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Es werden Posts vom August, 2012 angezeigt.

Wo starb Caspar Niemeyer? Und unter welchem Namen?

Einer meiner Ur-Ur-Ur-Urgroßväter war Caspar Heinrich Niemeyer aus Wallenbrück. Er war seit 1811 mit Anna Catharina Ilsabein Aufderheide verheiratet, und seine zweite Tochter Catharine Marie (geb. 1813) heiratete 1841 Hermann Heinrich Schwentker . Was mich immer schon irritiert hatte: Ich habe alle Kirchenbücher durchgeguckt, aber von Caspar Heinrich keinen Sterbeeintrag gefunden, und zwar weder in Wallenbrück noch in Spenge noch in Werther, wo seine Tochter inzwischen wohnte. Ein Stück weiter bin ich aber trotzdem gekommen. Im Netz findet sich eine wunderbar hilfreiche Seite, nämlich www.amerikanetz.de . Sie befasst sich mit westfälischen Auswanderern - und davon gab es viele. Sehr viele. Unter dem Unterpunkt "Auswanderer Kreis Herford" findet man eine 960 Seiten starke PDF-Liste mit diversen Informationen über Hunderte von Emigranten. Und einer davon ist oder besser war mein Ur-Ur-Ur-Uropa Caspar Heinrich Niemeyer aus Wallenbrück! Laut der Liste ist er im Ja...

Forschungstrip nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg Teil 2: Spaziergang durch Burg

Um es vorwegzunehmen: Nach dem ersten Teil dieses kleinen Reiseberichts haben mich einige Leute gefragt, warum ich mich nicht auf sämtliche Zehenspitzen gestellt und einfach über das Tor hinüberfotografiert habe ("Sogar mit 1,62 m müsste sich das doch eigentlich machen lassen!"). Die einfache Antwort lautet: "Ich würde ja auch auch nicht wollen, dass das jemand bei mir macht!" Abgesehen davon hatte ich keine Lust, uniformierten Freunden und Helfern erklären zu müssen, was ich denn da bitte schön treibe. Wie gesagt, die Schulstraße ist eine sehr enge und noch immer auch eine sehr bewohnte Straße. Ich konnte genau hören, welche Anwohner gerade die Tagesschau guckten. Die Wahrscheinlichkeit, dass, genau in dem Moment, in dem ich versuche, ein gutes (= nicht übermäßig verwackeltes) Foto zu bekommen, ein Nachbar aus seinem Fenster guckt, weil ihn die Berichterstattung über die Euro-Krise langsam nervt, war also nicht gerade gering. Gut, das Haus schräg gegenüber wäre...

Forschungstrip nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg - Teil I: Clausewitz, Fontane und mein Uropa...

Ich habe es nun endlich geschafft, meinen lange gehegten Plan vom Forschungsurlaub in Sachsen-Anhalt und Brandenburg auch tatsächlich in die Tat umzusetzen, wenn auch nur für ganze dreieinhalb Tage. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Es war ein sehr ereignisreicher Trip, in mehr als einer Weise. Was mich bis jetzt immer davon abgehalten hatte waren die langen Vorlaufzeiten, auf die man sich einstellen muss, wenn man das Kirchenarchiv der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg heimsuchen möchte: mindestens vier Monate kann man dort einplanen. Ich hatte nun aber einen Archivplatz für den 13. und den 14. August ergattert, und das sogar relativ kurzfristig, weil man ein zusätzliches Lesegerät angeschafft hatte und deshalb Zusatzplätze vergeben konnte. Um auch ja gaaaanz pünktlich montags um 08.30 Uhr im Archiv zu sein, hatte ich mich entschlossen, mich schon am Sonntag nachmittag auf den Weg zu machen und mich am Sonntag abend noch ein bisschen in Burg, dem Geburtsor...

Kennen Sie "Warlser"?!

Nicht? Sind Sie sicher? Gut, zugegeben, ich kenne "Warlser" auch nicht. Ich war gerade dabei, bei familysearch die Heiratseinträge in Schildesche Mitte des 19. Jahrhunderts durchzugucken, weil es einige meiner Wertheraner dorthin verschlagen hat. Und dabei fiel mir auf, dass mir doch einige Namen sehr bekannt vorkamen, obwohl sie laut Datenbank in "Warlser" geboren sein sollen... Dabei ist des Rätsels Lösung eigentlich ganz einfach. Gucken wir uns doch mal die Kurrent-Schrift an, in der die Kirchenbücher dieser Zeit verfasst sind: Das "e" und das "a" sind sich sehr ähnlich, ebenso das "l" und das "t" sowie das "h" und das "s". Hat man nun eine sehr kleine und vielleicht auch nicht ganz so akkurate Schrift vor sich, dann kann man anstatt "Werther" auch schon einmal "Warlser" lesen... Ergo: Es ist nicht nur von Vorteil, wenn man die Schrift lesen kann, in der die Schriftstücke...

Die ominöse Geburt des Heinrich Ortmeyer

Die Geburt meines Ur-Ur-Ur-Großvaters Heinrich Ortmeyer gibt mir immer noch Rätsel auf. Heinrich war einer der Urgroßväter meiner Großmutter mütterlicherseits. In einer Zeit, in der die Angaben in den Kirchenbüchern in den allermeisten Fällen schon sehr präzise sind, sehe ich lauter Fragezeichen... Es steht fest, dass Heinrich am 8. Dezember 1899 in der Steinhauser Arrode Nr. 5 in Halle (Westf.) an Altersschwäche gestorben ist. Die Jahrhundertwende hat er damit nur um rund dreieinhalb Wochen verpasst. In seinem Sterbeeintrag im Haller Kirchenbuch wird er als Leibzüchter bezeichnet, der zwei Söhne hinterließ. Soweit, so gut. Das eigentliche Problem beginnt damit, dass im Sterbeeintrag kein konkretes Geburtsdatum, sondern nur sein Alter angegeben ist: 75 Jahre. Danach wäre er 1824 geboren. Als Geburtsort wird Enger angegeben. Von Enger, das heute im Kreis Herford liegt, bis nach Halle sind es ungefähr 20 Kilometer. Nur hört der Familienforscher eben die Nachtigall trapsen, wenn i...