Das ist eine Frage, die heute wohl eher selten gestellt wird. Für mich als Familienforscherin ist sie aber wieder spätestens in dem Moment wieder aktuell geworden, als ich versuchte, herauszufinden, wann und wie Urgroßonkel Heinrich in Köln gelandet ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann mussten grundsätzlich erstmal alle jungen Männer mit Vollendung des 17. Lebensjahres zum Militärdienst einrücken. Kein Recht auf Verweigerung aus irgendwelchen ominösen Gewissensgründen. Wie es dann weiterging, hing von der Schulbildung (und damit letztlich auch vom Stand der Eltern) ab: Der Gymnasiast konnte "Einjährig-Freiwilliger" werden und bekam nach ein paar Wochen auch sein eigenes Zimmer, während der Arbeiter seine zwei bis drei Jahre mit den Kameraden auf der Stube verbringen durfte. Auf der Seite des Deutschen Historischen Museums habe ich einen kurzen, aber trotzdem informativen Artikel darüber gefunden. Da geht es schon los - war Heinrich auf dem Gymnasium? ...