Als ich mit " Werthers Gedächtnis " anfing, war das ein Projekt, an dem ich einfach nur für mich allein herumwerkelte. Hätte ich damals geahnt, was sich daraus entwickelt (und wie umfangreich es tatsächlich wird), dann hätte ich einige Kleinigkeiten anders gemacht... Ein Beispiel sind die Fußnoten. Die Unmengen von Fußnoten, um genau zu sein. Wenn man so allein vor sich hinarbeitet, dann entwickelt man für sich sein eigenes System. Meins war, dass ich alle Daten, die ich in Kirchenbüchern fand, einfach nur eintrug, aber ohne Quelle. Mein Gedanke: "Wenn nichts dabei steht, steht's im Kirchenbuch. Finde ich bei Bedarf schon wieder. Und außerdem würden das ja viel zu viele Fußnoten..." Irgendwann kam ich dann an den Punkt, an dem ich immer mehr "kirchenbuchfremde" Einträge einarbeitete (Stichwort: Standesamt), und an dem auch immer mehr "Abtrünnige" auftauchten, also Menschen, die zum Beispiel in Werther geboren waren und in Dornberg gehe...