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Update: Von Nicklichkeiten und Arbeitskreisen

Ich denke, es ist mal Zeit für ein kleines Update. 

In den letzten Monaten war ich ja doch ziemlich ruhig hier, und das lag schlicht und einfach daran, dass ich relativ wenig Genealogisches gemacht habe. Okay, ich habe immer mal wieder ein bisschen an Werthers Gedächtnis rumeditiert, und ich habe auch ein bisschen mitgeholfen, die Hägeraner Schulchronik zu transkribieren (ist schon interessant zu lesen, wie das Schulgebäude, in dem ich immerhin die erste Klasse verbracht habe, zustande gekommen ist), aber wirklich geforscht habe ich eigentlich... nicht. 

Ab und zu muss man auch mal Pause machen. Familienforschung ist ja kein Sprint, aber ein ziemlicher Marathon. Allerdings einer ohne konkretes Ziel.

Der Grund, warum ich nicht allzuviel geforscht und gewerkelt habe, ist eigentlich ein ganz schnöder: 

Vorab gesagt: 

Wesentlich vereinfachen wird sich die Arbeit an Werthers Gedächtnis dann, wenn ich es komplett in digitaler Form vorliegen habe und dann auch nur noch an diesen Digitalisaten arbeite (auch wenn ich das Blättern in den dicken schwarzen Ordnern ganz stark vermissen werde - im Herzen bin ich immer noch analog). Zwei dicke schwarze Ordner warten noch darauf, dass ich meine handschriftlichen Notizen endlich mal in die Digialisate einarbeite. Außer mir kann das keiner machen, weil keiner meine Schrift lesen kann (zumindest behauptet der Familienforschungsmuffel, er könne es mitunter nicht). Also lautet der nächste logische Schritt: Editieren, editieren, editieren. Das wird mir dann auch zeigen, wo ich noch Lücken habe und wo ich noch keine Querverbindungen gezogen habe. 

Zum einen ist diese Arbeit wirklich - nervig. Aber unumgänglich. 

Zum anderen habe ich ein kleines Problem, das mir diese Tipperei noch erschwert: 

Am liebsten sitze ich abends mit meinem Notebook in meinem Lieblingssessel und tippe vor mich hin. Dieses besagte Notebook hat aber seit ein paar Monaten den Fehler, dass die Pfeiltaste nach unten nicht mehr funktionier und es mir beim Markieren von mehr als einem Wort einen Strich durch die Rechnung macht. Soll heißen: Eigentlich bräuchte ich ein neues Gerät. 

Ich habe aber auch keine Lust, mich auf die Suche nach einem zu machen. Für mich, die mit Technik nur das Nötigste am Hut hat, ist das immer so ein Aufwand, um den ich mich gerne drücke. Ich bin ja schon genervt, weil Bildschirmgrößen hierzulande aus irgendeinem Grunde in Zoll angegeben werden und nicht in Zentimetern. Ich weiß nur, dass ich gerne wieder ein Extra-Zahlenfeld hätte. Vielleicht sollte ich mal den Familienforschungsmuffel dransetzen... 

Das Editieren machte also nicht so richtig Spass in der letzten Zeit.  

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einem tatsächlich den Spass versauen können, weil sie ein Eigenleben entwickeln. Eigentlich eher lächerlich.

Langsam kribbelt es aber wieder in den Fingern. Und EM ist ja auch noch. 

Soll heißen: Ich kann nicht einfach nur da sitzen und Fußball gucken. Ich brauche noch eine Beschäftigung nebenbei. Editieren zum Beispiel... 

Ich werde also in den nächsten Wochen abends wieder häufiger tippend in meinem Lieblingssessel anzutreffen sein. Auch wenn ich um die Tücken meines Laptops herumnavigieren muss, bis ich mich irgendwann dann mal zu einem neuen entschlossen habe. Am Ende der EM will ich bei einem verbliebenen dicken schwarzen Ordner angekommen sein! 

____

Und dann wäre da noch das nächste Treffen des AK Genealogie Steinhagen. Das findet an diesem 

Samstag, dem 22.06.24, um 14.30 Uhr 

in der Alten Feuerwehr in Steinhagen-Amshausen statt, also wenn Georgien gegen Tschechien spielt. Ich werde es verschmerzen können....

 

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