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Ich bin durch mit den 1950ern!

Es ist vollbracht - sämtliche Sterbeeinträge aus den 1950ern sind in "Werthers Gedächtnis" eingearbeitet. Und das waren immerhin fast 1.200... 

Es hat eine Weile gedauert; ich hatte irgendwann im Frühjahr damit angefangen, aber nicht kontinuierlich jeden Tag daran gearbeitet, sondern immer mal wieder. Richtig ehrgeizig wurde ich tatsächlich erst in den letzten drei Monaten: Auf meiner täglichen To-Do-Liste stand dann immer: "10 Sterbeeinträge 195x". Oft genug konnte ich den Punkt abhaken (und meist habe ich dann auch mehr als nur 10 Einträge abgearbeitet), aber ich habe mich auch nicht gerade umgebracht, wenn ich's mal nicht geschafft habe. Sterbeeinträge laufen einem ja nicht weg. Mein Ziel war aber trotzdem, vor Weihnachten damit fertig zu sein.

Ich muss sagen, die 1950er waren insgesamt doch interessanter, als ich vorher gedacht hatte. Ich habe viel über meine Heimatstadt gelernt, und ich glaube, dass ich nun ein etwas besseres Bild davon habe, wie es in der Wirtschaftswunderzeit in Werther zuging. Irgendwie beschleicht mich insgeheim das Gefühl, dass es tatsächlich hinter verschlossenen Türen oft viel vielschichtiger abging, als es heute oft kolportiert wird. Ist schon erstaunlich, was einem Sterbeeinträge so alles erzählen können... und zwar auch über das Leben. 


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