Dumpster-Diving
Vor ein paar Jahren habe ich hier mal über mein liebstes und am meisten gebrauchtes Erbstück geschrieben: Den Papierkorb meines Großvaters. Der steht auch heute noch in meinem Büro und leistet mir gute Dienste. Eine Etage weiter oben im Haus steht noch ein anderes Exemplar, nichts besonderes, einer von Ikea, wie er wahrscheinlich in Millionen deutscher Haushalte rumsteht. In diesem Papierkorb enden dann die Blätter mit meinen handschriftlichen Notizen für Werthers Gedächtnis, sobald ich sie in eine digitale Form gebracht habe. Zumindest sollte das so sein. Am Wochenende hat mir der Familienforschungsmuffel beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mir war ein Stapel mit noch unbearbeitenden Blättern runtergefallen. So ungefähr 40 oder 50 Blatt. Auf den Boden, und natürlich genau an die einzige Stelle in unserem relativ kleinen Wohnzimmer, an die man nicht ganz so einfach dran kommt. Okay, präziser: an die ich mit meinen kurzen Armen nicht drankomme, ohne ...