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Mauerfall und Kirchenbücher

Ich habe gestern auch vor dem Fernseher gesessen und mir die Übertragung aus Berlin zum 25. Jahrestag des Mauerfalls angesehen. Schade, dass auf diesen Überschwang der Gefühle damals gleich wieder so viel Pessimismus und Nörgelei folgten. Wenn ich mir da etwas wünschen könnte, dann dass wir uns ein bisschen von dieser Aufbruchstimmung hätten bewahren können.
Peinlich ist nur, dass ich den Mauerfall damals glatt verschlafen habe. Aber was soll ich sagen? Ich war gerade 16 geworden und hatte am nächsten Tag Schule. Wo es natürlich auch nur ein Thema gab... :-)
Was mir in diesem Moment damals gar nicht so bewusst war: Ich musste ja auch noch Verwandte "im Osten" haben. Logisch - mein Uropa kam ja auch aus Burg bei Magdeburg. Und waren nicht mal so alte Leute von "drüben" bei Oma und Opa zu Besuch...?
Inzwischen weiß ich über diesen Teil der Verwandtschaft ein bisschen mehr. Und in der nächsten Woche hoffe ich, noch ein wenig mehr darüber herauszufinden, denn dann geht es wieder einmal Richtung Osten - Forschen im Magdeburger Archiv, wenn auch nur für zwei Tage. An die Kirchenbücher wäre ich ohne den Mauerfall wahrscheinlich nicht herangekommen und würde immer noch im Dunklen tappen, was immerhin ein Achtel meines Stammbaums ausmacht. Aber so kann ich nach Herzenslust stöbern.
Drückt mir mal die Daumen, dass ich es schaffe, herauszufinden, wer denn nun die erste Frau von Ur-Ur-Opa Carl Haufe war, von der er sich hat scheiden lassen. Und ob es aus der Ehe auch noch Kinder gab?
Ich bin schon sooooo neugierig!

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