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Posts mit dem Label "Listen und Statistiken" werden angezeigt.

Die Wertheraner Kinder des Jahrgangs 1914

So wenig, wie ich mich hier im Blog in den letzten Wochen habe sehen lassen, könnte man doch glatt meinen, ich hätte die Familienforschung drangegeben. Aber weit gefehlt.. das Gegenteil ist der Fall. Es wird Zeit, dass ich mal wieder etwas darüber berichte, was ich so anstelle. In den letzten Jahren habe ich mir angewöhnt, immer die Geburten des gerade freigegebenen Jahrgangs des standesamtlichen Geburtsregisters in Werthers Gedächtnis einzuarbeiten, am besten gleich zu Beginn des Jahres. Das klappt nicht immer so zügig, wie ich es mir wünschen würde, so zum Beispiel auch in diesem Jahr. Darf ich mir hier einmal die höfliche Kritik erlauben, dass ich es doof finde, dass das Wertheraner Stadtarchiv nur noch an drei Stunden in der Woche geöffnet ist, nämlich donnerstags von 09.00 bis 12.00 Uhr? Für Leute wie mich, die noch nicht im Rentenalter sind, ist das echt verflixt unpraktisch. Wenn dann auch noch der Archivar krankheits- oder urlaubsbedingt ausfällt - kann ja immer mal passieren...

Menschen, die 1960 in Werther gestorben sind, aber nicht in Werther geboren waren

So, die Sterbeeinträge für 1960 habe ich nun auch in Werthers Gedächtnis eingearbeitet. Und weil ich gerade so schön im Flow war, habe ich auch gleich noch eine kleine Liste mit den Leuten erstellt, die zwar in Werther (bzw. im Bereich des Amtes Werther) gestorben sind, die aber nicht in Werther geboren worden waren. Mein Hintergrundgedanke war, dass eine solche Liste vielleicht helfen kann, wenn man als Forscher jemanden sucht, der aus seinem Heimatort "verschwunden" war, aus welchen Gründen auch immer. Nicht immer hat man ja die Gelegenheit, die Geburtsregister mit dem entsprechenden Vermerk einzusehen, oder die Vermerke fehlen.  Die Liste ist ganz einfach aufgebaut: Nummer im Register, Name, Datum und Ort der Geburt, Datum und Ort des Todes. KH bedeutet Krankenhaus.     1. Heinrich Ludwig Strothenke , 14.03.1881 Borgholzhausen, 01.01.1960 KH 2. Christiane Ernestine Kalms geb. Berger , 02.07.1887 Oberwüstegiersdorf, 06.01.1960 KH 3. Hermann Martin Paul Mittmann , 18.04...

"Kommen Sie zum Sterben nach Werther!"

Auch, wenn es makaber klingt - manchmal denke ich, dass die Stadt Werther in den 1950ern und 1960ern mit diesem Spruch hätte Werbung machen können . Und wenn nicht die Stadt, dann zumindest das Krankenhaus, das damals anscheinend einen ziemlich guten Ruf hatte. Leider (jedenfalls aus meinerForscherinnensicht) wurden die Todesursachen später nicht mehr festgehalten, sonst könnte ich das wahrscheinlich noch etwas konkretisieren. Nur mal als Beispiel:  Ich bin heute mit den Sterbeeinträgen von 1967 fertig geworden. Ja, ich erfasse in Werthers Gedächtnis auch diejenigen, die nicht in Werther gewohnt haben, sondern "nur" in Werther gestorben sind. Die gehören für mich auch dazu. Insgesamt sind in Werther im Jahr 1967 immerhin 159 Menschen gestorben . Davon waren 75 männlich und 84 weiblich, was mich nicht weiter überrascht hat, denn immerhin war das noch die Zeit, als man die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs (und des entsprechenden Männermangels, wenn man es denn so ausdrücken...

Die oftmals unterschätzte Kunst der Ad-hoc-Hochzeit: Auch eine Familientradition!

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Ich weiß noch genau, was ich heute vor fünf Jahren gemacht habe: "Ja" gesagt, im Haller Standesamt, mit ganz wenigen Leuten dabei und einem großen Hund. Ich weiß auch noch genau, wo ich gestern vor fünf Jahren war: Auch im Standesamt. Zur Vorbesprechung. Wir waren da etwas kurzentschlossen. Und als die Standesbeamtin sagte, dass sie nur noch am nächsten Tag da wäre und danach erstmal für diverse Wochen im Urlaub, da war es klar: "Ach, morgen passt. Elf Uhr ist in Ordnung!"  Wir sind heute noch froh, dass wir es so gemacht haben, wie wir es gemacht haben. Kein Ins-Kleid-Hungern, keine Platzkärtchen, und keine Bedenken, ob unser Musikgeschmack denn auch mit dem unserer Verwandtschaft übereinstimmt. Über meinen Ehering habe ich hier ja schon einmal was erzählt. Und der befindet sich bis heute nicht ohne Grund an meinem Finger.  Wenn ich aber so in meiner Familie über die Generationen zurückgucke, dann bin ich nicht die einzige, die Knall auf Fall geheiratet hat. Eine ...

