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Posts mit dem Label "Familienforschungsmuffel" werden angezeigt.

Der "Orientale" gehört der Vergangenheit an...

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  ... wenn es ihn den je gegeben haben sollte.  Nein, der Familienforschungsmuffel als solcher ist natürlich noch da. Wir haben einen weiteren Frankreichrundtrip mit kurzen Abstechern auf das Matterhorn und ins Aostatal überstanden, und wer weiß, wie sehr ich Berge liebe ( Ironie off ), dann kann man ungefähr erahnen, dass unsere Beziehung auch nach 30 Jahren noch einiges verträgt. Sogar die dicke Frau auf dem hohen Berg.  Zurück zum "Orientalen".  Wir erinnern uns: In der ersten Ethnizitätsschätzung , die MyHeritage jemals für den Familienforschungsmuffel gemacht hat, tauchte noch eine milde Wahrscheinlichkeit auf, dass da 0,8 %  "orientale Vergleichs-DNA" im Spiel sein könnte.  Faustregel: Wenn MyHeritage selbst sagt, dass es wahrscheinlich nicht so ist, dann ist es wahrscheinlich auch nicht so. Diese 0,8 % sind nun in der zweiten Ethnizitätsschätzung komplett verschwunden.  Hatte ich mir ja irgendwie gedacht...  Stattdessen haben wir nun:...

Trichter statt Wattestäbchen

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Ich konnte es nicht lassen und habe mir selbst ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht: Den DNA-Test von Ancestry . Mit Veranlagungen.  Wir erinnern uns:  Vor ungefähr einem Jahr war es schon einmal über mich gekommen und ich habe mein Wattestäbchen an MyHeritage geschickt, mit der Folge, dass die Auswertung meiner DNA ergab, dass ich zu immerhin 8,2 Prozent genetisch gesehen skandinavisch bin . Sein soll. Was auch immer. Und das konnte ich mir nicht erklären. Irgendwie hat mich dieser Gedanke aber nicht losgelassen. Und dann kam mal wieder ein Sonderangebot meines Weges, und ich dachte, "Hmmm.... vielleicht sollte ich mal einen Vergleich einholen?"  Dieser Vergleich liegt nun auf meinem Schreibtisch, immerhin hübsch weihnachtlich verpackt. Kleine Warnung an alle, die darüber nachdenken, so ein Teil zu Weihnachten zu verschicken: Ansonsten kommt das Teil unverpackt, man kann also direkt sehen, was der Postbote bringt.  Dieses Mal ist kein Wattestäbchen dabei, sonder...

Dumpster-Diving

Vor ein paar Jahren habe ich hier mal über mein liebstes und am meisten gebrauchtes Erbstück geschrieben: Den Papierkorb meines Großvaters. Der steht auch heute noch in meinem Büro und leistet mir gute Dienste.  Eine Etage weiter oben im Haus steht noch ein anderes Exemplar, nichts besonderes, einer von Ikea, wie er wahrscheinlich in Millionen deutscher Haushalte rumsteht. In diesem Papierkorb enden dann die Blätter mit meinen handschriftlichen Notizen für Werthers Gedächtnis, sobald ich sie in eine digitale Form gebracht habe.  Zumindest sollte das so sein.  Am Wochenende hat mir der Familienforschungsmuffel beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht.  Mir war ein Stapel mit noch unbearbeitenden Blättern runtergefallen. So ungefähr 40 oder 50 Blatt. Auf den Boden, und natürlich genau an die einzige Stelle in unserem relativ kleinen Wohnzimmer, an die man nicht ganz so einfach dran kommt. Okay, präziser: an die ich mit meinen kurzen Armen nicht drankomme, ohne ...

