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Posts mit dem Label "Veranstaltungsberichte" werden angezeigt.

Netzwerkanalyse?!

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Kein Mensch ist eine einsame Insel, auch wenn wir uns aufgrund des Irrsinns dieser Welt manchmal auf eine solche wünschen würden (jedenfalls geht mir das so). Wir alle sind durch Beziehungen mit anderen Menschen verknüpft, ob wir wollen oder nicht. Familie haben - oder hatten - wir alle, sonst würden wir nicht existieren. Freunde haben die meisten, Nachbarn auch, und dann kommen da noch die Kollegen, Bekannten und immer auch mal einige Zufallsbekanntschaften dazu. Das ist heute so, und das hat sich auch in den letzten Jahrhunderten nicht großartig geändert. Der einzige Unterschied ist, dass es für uns heute leichter ist, mit diesen Leuten zu kommunizieren, dem Netz sei Dank.  Vor ein paar Tagen habe ich mir online beim Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg einen Vortrag über " Verleger lokaler Zeitungen und ihre Netzwerke in Bielefeld (1864-1914)" angehört, den Philipp Körtgen gehalten hat. Nicht, dass ich mich mit den Bielefelder Zeitungen dieser Zeit so richt...

Wenn der Historische Verein für die Grafschaft Ravensberg...

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... sich mal für eine Veranstaltung aus Bielefeld hinauswagt, dann kann das ziemlich interessant werden. Gestern konnte man das gut beobachten, und zwar in der Remise in Halle. Wolfgang Schindler hielt dort einen Vortrag zum Thema "Handel und Kaufleute in Halle von 1600 bis etwa 1850" , in Zusammenarbeit mit den Haller Zeiträumen . Die Remise war auch gut besucht; ich schätze mal, 80 Leute waren es mindestens, die wissen wollten, wer denn die Leute waren, deren Namen man heute noch auf diversen Fachwerkhäusern in unmittelbarer Nähe des Kirchplatzes findet und auch auf den Grabsteinen der Waldbegräbnisse oben am Teuto. Das waren die Familien, die auch über Jahrhunderte lang öffentliche Ämter bekleidet und sich dabei im Grunde abgewechselt haben - man hatte also nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer Hinsicht viel zu melden. Da waren die Brunes, die Abeckes, die Hagedorns, die Kiskers ... und ich bin nicht nur baff, was diese Kaufmannsfamilien so alles auf...

Heute nochmal online

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Nein, ich war gestern nicht in Altenberge beim Westfälischen Genealogentag .  Wäre ich dort gewesen, dann hätte man mich leicht finden können, denn seit ungefähr einer Woche bekomme ich jedes Mal, wenn ich einem Luftwechsel ausgesetzt bin, einen ausgewachsenen Hustenanfall. Man hätte meinen Aufenthaltsort quasi "erhören" können. In einer Turnhalle voller Menschen kommt das natürlich in Zeiten wie diesen besonders gut an, und ich hatte keine Lust, dazu noch ständig mit heiserer Stimme erklären zu müssen, dass (immer noch) sämtliche Covid-Tests negativ sind. Die Erklärung für den Husten ist trotzdem denkbar einfach: Der Familienforschungsmuffel hat aus der Firma eine Erkältung mitgebracht. Erst war er dran, und nun ich. Mein Verbrauch an Fisherman's Friends ist jedenfalls in den letzten Tagen rapide gestiegen. Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Abwesenheit hatte also nichts mit der zu erwartenden Parkplatzsuche zu tun. Oder mit der Vollsperrung der A1. Ich habe mich also entsch...

Vortrag über den Volksbund

Gestern Abend habe ich mir den Vortrag von Jana Moers über den Volksbund e.V. beim Ahnenforscher Stammtisch Unna angeguckt und angehört, und zwar per Zoom. Inzwischen funktioniert das besser, als ich vor einem Jahr gedacht hätte. Wahrscheinlich, weil wir nun alle wissen, wie's geht. Ich muss allerdings gestehen, dass ich schlicht zu faul war, den Rechner zu wechseln, damit ich mich per Kamera und Mikro dazu schalten konnte. Ging aber auch so.  Ich habe den Volksbund bei Facebook abonniert und bin deshalb über die aktuellen Ereignisse einigermaßen im Bilde. Was mir aber auch nicht klar war: Es werden auch heute noch jedes Jahr die sterblichen Überreste von ungefähr 20.000 bis 25.000 Leuten gefunden, die dann einem Namen zugeordnet werden müssen. Eine unglaubliche Zahl, oder?  Deshalb werden auch immer wieder neue Daten in die Gräbersuche online eingepflegt.  Soll heißen: Es lohnt sich, ab und an mal wieder zu checken, ob die Leute, die man sucht, inzwischen nicht gefun...

Genealogentag mal anders - dann eben online!

