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Frollein Meiers toter Punkt

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Ich habe mal wieder in Burg bei Magdeburg gearbeitet. Also nicht in Burg selbst (obwohl ich es dort ja wirklich sehr schön fand), sondern in seinen Kirchenbüchern. Dieses Mal wollte ich bei Maria Sophia Besters anderer Großmutter noch ein Stückchen weiter kommen. Bislang wusste ich nur, dass sie eine geborene Maria Sophia Meier war, die den Bürger und Arbeitsmann Christian Lahne aus Burg geheiratet hatte und mit ihm mindestens sechs Kinder bekam, vier Töchter und einen Sohn.  Man könnte jetzt meinen, " Ausgerechnet eine Meier, davon muss es doch Hunderte gegeben haben ", aber das ist nicht mein Problem . Tatsächlich wäre man mit den Kirchenbüchern von Burg viel schneller durch, wenn nicht gefühlt ein Drittel der Menschen dort Schulze geheißen hätte... Ich habe nun Maria Sophias Sterbeeintrag gefunden, Nr. 78/1789 im Kirchenbuch von St. Nicolai . Ihr Alter ist mit 50 Jahren angegeben.  Gut, wir wissen alle, dass wir mit so runden Altersangaben immer ein bisschen vorsichtig ...

Wer schwängerte Fräulein Flandermeyer?

Ich hatte hier ja schon mal erwähnt, dass eine meine Ur-Ur-Großmütter eine gewisse  Katharine Elisabeth Flandermeyer war, die Johann Peter Heidemann geheiratet hat und am 3. Februar 1917 in Werther Nr. 89 starb.  Geboren wurde sie am 30. Januar 1842, und zwar in Groß-Aschen Nr. 12 . Ihre Taufe am 06.02.1842 habe ich im Kirchenbuch von Hücker-Aschen gefunden (dort Nr. 3/1842). Als Paten sind Marie Flandermeier in Spenge und Elisabeth Brennemann angegeben.  Mit Groß-Aschen und Hücker-Aschen ist das so eine Sache. Man sollte eigentlich annehmen, dass beide zusammengehören. So ganz richtig ist das aber nicht mehr, denn Groß-Aschen wurde 1970 in die Gemeinde Riemsloh eingemeindet, die wiederum zur Stadt Melle gehört und damit in Niedersachsen liegt. Hücker-Aschen dagegen war schon 1968 der nördlichste Ortsteil von Spenge geworden und gehört damit zu Nordrhein-Westfalen. Das sind die Konstellationen, die einem das Forscherdasein leichter machen...  Das wirklich Kompli...

Der Gärtner und seine Blume

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Mein Archion-Abo hat sich schon dadurch bezahlt gemacht, dass ich mir einen Trip nach Berlin ersparen konnte. Denn so schräg ich es als Ostwestfälin auch finde - ich habe tatsächlich Berliner Wurzeln... oder besser: eine zumindest. Als ich vor ein paar Jahren in Brandenburg im Archiv war, habe ich den Heiratseintrag zweier meiner Rohde-Vorfahren im kleinen Dorf Butzow in Brandenburg gefunden. Butzow gehört heute zur Gemeinde Beetzseeheide, wo auch heute keine 700 Leute wohnen. 1   Am 29.10.1820 heirateten dort Johann Andreas Friedrich Rohde , der am 26.10.1791 in Seelensdorf geboren worden war, und eine gewisse Luise Charlotte Christine Elisabeth Seiler 2 . Luise Charlotte Christine Elisabeths Geburtsdatum war nicht angegeben, wohl aber ihr Alter: Demnach war sie circa 1799 geboren worden. Ihr Vater war der Kunstgärtner Otto Friedrich Wilhelm Seiler in Charlottenburg, ihre Mutter war gar nicht genannt. Mehr wusste ich über ihre Herkunft nicht - bis ich auf Archion ...

Woher kam Familie Willbränder? oder: Der große Einzugsbereich von Stockkämpen

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Eine Sache nervt mich wirklich an den (katholischen) Stockkämper Kirchenbüchern: Sie sind zwar an sich super-lesbar (gestochen scharf im 17. Jahrhundert - wann hat man das schon mal?!), aber dummerweise fehlen in den ersten hundert Jahren so gut wie sämtliche Ortsangaben. Und gerade das ist die Zeit, die mich interessiert. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass der Pfarrbezirk für ein solch kleines Kirchlein doch verflixt groß war: Er umfasste immerhin Halle, Hörste, Borgholzhausen, Versmold, Brockhagen und Werther, mit allen heute eingemeindeten Ortsteilen. Das wiederum liegt daran, dass die Katholiken hier in der Gegend ziemlich rar gesät waren. Von der Karte hier muss man sich also nur Steinhagen wegdenken. Es machte also schon einen gewissen Unterschied, ob man aus Theenhausen oder aus Peckeloh kam. Und bei meinen Willbränders , die später auch als Willbrand oder Willebrand auftauchen, finde ich nicht wirklich eine örtliche Zuordnung....

