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Es werden Posts vom April, 2018 angezeigt.

Mitten in der Stadt war früher auf dem Land...

Irgendwann fiel mir auf, dass sich Ende des 19. Jahrhunderts die Todesfälle in Arrode Nr. 13 nur so knubbelten. Kein Wunder, denn es handelte sich um das St. Jacobi-Stift , das sich ab 1875 vom "Pflegehaus" im Laufe der Jahre zu einem "richtigen Krankenhaus" entwickelte. Das war zu einer Zeit, als Krankenhäuser noch nicht wie reine Wirtschaftsunternehmen geführt werden mussten und man es noch wichtig fand, auch in einer Kleinstadt zumindest eine Primärversorgung vor Ort zu haben, die man sich heute nicht mehr leisten kann. Inzwischen ist das Krankenhaus schon längst wieder abgerissen und damit ein abgeschlossener Teil der Geschichte. Wer Bilder sehen will, der muss nur mal " Krankenhaus Werther " in die Google-Bilder-Suche eingeben. An seiner Stelle und Stätte findet man aber wieder ein Jacobistift - dieses Mal in Form eines Seniorenheims, unten an der Mühlenstraße. Was heute so selbstverständlich mitten in der Stadt liegt, war in früheren Zeiten tats...

Eine E-Mail-Adresse für die Familienforschung

Jetzt habe ich es also doch getan - ich habe eine E-Mail-Adresse für diesen Blog hier eingerichtet. Sie lautet ganz schlicht werther203[at]gmx.de Wer mir etwas schreiben will, ohne einen Kommentar zu hinterlassen, der kann das nun also ganz problemlos tun. Klar, das "[at]" sollte man beim Tippen durch das entsprechende Zeichen auf der Tastatur ersetzen. Und natürlich habe ich mir auch etwas bei der Adresse gedacht: Werther Nr. 203 war das Haus, in dem ich in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts eine richtig glückliche Kindheit verbringen durfte, auch wenn zu dem Zeitpunkt dann doch schon die Straßennamen in Gebrauch waren (soo alt bin ich nun auch wieder nicht!). Und schon muss ich wieder über mich selbst grinsen, weil alles bei mir irgendeine Bedeutung haben muss... Bis jetzt hatte ich mich dagegen gesträubt, hier eine E-Mail-Adresse zu veröffentlichen, aus dem einfachen Grunde, weil ich keine Lust auf Unmengen von Spam hatte. Ich hoffe mal, dass sich d...

Lektion gelernt: Zwillinge (Teil 3)

Als ich damals anfing, die Linie von meinem nach Ostwestfalen "importierten" Urgroßvater Willy Hauffe zu erforschen, war das, was mir meine Mutter über diesen Teil der Familie sagen konnte, eher rudimentär. Kein Wunder, denn im Grunde kamen alle Informationen, die sie hatte, über ihre Mutter, so dass das bisschen, mit dem ich anfangen musste, aus mindestens zweiter Hand kam. Darunter war auch die Information, dass Willy einen Zwillingsbruder gehabt haben sollte, und zwar Waldemar . Abgesehen davon, dass ich dabei auch damals schon entweder an weißbiertrinkende Sportmoderatoren dachte oder zumindest an kurzbeinige Jagdhunde, die ständig Rücken haben, fand ich den Namen allein schon eher stammbaum-untypisch, obwohl ich zugeben musste, dass ein Zwillingspärchen namens "Willy und Waldi" doch eigentlich nicht ganz unwahrscheinlich klang. Alliteration sei Dank.  Weil ich die Reste seines alten Personalausweises in die Finger bekommen hatte, wusste ich, dass Willy...