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Donnerstag, 19. Mai 2022

Sooo viele Schwentkers...

In den letzten Wochen war ich wieder verstärkt in Neuenkirchen unterwegs. Also nicht in Neuenkirchen selbst, sondern in den Kirchenbüchern. Da werde ich auch in Zukunft noch einiges zu tun haben, nicht nur, was meinen eigenen Stammbaum betrifft, sondern auch, was den meines Neffen angeht. Der hat über seine Speckmann-Vorfahren nämlich ziemlich tiefe Küingdorfer Wurzeln, wenn auch jetzt, im zarten Alter von gerade mal einem Jahr, noch nichts davon ahnt. Trecker sind da viel interessanter... Ich werde aber hier wohl demnächst noch eine Seite einfügen müssen, auf der ich seine direkten Vorfahren mal aufliste. Also mit Ausnahme derjenigen, die noch leben. Sooo weit geht mein Mitteilungsbedürfnis dann doch nicht. Aber wer weiß - vielleicht hat ja jemand Anknüpfungspunkte?

Was noch warten muss, ist das, was ich für mich den "Rattenschwanz" nenne: Im Kirchspiel Neuenkirchen gab es diverse Schwentker-Familien, die ich bis jetzt noch nicht zusammengesetzt habe und bei denen ich auch noch keine konkreten Verbindungen zu meinen Wertheraner Familien gefunden habe (letzteres hauptsächlich, weil ich auch noch nicht danach gesucht habe). Dass da irgendein Zusammenhang besteht, liegt aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auf der Hand, denn Suttorf grenzt ja direkt an Theenhausen. Falls sich schon einmal jemand die Mühe gemacht hat, dann kann er/sie es mich ja wissen lassen - ich muss das Rad hier nicht neu erfinden, denn es sind nicht meine direkten Linien. Vielleicht kann ich meinen Rattenschwanz dann ja ein bisschen abkürzen, wenn ich weiß, wo ich suchen muss. Die Geburten sind ja nie wirklich das Problem, sondern die Sterbeeinträge...

Aber eine Sache werde ich in Neuenkirchen in diesem Sommer auf jeden Fall noch machen: Ich möchte im Kühlen Grund am Teich sitzen und ein schönes kaltes Getränk genießen! Wie sich herausgestellt hat, ist das nämlich auch eine Schwentkersche Familientradition...

 

Dienstag, 29. März 2022

Auch Häuser können Geschichten erzählen!

Dieses Haus hier zum Beispiel: 


Hier wohne ich, und ich wohne hier auch gerne. 

Früher lautete die Adresse "Eggeberg 30", und die Einfahrt, aus deren Richtung dieses Foto hier aufgenommen wurde, lag auf der anderen Hausseite. 

Wie alt das Haus genau ist, können wir gar nicht sagen, denn wir haben keine Unterlagen darüber. Es dürfte aber so um 1900 herum gebaut worden sein, vielleicht sogar etwas früher. Allerdings war es nie als Wohnhaus gedacht

Rechts neben dem Haus befindet sich das Mundloch vom alten Katharinenstollen. Ja, in Eggeberg wurde mal Kohle abgebaut. Hoffen wir mal, dass es nicht wieder so weit kommen muss, denn wirklich einträglich war der Abbau nicht - eher im Gegenteil. Trotzdem ist ein Teil der Geschichte geblieben. Die Fotos, die man bei wikipedia findet, sind allerdings nicht mehr aktuell, die Mauer sieht inzwischen ganz anders aus. 

Links am Gebäude, da, wo mein Auto unter dem Carport steht, befindet sich noch heute der alte Kohlenbunker mit den Schütten direkt über dem Dach vom Carport. Früher haben sie die Kohle mit Loren durch unseren heutigen Garten gekarrt. 

Ein Teil meiner Schwiegerfamilie, um genauer zu sein: die Speckmanns aus Küingdorf, waren ab den 1920ern hier ansässig. Zuerst Heinrich, dann Walter. Da hatte man den Bergbau schon aufgegeben, und im rechten Gebäudeteil (niedriger als das "Haupthaus" und aus Sandstein) befand sich dann die Speckmannsche Schmiede. Irgendwann lohnte sich die Schmiederei wohl nicht mehr, jedenfalls ist mit diesem Gebäudeteil nicht mehr viel passiert. Nur noch ein Teil ist überdacht und dient mehr oder weniger als Unterstand für unsere Mülltonnen, und vom Rest stehen nur noch die Grundmauern. Eigentlich schade, aber wir haben auch so genug Platz. 

Man kann sich denken, dass dieses Foto mit seinem blühenden Fliederbaum nicht ganz aktuell sein kann, denn schließlich haben wir gerade mal Ende März. Das hat schon seinen Grund: Zum einen wollte ich ein Foto bei Sonnenschein mit gutem Wetter. Und zum anderen sieht der Kohlenbunker mit dem Carport im Moment doch etwas ramponiert aus. Beim letzten heftigen Sturm hat es nämlich das Metalldach, das mein Mann und sein Vater liebevoll in luftiger Höhe angebracht hatten, weil die Betondecke im Bunker nicht mehr ganz dicht ist, mitsamt der Holzbalken vom Kohlenbunker heruntergeweht. Das war kein schönes, aber dafür ein sehr lautes  Geräusch, und es hat uns auch einen gehörigen Schrecken eingejagt... da müssen wir dann im Sommer wohl nochmal bei, wie man hier so schön sagt. Außerdem ist auf dem Foto gerade der Rasen so schön frisch gemäht. 

Am drolligsten finde ich am Haus, dass es hinten anders aussieht als vorne. Vorne haben wir die Klinker, aber die Rückseite besteht aus dem gleichen gelben Sandstein wie die Schmiede. 

Ich muss wirklich mal ein bisschen weiter forschen. Vielleicht finde ich ja irgendwo noch alte Bilder?