Morgen ist der 29. September - der Michaelistag . Einige unserer Vorfahren werden wegen ihm wohl schlaflose Nächte gehabt haben, denn er galt gemeinhin als Zahltag , an dem man seine Geldkatze griff und sich auf den Weg in die Stadt machte, um zumindest einen Teil seiner Schulden (inklusive Zinsen natürlich) bei seinem Gläubiger abzustottern. Man stelle sich mal vor, dass jeder, der seinen Dispo angetastet hat, sich an ein- und demselben Tag zur Bank begibt, um sein Konto wieder auf Null zu bringen. Heute hätten wir da schon ein ernsthaftes Parkplatzproblem. Trotzdem ist die Situation vergleichbar. Und wenn man schon mal in der Stadt war, so wie alle anderen auch, dann konnte man ja auch ein wenig gesellig sein, nicht wahr? Sogar die Ostwestfalen können feiern, wenn sie wollen, obwohl wir ja nun nicht gerade als Feierbiester gelten. In manchen Städten hat sich tatsächlich noch etwas von diesem Brauch erhalten: In Gütersloh zum Beispiel läuft gerade die Micha...