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Es werden Posts vom Januar, 2017 angezeigt.

Die Sache mit der Beschneidung...

... betrifft mich jetzt zwar nicht direkt, interessiert mich aus irgendeinem Grunde aber trotzdem. Das ist wahrscheinlich die Eigenschaft, die man bei allen Forschern in überproportionalem Maße findet - Neugier.  Als ich die Judenregister von Werther bzw. aus dem Altkreis Halle durchguckte, fiel mir auf, dass bis 1846 in den allermeisten Fällen nicht nur das Datum der Beschneidung (Brit Mila) genannt wurde, sondern auch derjenige, der dieses Ritual durchgeführt hat. In der Zeit von 1815 bis 1821, als Pastor Gieseler das Register geführt hat, erwähnt er zwar nur in einem einzigen Fall, wer die Beschneidung vorgenommen hatte ("Rabbi Moses"), aber danach, im kreisweiten Register, steht es bei jedem Jungen explizit dabei. Und ich frage mich, was diese Information überhaupt in behördlichen Akten zu suchen hatte. Ist ja schließlich ein religiöser und kein staatlicher Akt. Trotzdem: Wenn man diese Informationen schon mal hat, dann kann man sie ja auch nutzen. Ich habe sie also...

Die Geburten in der Stadt Werther von 1815 bis 1846

Wenn ich schon einmal dabei bin, die jüdischen Wertheraner in Werthers Gedächtnis einzutragen, dann ist das eine schöne Gelegenheit, auch mal ein bisschen Statistik zu betreiben. Da bietet es sich doch an, mit den Geburten anzufangen... Zwischen 1815 und 1846 wurden in Werther insgesamt 104 jüdische Kinder geboren. Es ist irgendwie schön, die Statistik genau aufgehen zu sehen, denn es sind genau 52 Jungen und 52 Mädchen: Jahr Jungen Mädchen gesamt 1815 1 1 2 1816 0 1 1 1817 1 2 3 1818 1 2 3 1819 0 2 2 1820 1 3 4 1821 0 0 0 1822 2 0 2 1823 0 1 1 1824 3 5 8 1825 4 0 4 1826 3 3 6 1827 4 3 7 1828 2 0 2 1829 2 2 4 1830 ...

Die westfälischen Juden- und Dissidentenregister von 1808 bis 1874

Von vielen Familienforschern unbemerkt hat das unbemerkt hat das Landesarchiv NRW inzwischen sämtliche Juden- und Dissidentenregister aus den Jahren 1808 bis 1874 online gestellt . Und das auch noch gratis! Da muss man doch mal "danke" sagen. Man klicke einfach auf den gewünschten Ort, dann dort auf das Kamerasymbol, und schwupp - man hat die Register innerhalb ein von nur ein paar Sekunden auf dem Bildschirm. Eine kleine Tücke hat die Sache allerdings doch: Wie zum Beispiel für Werther findet man die meisten Register nicht unbedingt in der Stadt, in der man eigentlich sucht - dann muss man sich mal in der nächsten Kreisstadt umgucken (Werther gehörte damals ja zum Kreis Halle, der 1973 aufgelöst wurde - also findet man die Register unter Halle).  Oft lohnte es sich eben nicht, für jede Kleinstadt eigene Register anzulegen... Meinen Nachmittag habe ich dann auch damit verbracht, die jüdischen Geburten von 1815 bis 1846 in "Werthers Gedächtnis" einzutragen. Da...

Demnächst in meinem Bücherregal - wenn ich es denn wieder benutzen kann...

Das war er nun also, der erste Arbeitstag im neuen Jahr. Man hat das Gefühl, als hätte es die Feiertage gar nicht gegeben, so sehr ging der ganz normale Wahnsinn heute wieder los... Zur Belohnung und als Ausgleich sitze ich nun mit einer großen Tasse heißer Milch mit Honig (bei der Kälte da draußen genau das richtige, um auch innen und im Inneren warm zu bleiben) in meinem Lieblingssessel, genieße den ersten Feierabend im Jahre 2017 und blättere in den beiden neuen Publikationen des Historischen Vereins, den Ravensberger Blättern (Zweites Heft 2016) und dem 101. Jahresbericht. Ist schon praktisch, dass man beides als Mitglied im Historischen Verein automatisch zugeschickt bekommt, auch wenn ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe, weil ich beides sonst in meinem Lieblingsbuchladen kaufen würde, und man sollte den lokalen Einzelhandel ja schließlich unterstützen... aber ich will mich ja gar nicht beschweren. Im Gegenteil, ich freue mich immer richtig, wenn ich einen di...