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Die B-Probe

Und wieder bekomme ich Mails von MyHeritage. 

Dieses Mal geht es nicht um wilde Verwandtschaftstheorien (die kommen übrigens immer jeden Dienstag Nachmittag; die von heute war auch wieder ziemlich absurd), sondern um die DNA-Probe, die ich im letzten Jahr eingeschickt hatte.  

Wir erinnern uns: 

Man gibt pro Person zwei Proben ab. Eine wird untersucht, die andere dient quasi zur Sicherheit. Wie bei einer Doping-Probe. 

Nun teilt mir MyHeritage mit, dass meine "B-Probe" zum 31. Dezember vernichtet wird, es sei denn... es sei denn, ich erkläre mich bereit, 149,- Euro zu berappen. Dann wird man meine Probe noch zehn Jahre lang aufbewahren. Und weil ich ja die Herrin über zwei B-Proben bin (der Familienforschungsmuffel hatte genauso das Wattestäbchen geschwungen wie ich), würde man mir auf die zweite Probe großzügigerweise noch 20 % Rabatt geben. 

Das wären dann 268,20 EUR dafür, dass jemand zwei abgeknickte Wattestäbchen mit Spucke aufbewahrt. 

Begründung: Die B-Probe könne man ja verwenden, wenn ich nochmal getestet werden wolle, wenn neue "DNA-Produkte oder -Dienstleistungen in [meinem] Land verfügbar" seien. Das dann gegen eine weitere Gebühr, natürlich.

Ja nee, is' klar. Wenn ich nochmal einen Test bei MyHeritage machen will, dann nehme ich lieber ein neues Wattestäbchen. Ist billiger.

 

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