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Ich kann mich noch gut an den März vor zwei Jahren erinnern: Beim 8. Westfälischen Genealogentag in Altenberge sind mir extrem viele Menschen über den Weg gelaufen, die ich im Laufe meines Familienforscherinnendaseins kennengelernt habe. Da wurde viel diskutiert, viel geholfen und viel gelacht. Genau so, wie es auf einem Genealogentag sein sollte. Und es war das Normalste von der Welt.  Aber in Pandemiezeiten ist ja alles anders.  Es ist alles online.  Gut, die Parkplatzsuche ist weggefallen. Damit kann ich sehr gut leben. Aber alles andere?  Interessante Vorträge gab es auch dieses Jahr (ich habe mir zwei angehört), und ich habe auch nichts dagegen, nicht auf diesen seitlich ineinander gehakten Aula-Stühlen schrecklich nah neben teilweise wildfremden Menschen sitzen zu müssen. Aber trotzdem.  Es war nicht dasselbe. Irgendwie ist diese Fröhlichkeit, dieses "Wir haben doch alle denselben Nagel im Kopf"-Gefühl , ein bisschen auf der Strecke geblieben. Und das is...

Familienforschung ohne Kirchenbücher - geht das überhaupt?

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Vortrag von Bernd Klumpe-Scheel beim Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg (AG Genealogie) am 08.05.18 Das ist ein Thema, das augenscheinlich viele Familienforscher beschäftigt, denn trotz herrlichstem Grill- und Sommerwetter in einer Woche mit Feiertag waren von uns gleich mehrere Dutzend erschienen. Also: Wie kann man dem eigenen Stammbaum noch ein paar Namen und Daten hinzufügen, wenn man kein Kirchenbuch zur Hand hat , zum Beispiel, weil es irgendwann in den letzten 300 Jahren verbrannt ist? Um es gleich vorwegzunehmen: Ja, es kann gehen, wenn auch nicht immer. Es ist nur - und das ist der große Haken! - mit Arbeit verbunden. Das Zauberwort heißt also "suchen, suchen, und nochmals suchen". Das bedeutet aber auch, dass man sich erst einmal kundig machen sollte, welche Quellen es denn überhaupt noch gibt, was wiederum voraussetzt, dass man eine Ahnung davon hat, welche Arten von Quellen überhaupt existiert haben. Und an dieser Stelle setzte der Vortrag an:...

Kleiner Bericht vom Westfälischen Genealogentag 2017

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Was macht man an einem regnerischen Vorfrühlingstag? Ganz einfach: Man setzt sich morgens um kurz vor neun ins Auto und fährt nach Altenberge, zum inzwischen 7. Westfälischen Genealogentag.  Für mich war es inzwischen der dritte, und ich kann jetzt schon sagen, dass ich 2019 auch wieder dabei sein werde, wenn mir das Leben nicht dazwischen kommt. Ich parkte also wieder in derselben Anliegerstraße wie beim letzten Mal (die Parkgewohnheiten der Familienforscher und die damit zusammenhängenden Parkplatzprobleme haben sich in den letzten beiden Jahren nicht wesentlich verbessert) und begann den Genealogentag mit einem kleinen Rundgang durch die Halle. Fast hätte ich mich dort schon festgequatscht - inzwischen kennt man sich ja untereinander, und da laufen einem halt auch schon um zwanzig nach 9 die ersten bekannten Menschen über den Weg -, aber ich habe es gerade noch vermeiden können und war dementsprechend punktgenau um 9.29 Uhr nebenan in der Ludgeri-Schule zum ersten Vortrag...

Georg Gieseler: Pfarrer, Aufklärer und begnadeter Netzwerker in Werther (1803-1839)

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Am Donnerstag Abend habe ich mir im Gemeindehaus in Werther zusammen mit ungefähr 60 anderen den Vortrag von Herrn Dr. Frank Stückemann über Georg Gieseler angehört. Gieseler war Pfarrer in Werther von 1803 bis zu seinem Tod im Jahre 1839, und ich war einfach neugierig zu hören, welche Persönlichkeit sich denn hinter dieser Schrift versteckt, die ich ständig in den Kirchenbüchern lese. Und ich wurde nicht enttäuscht.  Es ärgert mich immer ein bisschen, dass sich Werther als "Böckstiegelstadt" verkauft und vermarktet - so als ob Böckstiegel der einzige nennenswerte Mensch in Werthers inzwischen über 1000jährigen Geschichte wäre (und dabei hat Böckstiegel auch noch einen guten Teil seines Malerlebens in Dresden verbracht). Es gab auch noch andere, die erwähnenswert sind, und Georg Gieseler war definitiv einer davon. Schade, dass er in Werther inzwischen ziemlich vergessen ist. Aber vielleicht wird sich das nach diesem Vortrag ja wieder ein bisschen ändern. Gieseler wurde...

