Wie es aussieht, bekommen wir ja dieses Jahr einen richtig schönen Sommer, jedenfalls wenn es so weiter geht wie bis jetzt. Während ich mich trotzdem ins Haus verzogen habe, um ein bisschen an Werthers Gedächtnis herumzueditieren, während in der ARD "Trooping the Colour" läuft (Lisbeth trägt dieses Mal auch passend zum Wetter himmelblau) und Rolf Seelmann-Eggebert und Co. ab und an auch noch mal auf die Hochzeit von Harry & Meghan zu sprechen kommen, kam mir plötzlich eine Frage:
Wer heiratet eigentlich im Winter? Im Sommer ist das Wetter doch wesentlich besser...?!
Die Antwort habe ich im Grunde direkt vor mir liegen: Entweder die, denen es egal war, oder die, die es mussten.
Zur ersten Gruppe gehörten meist diejenigen, bei denen es sich nicht um die erste Eheschließung handelte und die nicht mehr zur gesetzteren Generation zu zählen waren, also meist so ab 40 aufwärts. Das gilt umso mehr, wenn auch die Gattin schon die Menopause erreicht hatte.
Zur zweiten Gruppe (und das ist für mich eigentlich die interessantere) zählen diejenigen, die sich aus "gesellschaftlichen Gründen" nicht allzu lange Zeit lassen konnten mit der Eheschließung - wenn eine unverheiratete Frau im Dezember merkte, dass sie schwanger ist, dann ließ sie sich meist nicht gerade bis Juni Zeit, um mit dem Kindsvater in den Ehestand zu treten: Da war eine Hochzeit bei unwirtlichem Wetter im Januar oder Februar einem unehelichen Kind in den allermeisten Fällen vorzuziehen... die Gerüchteküche dürfte trotzdem gebrodelt haben. Machen wir uns da doch mal nichts vor. Das hat sich bis heute nicht geändert.
Bei dieser Gruppe habe ich mir übrigens angewöhnt, die Taufregister ab dem Zeitpunkt nach dem ersten Kind zu durchforsten - in den allermeisten Fällen habe ich es dann auch ziemlich schnell gefunden ;-) Nicht, dass mir da noch ein Kind entgeht...!
In den letzten Jahrzehnten hat sich übrigens noch eine dritte Gruppe herauskristallisiert, die es so in den Jahrhunderten davor nicht gab: Diejenigen, die gemerkt haben, dass man rückwirkend die Steuervorteile für das gesamte vergangene Jahr geltend machen kann, selbst wenn man gerade noch auf den letzten Sticken am 31. Dezember vor den Standesbeamten tritt. Aber das ist, glaube ich, noch mal eine ganz andere Geschichte...
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Samstag, 9. Juni 2018
Samstag, 9. Dezember 2017
Schwarze Schafe: Die Hinrichtung des Daniel Philipp Gehring
Ja, die Wertheraner Gehrings waren nicht durchgängig respektable Leute... es gab auch ein richtig schwarzes Schaf darunter: Daniel Philipp Gehring, Räuberhauptmann und Ausbrecherkönig. So nennt ihn jedenfalls Dr. Jochen Rath in seinem Artikel, den er auf den Seiten des Bielefelder Stadtarchivs eingestellt hat (hier ist der Link).
Daniel Philipp Gehring wurde am 6. Dezember 1782 auf der Bielefelder Galgenheide durch den Strang hingerichtet. Er war damit, nach den Rennebaum-Brüdern, nach meiner Kenntnis der dritte Wertheraner, der in Bielefeld exekutiert wurde.
Dieser Herr Gehring gehört zwar nicht zu meinen direkten Vorfahren, und ich arbeite auch noch daran, diese Gehring-Familie zu erforschen (wie schon öfter mal erwähnt: Werther wimmelte nur so von Gehrings). Vielleicht kann ich ihn ja eines schönen Tages noch mit meinem Stammbaum verknüpfen, wer weiß? Die Geschichten von den schwarzen Schafen im Stammbaum sind ja eigentlich immer noch die interessantesten...
Daniel Philipp Gehring wurde am 6. Dezember 1782 auf der Bielefelder Galgenheide durch den Strang hingerichtet. Er war damit, nach den Rennebaum-Brüdern, nach meiner Kenntnis der dritte Wertheraner, der in Bielefeld exekutiert wurde.
Dieser Herr Gehring gehört zwar nicht zu meinen direkten Vorfahren, und ich arbeite auch noch daran, diese Gehring-Familie zu erforschen (wie schon öfter mal erwähnt: Werther wimmelte nur so von Gehrings). Vielleicht kann ich ihn ja eines schönen Tages noch mit meinem Stammbaum verknüpfen, wer weiß? Die Geschichten von den schwarzen Schafen im Stammbaum sind ja eigentlich immer noch die interessantesten...
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