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Überraschung - Heinrich machte in Strümpfen!

Es ist doch immer wieder schön, wenn der eigene Stammbaum einen noch überraschen kann, oder?  Wir erinnern uns: Kurz vor meinem Urlaub (der auch meine Abwesenheit hier im Blog erklärt) hatte ich beim Bundesarchiv nachgefragt, ob man mir dort helfen könnte, herauszufinden, wie denn nun mein Urgroßonkel Heinrich Gehring 1964 in Köln zu seinem Bundesverdienstkreuz gekommen ist.  Gestern kam dann die Antwort auf meine Frage - verbunden mit der Bitte um Entschuldigung, weil die Sachbearbeiterin selbst im Urlaub gewesen war. Kein Grund zur Entschuldigung...!  Bislang wusste ich über Heinrich ja nur, dass er Kaufmann und auch Handelsrichter war. Womit er gehandelt hat, wusste ich nicht. Die Vorschlagsbegründung für das Bundesverdienstkreuz hat es mir dann verraten:  "Der Vorgeschlagene, der von 1920 bis 1956 eine Strumpfwarengroßhandlung und zeitweise auch eine Strumpffabrikation betrieben hat, ist seit 1948 ununterbrochen als Handelsrichter bei dem Landgericht Köln täti...

Post aus Bellevue

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Wir erinnern uns: Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mich gefragt, ob mein Urgroßonkel Heinrich Gehring nicht vielleicht das Bundesverdienstkreuz bekommen haben könnte. Ich habe ein Dreivierteljahr ins Land ziehen lassen und mich dann im Juli spontan an den Rechner gesetzt und dieses Schreiben hier fabriziert: Ich dachte mir, "Probier's einfach mal."     Heute kam dann ein Brief, der ungewöhnlich gestempelt war:  Der Postbote kam natürlich genau in dem Moment, als ich nach Amshausen zum Arbeitskreis aufbrechen wollte. Aber inzwischen bin ich ja froh, wenn die Post überhaupt kommt.    Als ich den Stempel gesehen habe, war ich doch ein bisschen baff. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell schon etwas aus Berlin hören würde. Weil der Brief so dünn war und ich ja meine einschlägigen Erfahrungen mit der deutschen Bürokratie habe, bin ich davon ausgegangen, dass ich erstmal nur eine Eingangsbestätigung bekommen hätte, so nach dem Motto: "Danke für Ihren Brie...

Heinrich Gehring und sein merkwürdiger Orden

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  Das hier soll mein Urgroßonkel, Heinrich Gehring sein. Mit vollem Namen Heinrich Wilhelm Gehring, geboren am 09.02.1886 in Häger Nr. 33.  Er war der jüngste Sohn (und gleichzeitig auch das letzte Kind) seiner Eltern, des Müllers Johann Friedrich Gehring und seiner Ehefrau Anna Ilsabein Sahrhage . Wenn es nach dem westfälischen Anerbenrecht gegangen wäre, dann wäre er derjenige gewesen, der Haus, Hof und Mühle übernommen hätte.  Es kam aber anders: Sein sechs Jahre älterer Bruder August übernahm die Mühle, und Heinrich ging als Kaufmann nach Köln. Ich habe keine Ahnung, wie es dazu kam und wann genau Heinrich in Köln seßhaft wurde. Was ich weiß ist, dass er dort 1919 Anna Christiane Wilhelmine Faillard geheiratet hat.  Das hier ist das einzige Foto, das ich von ihm habe. Eine Ähnlichkeit mit August, der immer irgendwie runder und bodenständiger wirkte, sehe ich jetzt so nicht. Ich weiß, man soll nicht vom Aussehen auf den Charakter schließen, aber spontan würde ic...