Kleiner Bericht vom Tag der Archive am 4. September 2016 im Kreishaus Gütersloh

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Man könnte meinen, der Tag der Archive hätte nicht im September, sondern im April stattgefunden. Hier in Halle bin ich bei strahlendem Sonnenschein mittags um kurz nach halb zwei losgefahren, und als ich mein Auto dann auf dem Mitarbeiterparkplatz des Kreishauses parkte, goß es so dermaßen in Strömen, dass man sich schon ganz automatisch Gedanken über die nächste Sintflut und die Sicherung der Archive bei derselben machen konnte... Weshalb ich auf dem Mitarbeiterparkplatz geparkt habe? Ganz einfach: Der "normale" Parkplatz war voll. Was zum Teil auch wieder daran lag, dass sich meine Vermutung zu bewahrheiten schien, dass manche Ahnenforscher einfach nicht einparken können... zugegeben, die Parkplätze am Kreishaus sind jetzt nicht wirklich riesig, aber das heißt noch lange nicht, dass man sich einfach so mitten auf gleich zwei davon stellen muss. Weil der gut organisierte Forscher aber immer auch einen funktionierenden Schirm im Auto hat, hielt sich mein Ärger aber in G...

Vortrag bei der Arbeitsgruppe Familienforschung im Kreis Herford am 02.05.15: Sebastian Schröder über "Deutsche Schrift und Sütterlin"

Besser spät als nie - hier ist meine kleine Zusammenfassung: Auch wenn ich Kurrent und Sütterlin inzwischen ziemlich gut lesen kann (jedenfalls bilde ich mir das ein): Es war schon interessant, sich diesen Vortrag anzuhören, und das nicht nur, weil es auch ein vierseitiges Handout gab. (Was Handouts angeht, bin ich ja ein kleiner Nerd. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Handouts mag? Vor allem, wenn sie - wie hier - gut gemacht sind, was bei mir heißt, dass sie auch einen praktischen Sinn haben, den man dann mit nach Hause nehmen kann.) Herr Schröder ist von Haus aus Geschichtswissenschaftler, und er kam irgendwann zu dem Schluss, dass es doch sinnvoll ist,  wenn man  als solcher  die Quellen, die man benutzt, auch im Original lesen kann . Inzwischen gibt er auch Kurse zum Thema an der VHS, und es würde mich nicht wundern, wenn seine Teilnehmerzahlen nach diesem Nachmittag spürbar ansteigen - Interesse war im Publikum definitiv vorhanden! Der erste Teil des Vor...

Alle (zwei) Jahre wieder: Westfälischer Genealogentag in Altenberge

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Die WGGF hatte wieder einmal geladen, und zwar zum inzwischen sechsten Westfälischen Genealogentag, wieder einmal in der Sporthalle am Gooiker Platz in Altenberge.  Morgens gegen neun packte ich also eine Thermoskanne mit einem halben Liter Kaffee in meine größte Umhängetasche, die noch nicht als Reisetasche durchgeht, und machte mich bei wenig frühlingshaften Temperaturen von drei Grad (plus, immerhin) auf den Weg ins Münsterland. A 33, A 30 (warum ist die eigentlich immer so voll?), A 1. Je näher man Altenberge kam, desto vielfältiger wurden die Kfz-Kennzeichen um mich herum. Nach einer knappen Stunde war ich da. Und - wie immer - auf Parkplatzsuche. Manchmal stelle ich mir wirklich die Frage, ob Familienforscher zu doof zum Parken sind. Man muss nicht zwingend zwei Meter Platz zum Nebenauto lassen, wenn die Parkplätze knapp sind, oder? In einer an anderen Tagen wahrscheinlich ruhigen Anliegerstraße wurde ich dann schließlich doch fündig - und sparte mir erstmal den  Ru...

Kleine Anekdote von der Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins Ravensberg

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Am letzten Samstag fand ab 15.00 Uhr die Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins Ravensberg statt - und zwar hier in Halle, in der Remise. Für viele Bielefelder war schon die Anreise ein Erlebnis, da sie die Erfahrung machen durften, wie es denn so ist, auf der B68 im Stau zu stehen. Deshalb ging die Veranstaltung auch gleich mit einer Viertelstunde Verspätung los. Wann sie endete, kann ich Ihnen leider gar nicht genau sagen - ich habe mich nach den Berichten aus den Arbeitsgemeinschaften so gegen 17.15 Uhr wieder auf den Weg gemacht, um auch ja pünktlich zum Geburtstagsessen meiner Schwiegermutter zu erscheinen. Auch wenn mir das manchen irritierten Blick eingefangen hat: Man muss halt Prioritäten setzen... Herrlich fand ich allerdings einen Dialog, der sich am Nachbartisch zwischen zwei (ohne ihnen dabei zu nahe treten zu wollen) älteren Herren abspielte, direkt nachdem Uwe Standera seinen Bericht aus der AG Genealogie abgeliefert hatte: "Genealogie? Was soll da...