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Krupps Mariechen

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Katharine Marie Schwentker , geboren am 18.07.1867 in Wallenbrück Nr. 33 , war die älteste Schwester meines Urgroßvaters Hermann Heinrich Schwentker . Zwischen den beiden lagen ungefähr fünfeinhalb Jahre, und während die Erinnerung an Uropa Schwentker zumindest bei meinem Vater noch ziemlich lebendig war, ist Marie im Laufe der Jahre zumindest in unserem Zweig der Familie in Vergessenheit geraten. Es ist also an der Zeit, das zu ändern.  Als Marie am 9. Juni 1894 in Wallenbrück den Fabrikarbeiter Peter Heinrich Rottmann aus Bardüttingdorf heiratete, wohnten die Schwentkers schon nicht mehr in Wallenbrück Nr. 33, sondern in Bardüttingdorf Nr. 13 . Als Beruf ist bei Marie "Dienstmagd" angegegeben. Bei beidem sollte es nach der Heirat nicht bleiben.  Heinrich Rottmann lebte bereits 1894 als Fabrikarbeiter in Essen , und dorthin zog dann nach der Hochzeit auch Marie. Die beiden lebten im Stadtteil Segeroth in der Schlenhofstraße Nr. 64 .  Das ist eine Adresse, die heute nic...

Die oftmals unterschätzte Kunst der Ad-hoc-Hochzeit: Auch eine Familientradition!

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Ich weiß noch genau, was ich heute vor fünf Jahren gemacht habe: "Ja" gesagt, im Haller Standesamt, mit ganz wenigen Leuten dabei und einem großen Hund. Ich weiß auch noch genau, wo ich gestern vor fünf Jahren war: Auch im Standesamt. Zur Vorbesprechung. Wir waren da etwas kurzentschlossen. Und als die Standesbeamtin sagte, dass sie nur noch am nächsten Tag da wäre und danach erstmal für diverse Wochen im Urlaub, da war es klar: "Ach, morgen passt. Elf Uhr ist in Ordnung!"  Wir sind heute noch froh, dass wir es so gemacht haben, wie wir es gemacht haben. Kein Ins-Kleid-Hungern, keine Platzkärtchen, und keine Bedenken, ob unser Musikgeschmack denn auch mit dem unserer Verwandtschaft übereinstimmt. Über meinen Ehering habe ich hier ja schon einmal was erzählt. Und der befindet sich bis heute nicht ohne Grund an meinem Finger.  Wenn ich aber so in meiner Familie über die Generationen zurückgucke, dann bin ich nicht die einzige, die Knall auf Fall geheiratet hat. Eine ...

Vortrag über den Volksbund

Gestern Abend habe ich mir den Vortrag von Jana Moers über den Volksbund e.V. beim Ahnenforscher Stammtisch Unna angeguckt und angehört, und zwar per Zoom. Inzwischen funktioniert das besser, als ich vor einem Jahr gedacht hätte. Wahrscheinlich, weil wir nun alle wissen, wie's geht. Ich muss allerdings gestehen, dass ich schlicht zu faul war, den Rechner zu wechseln, damit ich mich per Kamera und Mikro dazu schalten konnte. Ging aber auch so.  Ich habe den Volksbund bei Facebook abonniert und bin deshalb über die aktuellen Ereignisse einigermaßen im Bilde. Was mir aber auch nicht klar war: Es werden auch heute noch jedes Jahr die sterblichen Überreste von ungefähr 20.000 bis 25.000 Leuten gefunden, die dann einem Namen zugeordnet werden müssen. Eine unglaubliche Zahl, oder?  Deshalb werden auch immer wieder neue Daten in die Gräbersuche online eingepflegt.  Soll heißen: Es lohnt sich, ab und an mal wieder zu checken, ob die Leute, die man sucht, inzwischen nicht gefun...

