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Es werden Posts vom September, 2014 angezeigt.

Michaelis

Morgen ist der  29. September - der Michaelistag . Einige unserer Vorfahren werden wegen ihm wohl schlaflose Nächte gehabt haben, denn er galt gemeinhin als  Zahltag , an dem man seine Geldkatze griff und sich auf den Weg in die Stadt machte, um zumindest einen Teil seiner Schulden (inklusive Zinsen natürlich) bei  seinem Gläubiger abzustottern. Man stelle sich mal vor, dass jeder, der seinen Dispo angetastet hat, sich an ein- und demselben Tag zur Bank begibt, um sein Konto wieder auf Null zu bringen. Heute hätten wir da schon ein ernsthaftes Parkplatzproblem. Trotzdem ist die Situation vergleichbar. Und wenn man schon mal in der Stadt war, so wie alle anderen auch, dann konnte man ja auch ein wenig gesellig sein, nicht wahr? Sogar die Ostwestfalen können feiern, wenn sie wollen,  obwohl wir ja nun nicht gerade als Feierbiester gelten. In manchen Städten hat sich tatsächlich noch etwas von diesem Brauch erhalten: In Gütersloh zum Beispiel läuft gerade die Micha...

Johann Peter Gehring

Nur weil man sein ganzes Leben lang an ein und demselben Ort gewohnt hat, bedeutet das noch lange nicht, dass das Leben langweilig gewesen sein muss. Ein gutes Beispiel dafür ist mein direkter Vorfahr Johann Peter Gehring. Er wurde am 24.07.1761 in Bleeke 33 geboren; seine Eltern waren  Peter Henrich   Gehring  und  Cathrine Margarethe Walkenhorst . Weil er deren jüngster Sohn war, war er es, der den Hof weiterführte, wenn er auch dazu noch ein Handwerk erlernte: In den Kirchenbüchern finde ich ihn als Neuwöhner und Rademacher, einmal taucht er auch als Spinnradmacher respektive als Drechsler auf. Vernünftig, seine Existenz auf zwei Standbeine zu stellen. Sein Rufname war Peter, was ich daraus schließe, dass der "Johann" in diversen Kirchenbucheinträgen, die seine Kinder betreffen, unter den Tisch gefallen ist. Am 12.11.1784, also mit 23, heiratete er  Catharine Ilsabein Temming  aus Rotingdorf 8, also ebenfalls aus dem Kirchspiel Werther. Sie war nu...