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Es werden Posts vom Januar, 2013 angezeigt.

Draußen vor meinem Fenster...

...versuchen gerade zwei gestandene und erwachsene(?) Männer, herauszufinden, ob ihre Mini-Monster-Trucks auch im Schnee fahren können. Sie stehen dort bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mit ihren Fernsteuerungen und lenken ihre selbstgebauten Vehikel über die Schneehügel, die sich beim Schneeschippen angesammelt haben - und das schon seit geraumer Zeit. Sollte mir ein bestimmter Jemand noch einmal sagen, dass Familienforscher im Grunde ja "einen an der Klatsche" hätten - Schatz, ich werde Dich an diesen Moment erinnern... (Im Grunde hat er nicht unrecht - aber wir Forscher haben den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass wir in der Regel im Warmen und Trockenen sitzen...)

Zwei in einem Sarg

Im evangelischen Kirchenbuch von Werther (Landgemeinde) habe ich den folgenden Sterbeeintrag aus dem Jahr 1756 gefunden: Es ist der Eintrag über die Beerdigung meiner siebenfachen Urgroßmutter Catrine Elisabeth Dammann geb. Wegener ; sie war im Mai 1685 als Tochter des Colon Hermann Wegener und seiner ersten Ehefrau Ilsabein Nedderschelp in Isingdorf 16 geboren worden. Am 23. November wurde sie, nachdem sie im Alter von 71 Jahren gestorben war (hier hat sich der schreibende Pastor um ein Jahr verrechnet), auf dem Wertheraner Kirchhof beerdigt. Der letzte Satz am Eintrag ist aber der interessantere. Catrine Elisabeth wurde nämlich nicht alleine beerdigt: "In ihrem Sarge ist auch Herman Henr. Habighorst todtgeb. Töchterl. mit beygesetzt." Ganz ehrlich, in dem Moment, als ich diesen Satz zum ersten Mal gelesen habe, haben sich mir sämtliche Nackenhaare aufgestellt. Gut, im Kirchspiel Werther des 18. Jahrhunderts war so ziemlich jeder mit jedem irgendwie verwandt...

Einschlingen, Zweischlingen, Dreischlingen...

Manchmal frage ich mich ja, weshalb ich die Tageszeitung überhaupt noch lese - Mundpropaganda und das Internet sind in einer Kleinstadt ja eigentlich die Mittel der Wahl, wenn man sich schnell informieren will. Und zwar in genau dieser Reihenfolge. Ab und zu findet man in der Zeitung aber auch kleine nette Zusammenfassungen zu historischen Themen. Das Westfalen-Blatt druckt zur Zeit eine Serie über die " Schlingen ", also die ehemaligen Zollstellen an der heutigen B68 zwischen Steinhagen und Bielefeld. Wenn man sich die Situation vor 150 Jahren anguckt, dann hat sich im Vergleich zu heute an der Ausgangssituation eigentlich gar nicht mal so ungeheuer viel verändert: Es stellt sich immer noch die Frage, wie man denn bitte schön den - notwendigen - Ausbau der Infrastruktur finanzieren soll. Im Fall der Landstraße zwischen Halle und Bielefeld war die Lösung schnell gefunden: Man nahm einfach von den Reisenden Wegezoll , und zwar gleich alle paar Kilometer. Nur allzu logisch...

"Werthers Gedächtnis" - Zwischenstand zum Jahresbeginn

Als ich anfing, die Wertheraner Familien systematisch zu erfassen, hatte ich eine ungefähre Ahnung, was da auf mich zukommen würde. Zuerst habe ich über einige Zeit "im stillen Kämmerlein" gearbeitet, einfach nur für mich, weil mir diese große Puzzelei - und etwas anderes ist es im Grunde ja nicht - einfach Spass machte. Der Spass ist auch nach vier Jahren immer noch da, aber das "stille Kämmerlein" habe ich inzwischen dann doch verlassen. Mit dem Resultat, dass mich schon diverse Forscherkollegen für wahnsinnig erklärt haben. Nun ja. Ein bisschen Wahnsinn gehört dazu. Und er macht das Leben ungemein interessanter. Von nun an werde ich also den monatlichen Fortschritt hier in meinem Blog posten, und Buchstabe für Buchstabe auch die jeweiligen Nachnamenslisten. Der Jahresanfang scheint mir dafür ein guter Zeitpunkt zu sein.  Zwischen den Jahren habe ich mich hauptsächlich mit den Geborenen und Getauften der 1880er Jahre beschäftigt. Genealogie-Snobs werden jetzt die ...