Werthers Kinder: Das Geburtsregister des Jahres 1910

Ich hatte mal wieder Lust auf ein bisschen Statistik. Und weil ich es ja nun geschafft habe, mir den Jahrgang 1910 aus dem Wertheraner Stadtarchiv zu ziehen, lag es nahe, meine Statistikspielereien aus den letzten Jahren fortzusetzen. Hier ist das Ergebnis:  Es wurden insgesamt 143 im Geburtsregister eingetragen, 75 Jungen und 68 Mädchen. Ich habe das jetzt extra so formuliert, weil mir am Ende des Jares aufgefallen war, dass keine Totgeburten dabei waren, so dass ich noch einmal mit dem Sterberegister gegengecheckt habe, ob tatsächlich alle Kinder lebend zur Welt gekommen waren. Und siehe da - doch, es hat Totgeburten gegeben, nämlich 5, drei Jungen und zwei Mädchen. Die müsste man also eigentlich noch dazurechnen. Außerdem fand die letzte Geburt, die eingetragen wurde, schon am 19. Dezember statt, so dass ich fast vermute, dass da noch ein paar Kinder dazu gekommen sind, die ich dann aber erst nächstes Jahr im Register für 1911 finden werde.  6 Kinder wurden unehelich gebor...

1907 in Werther: Wer bekam eigentlich die Kinder?

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Nachdem die neulich schon mal die Namensgebung im Jahre 1907 ein bisschen genauer unter die Lupe genommen habe, konnte ich nun nicht umhin, mir einmal die Berufe der Väter ebenjener Kinder anzugucken. Ich bin mit 44 nun in dem Alter, in dem sich auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herauskristallisiert, wer denn nun Kinder haben wird oder nicht (jedenfalls im weiblichen Teil, bei den Herren funktioniert die Biologie ja etwas anders), und mehr als einmal habe ich die Bemerkung gehört, dass ein Kind " jetzt gerade irgendwie ungünstig " wäre, weil man gerade noch in der Ausbildung, mitten im Studium, am Anfang der Karriere oder wo auch immer sei. Meine Generation ist im Grunde die erste, die wirklich die Wahl hat, ob sie sich fortpflanzen will oder nicht, und wenn ja, dann wann. Aber zurück ins Jahr 1907: Welche Berufe hatten die Väter, deren Frauen diese Wahl nicht hatten? Am stärksten ausgeprägt war der landwirtschaftliche Bereich : 16 Väter wurden als Neubauern ...

Die Geburten in Werther im Jahre 1907 - eine kleine Statistikspielerei

Im Moment bin ich gerade dabei, die Geburten des Jahres 1907 in "Werthers Gedächtnis" einzuarbeiten. Wenn mich in letzter Zeit jemand im "Schloss" in Werther angetroffen hat, wo ja inzwischen Bücherei und Stadtarchiv untergebracht sind, und sich gewundert hat, warum ich so frenetisch vor einem alten Buch sitze und vor mich hinschreibe, dann ist das die Erklärung: Ich habe die 154 Geburten fein säuberlich abgepinnt. Inzwischen bin ich ziemlich gut und ziemlich schnell darin, was ja auch kein Wunder ist, weil die Einträge im Grunde immer nach demselben Schema aufgebaut sind. Ein paar Stunden hat es dann trotzdem gedauert. Als ich den kompletten Jahrgang dann in meinem Ringbuch stehen hatte, erwachte dann wieder die kleine Statistikerin in mir... und hier ist nun das Ergebnis. Die Basisfakten: männlich: 73 weiblich: 81 ev./luth.: 153 ...

Die Geburten in der Stadt Werther von 1815 bis 1846

Wenn ich schon einmal dabei bin, die jüdischen Wertheraner in Werthers Gedächtnis einzutragen, dann ist das eine schöne Gelegenheit, auch mal ein bisschen Statistik zu betreiben. Da bietet es sich doch an, mit den Geburten anzufangen... Zwischen 1815 und 1846 wurden in Werther insgesamt 104 jüdische Kinder geboren. Es ist irgendwie schön, die Statistik genau aufgehen zu sehen, denn es sind genau 52 Jungen und 52 Mädchen: Jahr Jungen Mädchen gesamt 1815 1 1 2 1816 0 1 1 1817 1 2 3 1818 1 2 3 1819 0 2 2 1820 1 3 4 1821 0 0 0 1822 2 0 2 1823 0 1 1 1824 3 5 8 1825 4 0 4 1826 3 3 6 1827 4 3 7 1828 2 0 2 1829 2 2 4 1830 ...