Umsonst (aber nicht draußen)

Ich sitze mal wieder über den Vorfahren des Familienforschungsmuffels.  Eigentlich hatte ich das gar nicht geplant; meine Priorität liegt eher darin, irgendwann mal meine ganzen Notizen bei Werthers Gedächtnis eingearbeitet zu haben (man wird ja noch träumen dürfen). Doch dann sah ich diese Mail von MyHeritage, dass man sich noch bis zum 06.10.24 anlässlich des Tages der Deutschen Einheit diverse Unterlagen umsonst angucken kann...  Das war der Moment, in dem ich dachte, dass ich doch mal die Suchfunktion nutzen könnte, um beim rheinländischen Teil der Vorfahren des Familienforschungsmuffels noch ein bisschen weiter zu kommen. Ein Abo bei denen habe ich ja bis heute nicht. Gesagt, getan, ich sichte im Moment Sterbeeinträge der Familie Kemmerling bzw. Kämmerling ...   

Update: Von Nicklichkeiten und Arbeitskreisen

Ich denke, es ist mal Zeit für ein kleines Update.  In den letzten Monaten war ich ja doch ziemlich ruhig hier, und das lag schlicht und einfach daran, dass ich relativ wenig Genealogisches gemacht habe. Okay, ich habe immer mal wieder ein bisschen an Werthers Gedächtnis rumeditiert, und ich habe auch ein bisschen mitgeholfen, die Hägeraner Schulchronik zu transkribieren (ist schon interessant zu lesen, wie das Schulgebäude, in dem ich immerhin die erste Klasse verbracht habe, zustande gekommen ist), aber wirklich geforscht habe ich eigentlich... nicht.  Ab und zu muss man auch mal Pause machen. Familienforschung ist ja kein Sprint, aber ein ziemlicher Marathon. Allerdings einer ohne konkretes Ziel. Der Grund, warum ich nicht allzuviel geforscht und gewerkelt habe, ist eigentlich ein ganz schnöder:   Vorab gesagt:  Wesentlich vereinfachen wird sich die Arbeit an Werthers Gedächtnis dann, wenn ich es komplett in digitaler Form vorliegen habe und dann auch nur noch a...

Zu 0,8 % Orientale...

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... ist der Familienforschungsmuffel, wenn es nach seiner DNA geht. Das sagt zumindest MyHeritage.  Ich war ja doch ein bisschen baff. Wie konnte mir mein Göttergatte das während der letzten knapp 28,5 Jahre nur verschweigen...?    Na ja, wenn man den Schieber bei der Zuverlässigkeit der ethnischen Gruppen auf "mittel" setzt, dann sind die 0,8 % auch schon wieder verschwunden. Schade, vielleicht hätte sich ja in seiner Kuckelkorn-Linie eine entsprechende Überraschung gefunden. ;-) Andererseits, vielleicht findet sie sich ja doch noch...? Wenn ich als Forscherin eines gelernt habe, dann das, dass man niemals nie sagen sollte. Ich arbeite da lieber mit Wahrscheinlichkeiten. Sagen wir also: Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass mein Mann orientalische Vorfahren hatte, für äußerst gering. Aber wie kommt diese Zahl dann überhaupt zustande? Ich glaube, ich muss mich da noch ein bisschen mehr in diese DNA-Sache reinfuchsen.  Was ich mir dagegen erklären kann, ist der hohe ...

Es kam so über mich...

Eigentlich habe ich mich ziemlich gut geschlagen, was diesen ganzen elenden Black Friday-Hype angeht. Ich habe sehr, sehr viele Angebote in meinem E-Mail-Postfach gelöscht, ohne auch nur reinzugucken.  Viele, aber nicht alle.  Bei MyHeritage bin ich tatsächlich schwach geworden: DNA-Analyse für 33,00 EUR. Könnte daran liegen, dass mich Covid nun nach dreieinhalb Jahren doch noch erwischt hat. Könnte auch daran liegen, dass ich neugierig bin, was mir die DNA des Familienforschungsmuffels über die Herkunft seiner Vorfahren verraten kann. Ist da jetzt was Französisches dabei oder nicht?  Kurzum: Ich habe den Familienforschungsmuffel gefragt, ob er sich vorstellen könnte, mir eine DNA-Probe zu geben. Ich hatte ja eigentlich damit gerechnet, dass er die Notwendigkeit schlicht nicht einsieht. Er ist halt einer dieser Menschen, die sehr genau wissen, wer sie sind, ohne dass sie ihre eigene DNA dazu zu Rate ziehen müssen.   Die Antwort, die ich dann mit einem verschmitzten G...

