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Es werden Posts vom Februar, 2021 angezeigt.

Eine Heiratsurkunde als Pandemie-Trostpflaster

Langsam komme ich in die Phase, in der mir die Pandemie auf die Nerven geht. Bis jetzt hatte ich eigentlich das Gefühl, ziemlich gut durchgehalten zu haben. Arbeiten aus dem Homeoffice? Mache ich eh seit 10 Jahren. Homeschooling? Fällt flach, wir haben Schildkröten. Ausgedehnte Shoppingtrips? Waren auch "vorher" nur die Ausnahme.  Was mir langsam fehlt, ist der Austausch mit den Forscherkollegen. Und die Besuche in den Archiven!  Wären dies "normale" Zeiten, denn hätte ich schon längst die Geburten des Jahres 1910 gepinnt und in Werthers Gedächtnis eingearbeitet. Wahrscheinlich würde ich jetzt über den Trauungen von 1940 sitzen und dabei den Ehemännern die Daumen drücken, dass sie aus diesem Scheiß-Krieg heile zurückkommen (was leider oft genug nicht der Fall war, die Randvermerke sprechen da eine deutliche Sprache).  Aber nein, ich sitze hier und warte, bis der Lockdown mich wieder in der Teeküche des Herrenhauses in Werther arbeiten lässt. Grmpf. Ich kann's j...

Hilfe aus dem Homeoffice: Die "kleine Fingerübung"

Wir sind nach Sturmtief Tristan immer noch ziemlich eingeschneit hier. Der Blick aus meinem Fenster auf den inzwischen in der Sonne glitzernden Schnee ist als Ausgleich dafür zwar traumhaft, aber ich kann ja nicht den ganzen Tag am Schreibtisch verdösen, oder?  Aus einer Spontanlaune hinaus habe ich beschlossen, mich der Schulte-Sippe aus dem Emsland zu widmen. Um das hier einmal einzuordnen: Die Großmutter meines Mannes war Maria Gesina Schulte . Ich wusste bislang nur, dass sie 1907 geboren war, aber der Geburtsort fehlte mir genauso wie die notwendige Information, wer denn ihre Eltern waren. Und wer schon mal im Emsland geforscht hat, der weiß, dass gefühlt drei Schulte-Kinder auf jeder Seite des Taufregisters stehen... außerdem sieht matricula-online.eu die Sache mit den Sperrfristen sehr, sehr eng: Für Taufen haben sie 120 Jahre angesetzt, und für Trauungen und sogar Sterbefälle glatt 100 Jahre. Ich persönlich finde das ein bisschen übertrieben, aber so isses nunmal. Ich bin...

Der Beleg, dass man sich über Rechnungen auch freuen kann

In Werther scheint es sich inzwischen herumgesprochen zu haben, dass ich da so ein gewisses Faible für Familienforschung habe. Ab und an passiert es dann, dass jemand zu meiner Sammlung das eine oder andere Fundstück beitragen kann.  Letzte Woche war das der Fall. Ich bekam ausnahmsweise mal zwei Rechnungen, über die ich mich wirklich von ganzem Herzen gefreut habe. Nicht nur, weil ich sie nicht selbst bezahlen muss, sondern auch, weil ich allen Ernstes zum ersten Mal die Unterschrift meines Großvaters Hermann Schwentker gesehen habe (jedenfalls, soweit ich mich erinnern kann).  Die erste dieser beiden Rechnungen bringt uns zurück ins Jahr 1953. Damals gab es zwei Hermann Schwentkers , Vater und Sohn. Der eine, Hermann Heinrich , war mein Urgroßvater, und der andere, Hermann Peter Heinrich , war mein Großvater. 1953 lebte Uropa noch (er starb erst vier Jahre später, 1957), aber das Tagesgeschäft führte Grunde Opa Schwentker. Ich weiß gar nicht, ob die Firma zu Uropas Lebzei...