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Posts mit dem Label "Uropa Willys Vorfahren" werden angezeigt.

Kirche ohne Namen?

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  Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich 2023 endlich mal meine Forschung in eine sinnvolle Ordnung bringen wollte. Ja, ich bin dabei, und das hier ist ein Teilergebnis dieses hehren Ansinnens.  Dieses Foto habe ich auf meinem alten Rechner gefunden, versteckt in einem Unterordner eines Unterordners eines Unterordners, die alle so bezeichnende Namen tragen wie "Forschung", "Bilder", "Verschiedenes" und (mein Favorit!): " Diverses, muss noch sortiert werden ".   Ich habe das Foto am 15.08.2012 gemacht, also vor ungefähr 12 1/2 Jahren, nachmittags um kurz nach 5. Hätte ich nicht die Fotos davor gesehen, dann hätte ich wahrscheinlich gar nicht mehr gewusst, was für eine Kirche ich denn da überhaupt fotografiert habe, aber inzwischen ist die Erinnerung wieder da.  Ich hatte im Archiv in Brandenburg geforscht und war dabei darauf gestoßen, dass meine Ur-Ur-Großeltern Carl und Sophie Hauffe (geb. Rohde) am 26.10.1881 in Klein Kreutz geheiratet hat...

Wenn das Dorf brennt, dann sollte jemand die Kirchenbücher retten...

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Bei Ur-Opa Willys Teil der Familie bin ich auch wieder ein Stück weiter gekommen, um genauer zu sein, auf der Seite seiner Großmutter Maria Sophia (geb. am 29.11.1804), die eine geborene Bester aus Burg bei Magdeburg war. Maria Sophias Großmutter mütterlicherseits war eine gewisse Maria Catharina Meineke , die einen Johann Joachim Bester geheiratet hatte. Mehr wusste ich bis jetzt allerdings nicht über sie. Bis ich ihren Sterbeeintrag gefunden habe:  Hier ist sie, unter Nr. 56 im Kirchenbuch Unser Lieben Frauen in Burg, gefunden bei Archion.  Schön, dass der Pfarrer die Kinder so ausführlich mit in den Eintrag geschrieben hat, das freut die Forscherin. Fast (aber auch nur fast) hätte ich da vor lauter Kindern doch glatt ihren Geburtsort überlesen. Heißt das... Gerwisch?!   Ein kurzer Check bei google maps hat meine Lesart bestätigt. Das ist das Schöne, wenn man in den Kirchenbüchern der eigenen heimischen Gefilde unterwegs ist - man kennt die Namen. Von einer Stadt n...

Lektion gelernt: Zwillinge (Teil 3)

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Als ich damals anfing, die Linie von meinem nach Ostwestfalen "importierten" Urgroßvater Willy Hauffe zu erforschen, war das, was mir meine Mutter über diesen Teil der Familie sagen konnte, eher rudimentär. Kein Wunder, denn im Grunde kamen alle Informationen, die sie hatte, über ihre Mutter, so dass das bisschen, mit dem ich anfangen musste, aus mindestens zweiter Hand kam. Darunter war auch die Information, dass Willy einen Zwillingsbruder gehabt haben sollte, und zwar Waldemar . Abgesehen davon, dass ich dabei auch damals schon entweder an weißbiertrinkende Sportmoderatoren dachte oder zumindest an kurzbeinige Jagdhunde, die ständig Rücken haben, fand ich den Namen allein schon eher stammbaum-untypisch, obwohl ich zugeben musste, dass ein Zwillingspärchen namens "Willy und Waldi" doch eigentlich nicht ganz unwahrscheinlich klang. Alliteration sei Dank.  Weil ich die Reste seines alten Personalausweises in die Finger bekommen hatte, wusste ich, dass Willy...

Wer war Molly Gyby?

Die drei Seyler-Schwestern aus Charlottenburg hatten nicht nur gemeinsame Eltern, sondern auch eine gemeinsame Patin: In allen drei Taufeinträgen taucht eine Jungfrau bzw. Demoiselle Molly Gyby auf. Einmal wird sie auch " Molli Gibby " geschrieben, aber es dürfte sich um dasselbe Fräulein handeln. Eine verwandtschaftliche Beziehung zu den Seylers oder Blumes habe ich nicht gefunden, also warum wurde sie dann die Patin aller drei Töchter? Sie muss eine irgendwie geartete, aber wohl enge Beziehung zur Familie gehabt haben. War sie vielleicht eine Freundin der Mutter Dorothea Luisa? Der Name "Molly Gyby" ist auf jeden Fall auffällig. Kurz und prägnant. Und so gar nicht berlinerisch... wo kam sie wohl her?

