Donnerstag, 1. Januar 2026

Ein frohes Neues! oder: Der Plan für 2026

(c) Flora Luna Seven bei pixabay


Dieselbe Prozedur wie im letzten Jahr: Ich sitze hier und überlege, was ich denn gerne machen und erforschen würde in den nächsten zwölf Monaten. Und während ich hier so vor mich hin denke, fängt es draußen leicht an zu schneien. 

Ja, ich hätte nichts gegen ein etwas magisches 2026, eins, in dem wir insgesamt bessere Laune haben und uns nicht immer nur durch die ganzen schlechten Nachrichten, die zweifelsfrei auch in diesem Jahr kommen werden, den Blick auf das verstellen lassen, was gut ist auf dieser Welt. Ist zwar leichter gesagt als getan, aber manchmal hilft da auch ein Blick in die Vergangenheit, um die Gegenwart wieder schätzen zu lernen. 

(War das nicht ein genialer Übergang zum eigentlichen Thema?) 

In den früheren Jahren war es ja immer so, dass ich mir entweder eine hübsche To-Do-Liste gemacht habe (von der ich dann vielleicht so etwas mehr als die Hälfte der Dinge abhaken konnte), oder dass ich mich stumpf geweigert habe, mir einen Plan zu machen. Dieses Jahr wird irgendwo dazwischen liegen. 

Klar, ich will an Werthers Gedächtnis weiterarbeiten und auch die Geburten von 1915 eintragen. Das ist irgendwie auch mein kleines genealogisches Ritual geworden, und Geburten machen an sich immer Spass, auch wenn ich wieder diverse Vermerke finden werde, wenn welche von den Jungs, die ja im vollen Ersten Weltkriegsjahr geboren sind, den Zweiten Weltkrieg nicht überlebt haben. Ich bin schon ein bisschen neugierig, Werthers neuen Stadtarchivar dann auch mal in persona zu sehen und nicht nur in der Zeitung. Und die letzten schwarzen Ordner werden dann wohl auch verschwinden und Platz für Neues machen, wenn auch mit ein bisschen Wehmut, aber hey - Veränderung ist Teil der Geschichte. Und das ist auch völlig in Ordnung so. 

Was noch passieren wird: Ich werde mir Uropa August Gehrings Entnazifizierungsakte zu Gemüte führen und das Beste hoffen. Die Entnazifizierungsakten für den alten Kreis Halle sind im Gegensatz zu denen aus Bielefeld noch nicht in digitalisierter Version online, aber das wird wohl im Laufe des Jahres noch passieren, und dann werde ich gucken, ob ich mein Bild von August revidieren muss. Ich war ja überrascht, dass es überhaupt eine gibt, auch wenn ich weiß, dass seine Tochter, also meine Großmutter, ja den Nazis gegenüber nicht ganz abgeneigt war (ich weiß nicht, bis zu welchem Grad, deshalb formuliere ich das eher vorsichtig, und ich wüsste nicht, wen ich fragen könnte, um das genauer herauszufinden). Butter bei die Fische. Wenn es so war, dann war es so. 

Und ansonsten? Lose Enden verknoten, wo es geht, und mal gucken, was das Jahr so bringt. Kein Druck, mehr Spass haben - und die Fußball-WM zum Editieren nutzen. 

Kein schlechter Plan, denke ich.  

Euch allen ein wunderschönes neues Jahr 2026!  

 

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