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Das Mädchen mit der wilden Tolle...


 ... wird heute 75! Alles Liebe zum Geburtstag, Mama! 

Heute trägt sie zwar keine knielangen Hängekleidchen mehr, sondern stattdessen lieber Shirts und Pullis (am allerliebsten dunkelblau-weiß gestreift), aber schon damals konnte man sehen, dass dieses Kind einiges an Energie hat. Und die hat sie auch heute noch, was mich unter Umständen an den Rand des Wahnsinns treiben kann :-) To-do-Listen sind nicht ihr Ding, sie legt lieber direkt los. Dazu passt, dass sie ihren Kaffee bis heute schwarz trinkt. Wenn sie nicht gerade ausgedehnte Spaziergänge durch Werther oder von Duhnen zur Kugelbake unternimmt (das Wandern ist, zumindest im Moment, Corona zum Opfer gefallen), dann kann man sie auch oft im Auto antreffen, und zwar relativ zügig unterwegs. Vor allem, wenn sie mit einem Spaghettieis aus der Wertheraner Eisdiele unterwegs zu mir ist. Sie behauptet dann immer mit unschuldiger Miene, sie passe sich nur dem Verkehrsfluss an. Solange ich mich erinnern kann, hat sie immer am Steuer gesessen, und zwar richtig gerne! Ich glaube, das unterscheidet sie - mit Verlaub - von vielen Frauen in ihrem Alter. Sie hatte auch den (Auto-)Führerschein, bevor ihr Vater seinen hatte. Wenn das nicht bezeichnend ist...

Das Foto hier muss Anfang der 50er Jahre entstanden sein, und zwar in Tatenhausen. Ist schon praktisch, wenn man in Halle wohnt und so ein Wasserschloss in der Nähe ist. Das eignet sich wunderbar für einen Familienausflug. Und wenn dann noch jemand eine Kamera dabei hat...

Ich liebe dieses Foto. Nicht nur, weil das Mädchen, das mal meine Mutter werden würde, den Schalk sprichwörtlich im Nacken hat. Auch, weil Opa so liebevoll zu ihr runterguckt, während Oma sich nicht entscheiden kann, ob sie fürs Foto huldvoll lächeln oder sich nicht doch vor Lachen wegschmeißen soll. Dazu kommen dann natürlich noch Opas weite Hosenbeine, in extrem lässiger Art zur Schau gestellt und mit von Oma akkurat gebügelter Falte. Oma fein im schwarzen Blazer. Damals machte man sich für Familienausflüge noch schick! 

Schick ist Mama immer tatsächlich immer noch - aber dabei wesentlich "flotter" als sämtliche Generationen vor ihr. 

Danke, Mama, für alles - ich hab' Dich lieb! 







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