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Es werden Posts vom April, 2015 angezeigt.

Meine Vorfahrenliste ... und die Probleme, die sie mit sich bringt

Als ich seinerzeit mit dem Bloggen angefangen habe, dachte ich mir: " Ach, ich packe einfach die Liste meiner direkten Vorfahren auf eine Seite, dann kann jeder sehen, wonach ich forsche! " Leichter gesagt als getan.  Die Liste ist inzwischen so ellenlang, dass man sich quasi die Finger wund scrollt, wenn man sie ganz lesen möchte. Auch sind die Vorlagen von Blogger und Wordpress nicht unbedingt darauf eingerichtet, dass jemand derart viele Zeilen auf eine einzige Seite packt. Ich würde zusätzlich noch gerne die  Quellen  einstellen, aber damit würde sich das Problem, wenn ich die Seite als solche so lasse, nur verschlimmern. Die  Übersichtlichkeit  würde wohl auch nicht unwesentlich leiden. Ich hatte überlegt, ob es sich lohnt, die Liste zu splitten und zum Beispiel nach meinen vier Großeltern getrennt auf vier verschiedenen Seiten zu posten. Das könnte aber wieder schwierig werden, weil ich diverse Fälle von Ahnenschwund zu verzeichnen habe. Obwohl...

Pater ipse?

Ich stolpere immer wieder über Taufen, bei denen als Pate "pater ipse" angegeben ist.  Viereinhalb Jahre (also eine gefühlte Ewigkeit) Schullatein reichen bei mir noch aus, um diese beiden Wörtchen mit " der Vater selbst " zu übersetzen. Woraus ich aber nicht schlau werde ich die Frage, warum man bei seinem eigenen Kind den Paten geben sollte. Und nur, um es einmal klarzustellen: Wir reden hier nicht von Nottaufen, bei denen auf die Schnelle keiner aufzutreiben war, der als Pate hätte herhalten können, sondern von ganz "normalen" Taufen. Was war der Sinn der Patenschaft? Dafür zu sorgen, dass das Kind auch ja im christlichen Glauben erzogen wurde? Dafür hatte man als Elternteil ja sowieso schon Sorge zu tragen, oder? Die soziale Komponente, wenn man möglichst angesehene Paten für das Kind fand? Oder einfach nur die Bezeugung, dass die Taufe als solche stattgefunden hat? Das wiederum hätte aber ja auch der Pfarrer bestätigen können, der die Taufe ja sc...

10 Tipps, wie Sie Ihren Stammbaum ruinieren können

Schreiben Sie sich nie - niemals - nicht die  Quellen  auf, aus denen die Information kommt, die Sie in den Stammbaum einarbeiten. Nehmen Sie alles für bare Münze, was sie von  Verwandten  hören ("Ich glaube, der hatte einen Zwillingsbruder..."). Bleiben Sie bei der Ihnen bekannten  Schreibweise  des Familiennamens ("Nein, die Schwenkers können nicht mit uns verwandt sein, denen fehlt ja das "t"!"). Nehmen Sie an, dass Ihre Vorfahren immer am selben  Ort  gewohnt haben, und zwar ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse und Entwicklungen der jeweiligen Zeit. Sehen Sie gelassen davon ab zu bemerken, dass sich die Zugehörigkeit eines Ortes zu bestimmten  Verwaltungseinheiten  (Vogteien, Ämtern, Landkreisen oder auch ganzen Staaten) im Laufe der Jahrhunderte auch durchaus mal ändern kann. Gehen Sie davon aus, dass zwei Familien mit demselben  Namen  im selben Ort auch immer ganz eng verwandt sein müssen. Meiden S...

Lachende Großmütter

Hier mal wieder ein Beitrag zur "52 Ancestors in 52 Weeks"-Challenge. Das Motto in dieser Woche lautet "My favorite Photo" . Ich musste nicht lange überlegen! Hier ist es: Schade, dass das Original im Laufe der Jahre schon ziemlich gelitten und ein paar Knicke bekommen hat, wie man unschwer erkennen kann. Das Foto zeigt meine Großeltern mütterlicherseits,  Martha (Hauffe) Sickendiek   (1918-1986)  und  Wilhelm Sickendiek (1914-1991) . Das kleine krakehlende und sich offensichtlich sehr freuende Wesen in der Mitte ist meine Mutter ;-)  (Von der übrigens heute keiner glauben will, dass sie tatsächlich schon in Rente ist. Aber von der Energie, die sie auf dem Foto schon andeutet, ist auch heute noch einiges übrig geblieben!)  Ich bin mir nicht sicher, wann genau dieses Foto aufgenommen wurde. Wenn ich den Kranz an der Eingangstür links sehe, dann könnte es die Hochzeit meiner Großtante Gertrud 1948 in Halle gewesen sein, wenn ich davon ausgehe, dass...

"Die Amis kommen!"

Das war der Ausruf, den man heute vor genau 70 Jahren überall im Altkreis Halle hörte. Hätte ich nicht gestern in der Zeitung einen entsprechenden Artikel darüber gelesen, dann hätte ich dieses Datum glatt verpasst. Dabei war der Artikel im Westfalen-Blatt gar nicht mal so uninteressant; er enthielt auch eine Karte, in der die Wege der verschiedenen Beteiligten nachgezeichnet werden. Aus urheberrechtlichen Gründen verzichte ich aber darauf, sie einzuscannen und hier einzustellen. Deshalb hier auch nur eine  Kurzzusammenfassung  der Ereignisse: Der 1. April war ausgerechnet der Ostersonntag im Jahr 1945 . Von einem ruhigen Feiertag mit Eiersuche und Aprilscherzen konnte aber keine Rede sein. Die 5. Armored Division der US Army traf im Altkreis auf Reste der 5. SS-Panzerdivision Wiking. Das erste Ziel war  Versmold . Schon am Vortag, dem 31.03.1945, waren der Versmolder Bürgermeister und einige Mitglieder des Volkssturms so klug gewesen, den verbliebenen de...