informationen per Mail haben zukommen lassen. Da kommen auch einige Leute zusammen, und ich weiß, dass viele von ihnen das hier lesen werden. Deshalb: Danke Euch allen!

Werthers Gedächtnis: 

Oh, hier hat es die größten Änderungen gegeben. Nicht nur, was den Umfang angeht, sondern hauptsächlich, weil ich mich doch dazu durchgerungen habe, die Umstellung von analog auf digital einzuleiten... die aber noch nicht abgeschlossen ist. Ich tippe wie wild, die Dateien wachsen und gedeihen, aber es stehen immer noch acht dicke schwarze und teilweise sehr gebraucht aussehende Ordner in unserem Wohnzimmerschrank und nehmen da ziemlich viel Platz weg. In diesen ganzen Ordnern ist noch eine Papierversion mit Notizen, die ich noch einarbeiten muss. Ein Punkt auf der To-Do-Liste für 2022. 

Veröffentlich habe ich von Werthers Gedächtnis leider noch nichts. Eigentlich hatte ich es mir für dieses Jahr vorgenommen, aber... nun ja. Liegt auch ein bisschen daran, dass ich mich so in den Sterberegistern verbissen habe, dass ich die Kirchenbücher ziemlich vernachlässigt habe, weil ich da ja noch einige Lücken auffüllen muss. Und ich will weniger Lücken in meinen Daten haben, bevor ich sie auf die Menschheit loslasse. Außerdem liegt das Geschichtsportal Werther ja seit Pandemiebeginn ziemlich auf Eis, was wirklich schade ist, und ich muss mir nochmal erklären lassen, wie genau das mit dem Hochladen funktioniert... 

Unterwegs: 

Trotz Pandemie habe ich es ein paar Mal geschafft, von Schreibtisch und Rechner wegzukommen: Arbeiten in der Teeküche vom Schloss in Werther. Urlaub in Frankreich, von uns auch liebevoll "Tour de Force" genannt, weil wir genau wie im letzten Jahr alles in diese paar Tage reingepackt haben, was wir konnten. Wie gesagt, keine Treffen vom Geschichtsportal, aber immerhin haben wir es zweimal mit dem Arbeitskreis Genealogie Steinhagen ins Quellental geschafft, zum allgemeinen Austausch und Apfelstrudelessen. Ich war bei keinen Veranstaltungen des Historischen Vereins oder der OSFA. Blöde Pandemie. Wenn sogar der Genealogentag nur online stattfinden kann... 

Der Neffe: 

Ja, er ist da! Und er ist sehr niedlich. Im Moment arbeitet er gerade daran, sich von seinem zweiten Zahn nicht irritieren zu lassen und zu lernen, wie man sich am effizientesten alleine hinsetzt. Genau wie er wächst auch sein Stammbaum, vor allem auf der Seite seiner Oma väterlicherseits: Da war es wieder hilfreich, dass die Neuenkirchener Kirchenbücher online sind. Wie sich herausgestellt hat, sind Schwiegermutters Küingdorfer Wurzeln nämlich noch um einiges tiefer, als sie selbst gedacht hätte... 

Stadtführungen: 

Ja, das ist in einer Pandemie etwas schwierig. Sagen wir's mal so: Was diesen Punkt angeht, war 2021 doch ziemlich mau. 

Die Schwiegersippe: 

Auch da hat es sehr niedlichen Nachwuchs gegeben, den ich im Stammbaum eintragen konnte. Darüber hinaus hatte ich mir ja vorgenommen, die Vorfahren der Großmutter väterlicherseits meines Mannes zu erforschen, und da bin ich auch ziemlich gut dabei, zumindest in den direkten Linien. Doof nur, dass ich noch nicht alles geordnet im Stammbaum eingetragen habe. Irgendwie standen die Vorfahren meines Mannes nicht ganz so weit oben auf meiner Prioritätenliste. 

Und ansonsten? 

Na ja, es war halt das zweite Jahr in der Pandemie. 

Das hat natürlich auch die Art und Weise der Forschung geprägt. Wenn ich mal von meinen "Teeküchen-Sessions" absehe, war mir der Aufwand, andere Archive zu besuchen, einfach zu groß. Ich bin zwar inzwischen geboostert, aber trotzdem leben wir ja in Zeiten, in denen man nicht genau weiß, welche Regeln in der nächsten Woche gelten werden. Brauche ich dann vielleicht sogar noch einen zusätzlichen negativen Test? Und wenn ich höre, dass ich mich zusätzlich schriftlich anmelden muss, um dann auch noch eine schriftliche Bestätigung abzuwarten, dann ist mir die Lust schon vergangen. 

Das ist das, das ich mir zurückwünsche: Diese Einfachheit. Einfach anrufen, hinfahren, und mit anderen Menschen frei atmend in einem Raum zu sitzen, ohne dass sich alle hinter Masken verschanzen müssen. Einfach so...