Rechtsbehelfsbelehrung aus Eschweiler

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Ach ja, unsere deutsche Bürokratie.   Wir erinnern uns: Nach einem netten Telefonat mit dem Standesamt Eschweiler weiß ich nun, dass der Familienforschungsmuffel Clermont-Vorfahren hat. Um in dieser Linie weiter zu kommen, warte ich aber noch auf die Kopien zweier Einträge aus dem Standesamtsregister von Dürwiß , das inzwischen nach Eschweiler eingemeindet ist.  Als Forscherin freue ich mich ja, wenn ich Post vom Standesamt bekomme. Ja, letzten Endes sogar dann, wenn es nur ein Gebührenbescheid ist, weil ich weiß, dass es jetzt weiter geht ( ist halt alles eine Frage der Perspektive, nicht wahr? ). Ich frage mich nur, warum man alles immer so kompliziert machen muss... Ich meine jetzt noch nicht einmal, dass ich nach dem netten Telefonat den Traueintrag noch einmal separat per Mail ordern musste. Das ist ja völlig in Ordnung, damit die Stadt Eschweiler im Zweifelsfall etwas Schriftliches in der Hand hat. Aber wenn man die schriftliche Bestellung schon zu dem Zeitpunkt im Post...

Vielleicht war er ja noch nicht richtig tot...?

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Der Großvater mütterlicherseits des Familienforschungsmuffels war Friedrich Wilhelm Schwartz aus Kohlscheid bei Aachen . Wilhelm war sein Rufname, er war Bergmann , und mit Franziska geb. Derix verheiratet.  Das Kohlscheider Wappen: Drei Schlägel als Symbole des Bergbaus. Laut dem einzigen Onkel meines Mannes auf mütterlicher Seite sollte Wilhelm im November 1916 in Kohlscheid geboren worden sein. Und in Kohlscheid soll er auch gestorben sein. Nach der onkelschen  Erzählung soll er aus dem Krankenhaus gekommen und mit den Worten "Ich gehe jetzt sterben" die Treppe hochgegangen sein. Und das soll er dann auch getan haben.  Das muss irgendwann zwischen 1990 und 1993 gewesen sein. Der Familienforschungsmuffel wohnte da schon lange mit seinen Eltern hier in Ostwestfalen, so dass er das alles im Grunde nur noch aus zweiter Hand mitbekommen hat, zumal es im Informationsfluss zwischen Kohlscheid und OWL wohl gehakt hat. Wie das Leben halt manchmal so spielt.  Die Mutter ...

Heute nochmal online

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Nein, ich war gestern nicht in Altenberge beim Westfälischen Genealogentag .  Wäre ich dort gewesen, dann hätte man mich leicht finden können, denn seit ungefähr einer Woche bekomme ich jedes Mal, wenn ich einem Luftwechsel ausgesetzt bin, einen ausgewachsenen Hustenanfall. Man hätte meinen Aufenthaltsort quasi "erhören" können. In einer Turnhalle voller Menschen kommt das natürlich in Zeiten wie diesen besonders gut an, und ich hatte keine Lust, dazu noch ständig mit heiserer Stimme erklären zu müssen, dass (immer noch) sämtliche Covid-Tests negativ sind. Die Erklärung für den Husten ist trotzdem denkbar einfach: Der Familienforschungsmuffel hat aus der Firma eine Erkältung mitgebracht. Erst war er dran, und nun ich. Mein Verbrauch an Fisherman's Friends ist jedenfalls in den letzten Tagen rapide gestiegen. Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Abwesenheit hatte also nichts mit der zu erwartenden Parkplatzsuche zu tun. Oder mit der Vollsperrung der A1. Ich habe mich also entsch...

