Als ich damals mit meiner Forschung angefangen habe, war für mich klar: Einer meiner vier Uropas hieß August Gehring. Das war die Info, die ich von meinen Eltern bekommen hatte, denn August selbst konnte ich ja nicht mehr fragen: Er war 1965 gestorben; wir haben uns also um gute acht Jahre auf dieser Welt verpasst. Ich hatte mir ja schon gedacht, dass es nicht beim "August" bleiben würde, denn die meisten Kinder, die im 19. Jahrhundert geboren wurden, bekamen ja noch einen oder auch zwei Vornamen zum eigentlichen Rufnamen noch dazu, oft die der Paten. Also wunderte ich mich nicht, als ich Augusts Taufeintrag fand (Kirchenbuch Werther, Nr. 111/1880): Sein voller Taufname lautete Friedrich Wilhelm August. Soweit, so gut. Dann wurde es etwas komplizierter: Mir fiel das Testament in die Hände, das er zusammen mit seiner Frau Lina (geb. Plessner) handschriftlich aufgesetzt hatte. Darin bezeichnete er sich selbst als "Friedrich Wilhelm genannt August". Ab dem Mome...