Von uns war's keiner!

Uneheliche Kinder fallen einem im Kirchenbuch ja schon allein deshalb ins Auge, weil die Spalte, in der "normalerweise" der Kindsvater angegeben wurde, leer geblieben ist. Natürlich lässt es den Familienforscher vor schierer Verzweiflung den Kopf auf den Tisch schlagen, wenn der Vater unbekannt bleibt. Oft genug findet man aber wenigstens einen kleinen Hinweis bei der Mutter: " hatte in xy gedient ". In den meisten Fällen wird da wohl jemand die Magd geschwängert haben, jedenfalls dürfte das wohl die Vermutung des Pastors gewesen sein, der die Taufe eingetragen hat. Und zwar ganz so, als wollte er mit dem Eintrag auch sagen: "Von meinen Schäfchen war's wenigstens keiner!" Immerhin ein klitzekleiner Hinweis auf den potentiellen Vater. Und ein Hinweis auf den Lebenslauf der Mutter, die anscheinend doch aus ihrem kleinen Dorf wenigstens einmal herausgekommen ist...

Woher kamen eigentlich die Schwentkers?

Gute Frage. Irgendwie ist der eigene Name doch immer noch der, der einen am meisten interessiert, oder? Das liegt wahrscheinlich daran, dass man die größte Bindung dazu hat; jedenfalls ist das bei mir so. Ich bin nunmal als eine "Schwentker" geboren (auch wenn ich durchaus anerkenne, dass das aufgrund der westfälischen "Genannt-Namen" durchaus ein Zufall ist), und ich habe auch vor, als eine "Schwentker" zu sterben, wenn auch hoffentlich nicht in allzu naher Zukunft. Soll heißen: Selbst wenn ich mich irgendwann dazu hinreißen ließe, einen Standesbeamten in eigener Sache aufzusuchen, würde ich meinen Namen behalten- und zwar als einzigen Namen, weil ich mit Doppelnamen nicht wirklich viel anfangen kann. Was ich über den Ursprung des Namens "Schwentker" weiß, ist, dass ich zumindest meine Sippe in den Wertheraner Kirchenbüchern bis zu ihrem Anfang zurückverfolgen kann; es haben also auch schon Anfang des 17. Jahrhunderts Schwentkers im Kirchspiel...

Die ominöse Geburt des Heinrich Ortmeyer

Die Geburt meines Ur-Ur-Ur-Großvaters Heinrich Ortmeyer gibt mir immer noch Rätsel auf. Heinrich war einer der Urgroßväter meiner Großmutter mütterlicherseits. In einer Zeit, in der die Angaben in den Kirchenbüchern in den allermeisten Fällen schon sehr präzise sind, sehe ich lauter Fragezeichen... Es steht fest, dass Heinrich am 8. Dezember 1899 in der Steinhauser Arrode Nr. 5 in Halle (Westf.) an Altersschwäche gestorben ist. Die Jahrhundertwende hat er damit nur um rund dreieinhalb Wochen verpasst. In seinem Sterbeeintrag im Haller Kirchenbuch wird er als Leibzüchter bezeichnet, der zwei Söhne hinterließ. Soweit, so gut. Das eigentliche Problem beginnt damit, dass im Sterbeeintrag kein konkretes Geburtsdatum, sondern nur sein Alter angegeben ist: 75 Jahre. Danach wäre er 1824 geboren. Als Geburtsort wird Enger angegeben. Von Enger, das heute im Kreis Herford liegt, bis nach Halle sind es ungefähr 20 Kilometer. Nur hört der Familienforscher eben die Nachtigall trapsen, wenn i...

Johann Friedrich Schulze

Ein toter Punkt, über den ich wahrscheinlich nie hinwegkommen werde, ist die Geburt meines direkten Vorfahren Johann Friedrich Schulze. Johann Friedrich war Heuerling und Schneider und starb am 26.02.1855 in Ascheloh 10 an Altersschwäche. Sein Alter ist in seinem Sterbeeintrag im Haller Kirchenbuch mit 80 Jahren angegeben, so dass er entweder 1774 oder 1775 geboren wurde. Leider beschränkt sich der Eintrag darauf, dass Johann Friedrich "aus dem Waldeckschen" stammte. Das sind die Momente, in denen man sich Vorfahren mit sehr speziellen Nachnamen wünscht. "Schulze" gehört leider nun so gar nicht dazu. Den ersten Hinweis auf Johann Friedrich finde ich in seinem Heiratseintrag vom 20.09.1800. Auch bei den Paten seiner Kinder habe ich bis jetzt noch keinen Hinweis auf die weitere "Schulze"-Linie gefunden. Wenn einem von Ihnen also ein Johann Friedrich Schulze, der um 1775 im Waldeckschen geboren wurde, "abhanden gekommen" ist, dann lassen Sie...