2022: Eine kleine Bilanz

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Zugegeben, so ganz ist 2022 noch nicht vorbei, aber dennoch: Es wird sich in den nächsten eineinhalb Tagen wohl nicht mehr so viel verändern, als dass es sich nicht schon lohnen würde, eine kleine Bilanz zu ziehen. Habe ich das, was ich mir vorgenommen habe, auch umgesetzt?  Spontan würde ich sagen: Teils, teils.   Die Geburts- und Traueinträge , die ich mir vorgenommen hatte, habe ich geschafft, bei den Sterbeeinträgen (und das sind immer noch die, die mir am meisten Spass machen - ja, ich weiß, ich bin da ein bisschen morbide veranlagt) fehlen mir noch ein paar Dutzend aus dem Jahr 1960. Ansonsten müssten die 1960er einigermaßen vollständig sein, es sei denn, ich hätte einen ganzen Jahrgang übersehen.  Nicht nur mein Neffe ist gewachsen, sondern auch sein Stammbaum. Er weiß es nur noch nicht...  Was die Vorfahren des Familienforschungsmuffels angeht - die Seite seiner Mutter habe ich nun ganz bewusst auf das nächste Jahr verschoben. Sie laufen mir zwar nicht weg...

Die zögerliche Anna von Spee auf Brincke (Schlösser und Burgen in OWL Teil 2)

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Es gibt schon merkwürdige Zufälle: Nur ein paar Tage nach meinem Ausflug nach Tatenhausen verschlug es mich nun zum nächsten Schloss, um genauer zu sein: Zum Schloss Brincke in Barnhausen .  Dieser Schatten in Form einer Bierflasche, das bin ich. Keine Ahnung, wie ich das hinbekommen habe... Dieses Mal war ich mit der VHS unterwegs - und mit meiner Mama. Hat auch mal wieder Spass gemacht!  Brincke ist genauso wie Tatenhausen ein Wasserschloss, nur mit einem doppelten Wassergraben. Erbauer waren die Herren von Brincke , aber ab 1439 übernahmen die Grafen von Kerssenbrock . Die hatten im 18. Jahrhundert ein Problem: Es fehlte ein Erbe. Der letzte "echte" Kerssenbrock, Ferdinand, war - nachdem er weit in Europa herumgekommen war - Dompropst in Osnabrück und verstarb dort auch 1754 kinderlos. Sein Bruder Matthias Caspar war schon 1746 ebenfalls ohne Nachwuchs gestorben. Man wusste also, was kommen würde, und man konnte sich etwas einfallen lassen. Die "Nachbarn" aus Tat...

Wie immer: Die Neuenkirchener Kirchenbücher machen es mir nicht leicht...

Archion hat aber auch ein Timing: Da warte ich seit geschlagenen 20 Jahren (ach Quatsch, länger!) darauf, dass sich jemand mal die Mühe macht, die Kirchenbücher von Neuenkirchen hochzuladen, und dann passiert es endlich, und kann ich mich sofort drüber hermachen? Nein! Das ist Ironie , oder? Zugegeben, der Grund dafür war ein guter: Der Familienforschungsmuffel hatte Geburtstag. Über den Tag verteilt hieß das Einkaufen, Essen in größeren Mengen zubereiten, zwischendurch ein bisschen arbeiten, und dann hatten wir auch quasi in Schichten unsere Lieblings-Verwandten und Freunde hier. Die Altersspanne reichte von zwölf Wochen bis 85 Jahren. Das sind so Tage, an denen die Forschung stumpf hinten anstehen muss. Irgendwann sind wir nur noch todmüde ins Bett gefallen. Das war Donnerstag .  Freitag war dann ein normaler Arbeitstag. Da bin ich immerhin dazu gekommen, ein paar Sterbeeinträge zu durchforsten, während im Hintergrund die Olympischen Spiele 2020 eröffnet wurden. Mit einer gewi...