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Es werden Posts vom Januar, 2026 angezeigt.

Alle Jahre wieder... im Januar: Gedenken muss man nicht organisieren

Der Holocaust-Gedenktag war ja nun schon gestern, in Deutschland Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus, und heute finden sich dann auch die Artikel über die verschiedenen Gedenkveranstaltungen in der Zeitung. Genauso wie übrigens jedes Jahr im November. Und wie jedes Jahr kommt in mir der Gedanke auf, dass es im Grunde immer wieder dieselben Leute sind, die dort hingehen - Schüler und Leute aus verschiedenen Arbeitskreisen, von denen aber die meisten schon in Rente sind.  (Nein, das soll hier jetzt kein Boomer-Bashing werden. Liegt mir fern, komplette Generationen zu verurteilen, obwohl ich heilfroh bin, dass ich mich zur Generation X zählen kann. Nicht nur, weil wir Grunge hatten, sondern vor allem, weil wir als "Generation dazwischen" sowohl digital als auch analog können. Aber zurück zum Thema.)  Vielleicht würden mehr Leute zu den - immer noch richtigen und wichtigen! - Gedenkveranstaltungen kommen, wenn sie nicht immer mitten in der Arbeitszeit eines großen T...

Friedrich Wilhelm Fronemann - der Geschichte zweiter Teil

( hier ist Teil 1)  Okay, wo waren wir?   Ach ja.  Es hätte alles so schön sein können. Wilhelm bewirtschaftete Hörste Nr. 37 und erweiterte seine Familie mit Marie Elisabeth. Caspar Henrich bewirtschaftete Hörste Nr. 6 und erweiterte seine Familie mit Johanne Friederike. Und mit Napoleon war man auch durch. Klingt fast nach ostwestfälischer Idylle.  Ja, aber halt auch nur fast. Ich sag's ja ungern, aber von dem, was überliefert ist (die Quellen nenne ich unten), war es eine Frau, die es einfach nicht lassen konnte und unbedingt Unfrieden stiften musste. In Kombination mit einem Mann, der sich nicht durchsetzen kann oder will, kann das echt übel werden.  Johanne Friederike meinte, dass Wilhelm Nr. 37 quasi okkupiert hatte und Nr. 37 eigentlich noch zu Nr. 6 gehörte, also nicht als eigenständiger Hof geführt werden sollte. Sprich: Ihr Mann sei immer noch Eigentümer von Nr. 37. Sie selbst konnte schlecht klagen (heute würde man sagen, ihr fehlte die Aktivlegitim...

Friedrich Wilhelm Kleine Fronemann

Das Problem bei vielen Vorfahren ist ja, dass man relativ leicht ihre Vitaldaten finden kann, aber etwas über ihren Charakter herauszufinden, ist dann schon wesentlich schwieriger. Es gibt aber auch Vorfahren, von denen etwas mehr überliefert ist als Geburts- und Sterbedaten. Einer davon ist Friedrich Wilhelm Kleine Fronemann .  Wenn ich so etwas wie "Lieblingsvorfahren" habe, dann gehört er dazu. Schon alleine, weil er nicht immer gemacht hat, was von ihm in gesellschaftlicher Hinsicht erwartet wurde. Die Anmerkung in seinem Sterbeeintrag kann durchaus darüber hinweg täuschen, dass er öfter auch mal seine eigenen Regeln aufgestellt hat:  "Ein durch seltene Geistesgaben eben so ausgezeichneter, als unterrichteter, braver und anständiger Mann, der seit 12. Januar 1840 ein Mitglied unseres Kirchenvorstandes war, und in allgemeiner Geltung gestanden hat."     Okay. Ich lese daraus eine überdurchschnittliche Intelligenz, bin mir gleichzeitig aber auch sicher, dass e...

Ein frohes Neues! oder: Der Plan für 2026

(c) Flora Luna Seven bei pixabay Dieselbe Prozedur wie im letzten Jahr: Ich sitze hier und überlege, was ich denn gerne machen und erforschen würde in den nächsten zwölf Monaten. Und während ich hier so vor mich hin denke, fängt es draußen leicht an zu schneien.  Ja, ich hätte nichts gegen ein etwas magisches 2026, eins, in dem wir insgesamt bessere Laune haben und uns nicht immer nur durch die ganzen schlechten Nachrichten, die zweifelsfrei auch in diesem Jahr kommen werden, den Blick auf das verstellen lassen, was gut ist auf dieser Welt. Ist zwar leichter gesagt als getan, aber manchmal hilft da auch ein Blick in die Vergangenheit, um die Gegenwart wieder schätzen zu lernen.  (War das nicht ein genialer Übergang zum eigentlichen Thema?)  In den früheren Jahren war es ja immer so, dass ich mir entweder eine hübsche To-Do-Liste gemacht habe (von der ich dann vielleicht so etwas mehr als die Hälfte der Dinge abhaken konnte), oder dass ich mich stumpf geweigert habe, mir ...