Der Gärtner und seine Blume

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Mein Archion-Abo hat sich schon dadurch bezahlt gemacht, dass ich mir einen Trip nach Berlin ersparen konnte. Denn so schräg ich es als Ostwestfälin auch finde - ich habe tatsächlich Berliner Wurzeln... oder besser: eine zumindest. Als ich vor ein paar Jahren in Brandenburg im Archiv war, habe ich den Heiratseintrag zweier meiner Rohde-Vorfahren im kleinen Dorf Butzow in Brandenburg gefunden. Butzow gehört heute zur Gemeinde Beetzseeheide, wo auch heute keine 700 Leute wohnen. 1   Am 29.10.1820 heirateten dort Johann Andreas Friedrich Rohde , der am 26.10.1791 in Seelensdorf geboren worden war, und eine gewisse Luise Charlotte Christine Elisabeth Seiler 2 . Luise Charlotte Christine Elisabeths Geburtsdatum war nicht angegeben, wohl aber ihr Alter: Demnach war sie circa 1799 geboren worden. Ihr Vater war der Kunstgärtner Otto Friedrich Wilhelm Seiler in Charlottenburg, ihre Mutter war gar nicht genannt. Mehr wusste ich über ihre Herkunft nicht - bis ich auf Archion ...

Carl August Haufe und die Frauen

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Carls Geschichte beginnt eigentlich schon ein paar Monate vor seiner Geburt: Sein Vater, auch ein  Carl  (mit vollem Namen  Carl Traugott HAUFE ) stirbt im Sommer 1836 in Burg bei Magdeburg an Brustwassersucht, mit nur 39 Jahren. Als seine Mutter  Sophie  (geboren als  Maria Sophia BESTER ) Carl dann am 18. Januar 1837, also fünf Monate nach dem Tod ihres Mannes, in Burg Nr. 651 zur Welt bringt, ist nicht nur sein Rufname vorprogrammiert, sondern auch, dass er es als eines von fünf Kindern einer alleinerziehenden Witwe wohl nicht immer leicht haben wird. Es fängt schon damit an, dass er gratis getauft wird. Die finanziellen Mittel sind also knapp. Ob Carl eine Vaterfigur fehlt, jemand, an dem er sich orientieren kann? Wir können es nicht sagen, denn alles, was wir wissen, ist, dass Sophie jedenfalls bis zu ihrem Tod nicht mehr geheiratet hat. Carl ist also das Nesthäkchen. Außer ihm gibt es noch die Brüder  Carl August  Julius , Ca...

Forschungstrip nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg Teil 2: Spaziergang durch Burg

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Um es vorwegzunehmen: Nach dem ersten Teil dieses kleinen Reiseberichts haben mich einige Leute gefragt, warum ich mich nicht auf sämtliche Zehenspitzen gestellt und einfach über das Tor hinüberfotografiert habe ("Sogar mit 1,62 m müsste sich das doch eigentlich machen lassen!"). Die einfache Antwort lautet: "Ich würde ja auch auch nicht wollen, dass das jemand bei mir macht!" Abgesehen davon hatte ich keine Lust, uniformierten Freunden und Helfern erklären zu müssen, was ich denn da bitte schön treibe. Wie gesagt, die Schulstraße ist eine sehr enge und noch immer auch eine sehr bewohnte Straße. Ich konnte genau hören, welche Anwohner gerade die Tagesschau guckten. Die Wahrscheinlichkeit, dass, genau in dem Moment, in dem ich versuche, ein gutes (= nicht übermäßig verwackeltes) Foto zu bekommen, ein Nachbar aus seinem Fenster guckt, weil ihn die Berichterstattung über die Euro-Krise langsam nervt, war also nicht gerade gering. Gut, das Haus schräg gegenüber wäre...

Forschungstrip nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg - Teil I: Clausewitz, Fontane und mein Uropa...

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Ich habe es nun endlich geschafft, meinen lange gehegten Plan vom Forschungsurlaub in Sachsen-Anhalt und Brandenburg auch tatsächlich in die Tat umzusetzen, wenn auch nur für ganze dreieinhalb Tage. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Es war ein sehr ereignisreicher Trip, in mehr als einer Weise. Was mich bis jetzt immer davon abgehalten hatte waren die langen Vorlaufzeiten, auf die man sich einstellen muss, wenn man das Kirchenarchiv der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg heimsuchen möchte: mindestens vier Monate kann man dort einplanen. Ich hatte nun aber einen Archivplatz für den 13. und den 14. August ergattert, und das sogar relativ kurzfristig, weil man ein zusätzliches Lesegerät angeschafft hatte und deshalb Zusatzplätze vergeben konnte. Um auch ja gaaaanz pünktlich montags um 08.30 Uhr im Archiv zu sein, hatte ich mich entschlossen, mich schon am Sonntag nachmittag auf den Weg zu machen und mich am Sonntag abend noch ein bisschen in Burg, dem Geburtsor...