Memorial Day vs. Europäischer Realismus

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Als ich heute Morgen meine Facebook -Seite aufmachte, merkte ich ziemlich schnell, dass meine amerikanischen Freunde ihren morgigen Memorial Day feiern. Überall Schwarz-weiß-Fotos von ernst blickenden Menschen in Uniform, versehen mit Geburts- und Sterbedaten, und oft fielen auch die Worte "hero" und "died for his country" . Ach ja, und gefeiert wird mit Barbecue und Feuerwerk. Ziemlich amerikanisch eben. Unser Volkstrauertag sieht ja doch ein bisschen anders aus. Fast hätte ein Bild von Uropa Heinrich Sickendiek hochgeladen, mit dem Kommentar:  "Das ist mein Urgroßvater Heinrich Sickendiek (1892-1915). Er wurde nur 23 Jahre alt. Ich habe keine Ahnung, ob er ein Held war oder ob er im größten Schlachtgetümmel am liebsten einfach wieder nach Hause zurückgelaufen wäre. Ich bin mir aber sicher, dass er nicht für sein Land gestorben ist, sondern im Grunde... für nichts und wieder nichts. Höchstens für eine gescheiterte Außenpolitik." Zynis...

1. Weltkrieg: Teilnehmer aus der Stadt Werther, Nachname mit "A":

(aus: "Das Kirchspiel Werther und der Krieg von 1914-1918") Nachname, Rufname, Beruf, Hausnummer, Dienstzeit, Dienstgrad Anführungszeichen (") zeigen Brüder an.  Abendroth , Heinrich, Schlosser, Nr. 190, 1914-1918, Sergeant Abt , Karl, Schmiedemeister, Nr. 15, 1914-1918, Gefreiter Allrogge , Heinrich, Tischler, Nr. 57, 1915-1916 (gefallen), Musketier      "        , Hermann, Sattler, Nr. 57, 1916-1917, Schütze

Das Kirchspiel Werther und der Krieg 1914-1918

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Wenn sich der Beginn des Ersten Weltkriegs in diesen Tagen zum hundertsten Mal jährt, dann kann (und will!) ich das natürlich auch hier im Blog nicht unberücksichtigt lassen. Dazu ist das Thema einfach zu wichtig! Ein wahrer Fundus an Informationen für Heimat- und Familienforscher ist das Buch "Das Kirchspiel Werther und der Krieg 1914-1918" , das sich wahrscheinlich noch auf vielen Wertheraner Dachböden finden lässt - wenn man sich denn die Mühe macht, danach zu suchen. Das Buch wurde 1920 bei Bertelsmann gedruckt, und zwar "Zum dankbaren Gedenken an unsere Gefallenen und Kriegsteilnehmer" . Jeder dieser Kriegsteilnehmer, der diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts überlebt hatte, bekam ein Exemplar, so auch mein Urgroßvater in der väterlichen Linie, Hermann Schwentker . Hermanns Exemplar habe ich hier bei mir, auch wenn es nicht mehr wirklich gut erhalten und in mehrere Teile auseinander gefallen ist (ich muss es wirklich unbedingt neu binden lassen!). I...

Ostwestfalen im Schlachtgetümmel?

Heute vor 200 Jahren tobte bei Leipzig die sog. Völkerschlacht . Über 600 000 Menschen versuchten, sich gegenseitig zu töten. Ein Sechstel der Soldaten wurde getötet oder zumindest verwundet. Es war die bis dahin größte Schlacht, die die Menschheit je gesehen hatte, und für die nächsten 100 Jahre würde sie es auch bleiben. . Dass Preußen und seine Alliierten gewannen ( kann es bei einer solchen Schlacht überhaupt einen Sieger geben? ), war der Anfang vom Ende Napoleons, was auch Auswirkungen auf die Gegend hier hatte. Werther und Halle mussten nicht mehr als "geteilte" Städte (zwischen dem Königreich Westphalen einerseits und Frankreich andererseits) ihr Dasein fristen. War vielleicht einer meiner Vorfahren im Schlachtgetümmel dabei? Es könnte gut sein. In Betracht kommen wohl hauptsächlich diejenigen, die zwischen 1780 und 1795 geboren sind, vielleicht auch ein oder zwei Jahre jünger. Und das sind in meinem Stammbaum eine ganze Menge. Außerdem stellt sich die Frage, für...