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Wenn der Historische Verein für die Grafschaft Ravensberg...

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... sich mal für eine Veranstaltung aus Bielefeld hinauswagt, dann kann das ziemlich interessant werden. Gestern konnte man das gut beobachten, und zwar in der Remise in Halle. Wolfgang Schindler hielt dort einen Vortrag zum Thema "Handel und Kaufleute in Halle von 1600 bis etwa 1850" , in Zusammenarbeit mit den Haller Zeiträumen . Die Remise war auch gut besucht; ich schätze mal, 80 Leute waren es mindestens, die wissen wollten, wer denn die Leute waren, deren Namen man heute noch auf diversen Fachwerkhäusern in unmittelbarer Nähe des Kirchplatzes findet und auch auf den Grabsteinen der Waldbegräbnisse oben am Teuto. Das waren die Familien, die auch über Jahrhunderte lang öffentliche Ämter bekleidet und sich dabei im Grunde abgewechselt haben - man hatte also nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer Hinsicht viel zu melden. Da waren die Brunes, die Abeckes, die Hagedorns, die Kiskers ... und ich bin nicht nur baff, was diese Kaufmannsfamilien so alles auf...

Das Berufsrisiko des Hufschmieds

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An  Wilhelms Geburtstag kann ich einfach nicht anders; ich musste dieses Foto einfach nochmal posten. Nicht nur, weil mein Opa hier so lässig auf der Maschine sitzt, sondern auch, weil es eine Geschichte gibt, die in dieses Foto hereinspielt.   Wenn man genauer hinguckt, dann kann man erkennen, dass Wilhelms untere Gesichtspartie doch ein wenig angespannt aussieht, während der Rest von ihm doch ziemlich entspannt wirkt. Das lag an einem Arbeitsunfall... Wilhelm hatte nach der Volksschule den Beruf des Schmiedes gelernt. Das passt auch zu ihm, vor allem, dass er auch als Hufschmied arbeiten konnte. Dass er Pferde (in seinem Duktus: Gäule) mochte, weiß ich noch aus meiner eigenen Erinnerung. Kurz bevor dieses Foto entstanden ist, hat sich einer dieser Gäule aber beim Beschlagen nicht ganz so kooperativ verhalten, wie Wilhelm es sich gewünscht hätte, im Gegenteil: Voll erwischt. Es ist leider nicht überliefert, wo genau sich diese Geschichte abgespielt hat. Ich kann mir auch nu...

Werther 203 und seine rätselhaften Bewohner

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 Falls sich jemand fragt, warum meine E-Mail-Adresse ausgerechnet "werther203"[at]gmx.de ist - hier ist des Rätsels Lösung. Das hier ist das "Original" - Werther Nr. 203:  Für die alten Wertheraner: Es ist das Haus zwischen Delius und dem Kippskrug. Heute Engerstr. 57. Das alte Delius-Gebäude, in dem heute die Kartbahn ist, kann man am linken Bildrand noch erkennen.  Ja, das Haus hat sich verändert. Heute ist es rot verklinkert und kaum noch wiederzuerkennen, aber die alte Substanz ist noch da. Das kommt davon, wenn man Maurermeister als Vorfahren hat - die bauen auch schon mal das eigene Haus um , modernisieren und erweitern es. Der Eingang zum Beispiel ist heute auf der Rückseite des Hauses, weg von der Straße. Trotzdem kann ich einiges wiedererkennen. Wo das Fenster unten links ist, hatte ich früher mein Kinderzimmer. Als es im Kippskrug 1985 wieder einmal brannte, hat die Feuerwehr den Hydranten direkt vor meinem Fenster angezapft - und ich habe es glatt verschl...

Die Chronik des BV Werther

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Zum Leidwesen meines Mannes gucke ich gerne Fußball - wenn denn gespielt wird. Aber zum Leidwesen meines Mannes erforsche ich ja auch Werthers Einwohner. Ist es da nicht nur logisch, dass nun auch die frisch gedruckte Chronik des BV Werther (offiziell: Ballspiel-Verein Werther 1920 e.V.) auf meinem Tisch gelandet ist? Für mich sind natürlich vor allem die Anfänge interessant. Es gibt schon Fotos der Mannschaften aus den 1920ern - mit den Namen dazu! Das muss man erstmal hinkriegen, und ich bin fest davon überzeugt, dass insgesamt in dieser Chronik eine ganze Menge Arbeit steckt. Wir reden hier immerhin von 144 Seiten im DIN/A 5-Format, als Hardcover gebunden. Da tut es einem gleich doppelt Leid, dass die geplanten Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum wegen des vermaledeiten Corona-Virus so ins Wasser fallen. Da war wohl einiges geplant. Mit ein bisschen Glück kriegen sie aber auch dieses Jahr wieder ihr Oktoberfest hin, das inzwischen in bestimmten Kreisen als legendär bezeich...

Die "Judenkirche" in Werther

Meinen direkten Vorfahren Henrich Wilhelm   Pott genannt Törner (1760-1825) und Elisabeth geb. Esdar (1775-1845) gehörte früher das Grundstück Werther Nr. 21 , gelegen an der jetzigen Ravensberger Straße zwischen der Adler-Apotheke und dem heutigen Bankvereinsgebäude. Ich bin mir nicht sicher, ob das Haus, das heute dort steht, noch dasselbe ist wie das, das sich auch schon Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Familie Törner dort wohnte, auf der Stätte befand. Sogar in einem kleinen Städtchen wie Werther hat sich eben vieles verändert in den letzten 200 Jahren. Das Besondere an diesem Grundstück ist, dass sich hinter dem Haus früher die Wertheraner Synagoge befand (nur nebenbei erwähnt: Die Törners waren evangelisch). Entsprechend habe ich in der Grundakte, die im Landesarchiv NRW in Detmold liegt und sich als richtig dicker und nur mittelgradig verstaubter Schinken mit 300 Blättern herausgestellt hat, die folgende Versicherungsbescheinigung gefunden: Die Gebäude des B...

Neue Serie im Westfalen-Blatt

Seit gestern gibt es im Wertheraner Lokalteil des Westfalen-Blattes eine neue Serie: Man will sich in loser Folge die markantesten Gebäude der Stadt vornehmen.  Den Anfang macht das " Walbaumsche Haus " am Venghauss-Platz. Von der Familie Stute errichtet, wurde es später von der Familie Walbaum übernommen, die einige prominente Kaufleute hervorbrachte. Wenn ich mich nicht irre, dann kam der erste Walbaum, den es nach Werther verschlagen hat, aus Lübbecke. Die Walbaums waren eng mit den Heidsiecks verwandt, und wer dabei an Champagner denkt, der liegt goldrichtig. Ich bin schon gespannt, wie die Serie weitergeht. Hoffentlich konzentriert sich das WB wirklich auch auf die geschichtlichen Hintergründe, anstatt "nur" Werbung für die heutigen Geschäfte zu machen. Letztere hat natürlich auch ihre Berechtigung, aber interessanter für mich sind doch die Jahrhunderte davor... alles eine Frage der Perspektive!