Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Oktober, 2013 angezeigt.

Neue Serie im Westfalen-Blatt

Seit gestern gibt es im Wertheraner Lokalteil des Westfalen-Blattes eine neue Serie: Man will sich in loser Folge die markantesten Gebäude der Stadt vornehmen.  Den Anfang macht das " Walbaumsche Haus " am Venghauss-Platz. Von der Familie Stute errichtet, wurde es später von der Familie Walbaum übernommen, die einige prominente Kaufleute hervorbrachte. Wenn ich mich nicht irre, dann kam der erste Walbaum, den es nach Werther verschlagen hat, aus Lübbecke. Die Walbaums waren eng mit den Heidsiecks verwandt, und wer dabei an Champagner denkt, der liegt goldrichtig. Ich bin schon gespannt, wie die Serie weitergeht. Hoffentlich konzentriert sich das WB wirklich auch auf die geschichtlichen Hintergründe, anstatt "nur" Werbung für die heutigen Geschäfte zu machen. Letztere hat natürlich auch ihre Berechtigung, aber interessanter für mich sind doch die Jahrhunderte davor... alles eine Frage der Perspektive!

Ostwestfalen im Schlachtgetümmel?

Heute vor 200 Jahren tobte bei Leipzig die sog. Völkerschlacht . Über 600 000 Menschen versuchten, sich gegenseitig zu töten. Ein Sechstel der Soldaten wurde getötet oder zumindest verwundet. Es war die bis dahin größte Schlacht, die die Menschheit je gesehen hatte, und für die nächsten 100 Jahre würde sie es auch bleiben. . Dass Preußen und seine Alliierten gewannen ( kann es bei einer solchen Schlacht überhaupt einen Sieger geben? ), war der Anfang vom Ende Napoleons, was auch Auswirkungen auf die Gegend hier hatte. Werther und Halle mussten nicht mehr als "geteilte" Städte (zwischen dem Königreich Westphalen einerseits und Frankreich andererseits) ihr Dasein fristen. War vielleicht einer meiner Vorfahren im Schlachtgetümmel dabei? Es könnte gut sein. In Betracht kommen wohl hauptsächlich diejenigen, die zwischen 1780 und 1795 geboren sind, vielleicht auch ein oder zwei Jahre jünger. Und das sind in meinem Stammbaum eine ganze Menge. Außerdem stellt sich die Frage, für...

Familienforscher im Auswandererhaus

Ausflugszeit! Am 3. Oktober begab sich ein Teil des AK Genealogie Steinhagen nach Bremerhaven, um sich einmal das "Deutsche Auswandererhaus" anzugucken. Viele von uns haben ja jemanden im Stammbaum, der irgendwann einmal seine Habseligkeiten zusammengepackt hat und den Weg über den großen Teich gewagt hat. Deshalb war es einfach mal an der Zeit, das Auswandererhaus in Angriff zu nehmen.  Der "normale" Erwachsene zahlt 12,50 EUR Eintritt; wer fotografieren will, muss noch einmal 1,50 EUR dazurechnen. Achtung: Die Sonderausstellung zum Thema Australien ist in diesem Preis noch nicht enthalten. Wer sich dennoch spontan zum Besuch der Sonderausstellung entscheidet, kann aber problemlos an deren Eingang noch einmal nachzahlen. Wir trafen uns also um 10.00 Uhr direkt vor dem Eingang, was auch soweit gut geklappt hat, obwohl wir alle selbst mit dem eigenen Auto angereist waren (von hier aus sind es knapp zweieinhalb Stunden). Nach einer allgemeinen Einf...

Mit vertrauteren Augen

Wenn ich mir die Kirchenbücher im allgemeinen und meine Familiengeschichte im speziellen so angucke, dann frage ich mich immer wieder, wie meine Vorfahren mit den ganzen Todesfällen klargekommen sind, ohne dabei den Verstand zu verlieren. Durch Kriege und vor allem auch Krankheiten wurden manche Generationen quasi halbiert. Wie kann man weitermachen, wenn einem innerhalb von fünf Tagen drei Kinder an der Ruhr wegsterben?  In einer Biografie über die Familie Bronte (im Sinne von Emily Bronte, die mit der "Sturmhöhe" und den beiden Punkten über dem "e", die ich aber gerade nicht finde) habe ich eine interessante Formulierung gefunden: "Der Tod war zu allen Zeiten ein schmerzlicher und erschütternder Einschnitt im Leben einer Familie. Die hohe Kindersterblichkeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte vielleicht dazu, dass er, wenn nicht mit gleichgültigeren, so doch mit vertrauteren Augen betrachtet wurde als heute." (aus: Elsemarie Maletzke, "Das Leben...