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Es werden Posts vom Juli, 2021 angezeigt.

Noch ein Neuenkirchener Problem...

Bei Archion findet man die Neuenkirchener Trauungen bis zum Jahr 1886. Ich brauche aber eine Trauung aus dem Jahr 1888 :  Am 23.03.1888 heiratete der Heuerling Friedrich Wilhelm Ruwe aus Küingdorf eine gewisse Marie Katharine Luise Uffmann . Die beiden hatten (mindestens) zwei Töchter, von denen ich weiß, aber ich kann noch nichtmal deren Paten nachgucken, weil die beiden 1889 und 1892 geboren sind, die Taufen bei Archion aber bis jetzt nur bis 1883 hochgeladen sind.  Herr Ruwe und Fräulein Uffmann sind die Urgroßeltern meiner Schwiegermutter und damit die Ur-Ur-Urgroßeltern meines Neffen, für den ich seinen Stammbaum bastle. Vielleicht ist diese Familie ja schon jemandem hier über den Weg gelaufen? 

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Manchmal sitze ich vor Kirchenbüchern und verstehe die Welt nicht mehr. Nehmen wir mal die Neuenkirchener Examplare in den 1760ern und 1770ern. Alles wunderbar zu lesen... wenn denn etwas da steht!  Wie kann man eine Taufe eintragen, samt Eltern und Paten, aber den Namen des Kindes weglassen? Und das kommt bei Weitem nicht nur einmal vor.  Wie kann man einfach nur hinschreiben, "2 Kinder aus Wismans Kotten"? Da kann man noch nichtmal sagen, zu welchen Familien die beiden gehörten. Das müssen noch nicht einmal Wismanns gewesen sein... Bei den Trauungen ein ähnliches Bild: Die Namen der Getrauten und das Datum. Mehr nicht. Kein Alter, keine Eltern, keine Angaben, ob es für eine(n) der beiden vielleicht schon die zweite Ehe war.  Bei den Sterbefällen: Kein Sterbedatum. Keine Namen der Ehegatten. Kein Wort über die Hinterbliebenen. Wäre ja auch zu hilfreich gewesen...  Da kann man teilweise nur nach dem Ausschlussprinzip arbeiten. Und das kann dauern. Wann läuft mein Ar...

Wie immer: Die Neuenkirchener Kirchenbücher machen es mir nicht leicht...

Archion hat aber auch ein Timing: Da warte ich seit geschlagenen 20 Jahren (ach Quatsch, länger!) darauf, dass sich jemand mal die Mühe macht, die Kirchenbücher von Neuenkirchen hochzuladen, und dann passiert es endlich, und kann ich mich sofort drüber hermachen? Nein! Das ist Ironie , oder? Zugegeben, der Grund dafür war ein guter: Der Familienforschungsmuffel hatte Geburtstag. Über den Tag verteilt hieß das Einkaufen, Essen in größeren Mengen zubereiten, zwischendurch ein bisschen arbeiten, und dann hatten wir auch quasi in Schichten unsere Lieblings-Verwandten und Freunde hier. Die Altersspanne reichte von zwölf Wochen bis 85 Jahren. Das sind so Tage, an denen die Forschung stumpf hinten anstehen muss. Irgendwann sind wir nur noch todmüde ins Bett gefallen. Das war Donnerstag .  Freitag war dann ein normaler Arbeitstag. Da bin ich immerhin dazu gekommen, ein paar Sterbeeinträge zu durchforsten, während im Hintergrund die Olympischen Spiele 2020 eröffnet wurden. Mit einer gewi...

Die "anderen" Gehrings

Gehrings gab es in Werther wie Sand am Meer. Ich finde kaum eine Seite im Kirchenbuch, auf der der Name nicht in irgendeiner Schreibweise auftaucht. Deshalb war mein Urgroßvater August auch nicht der einzige Gehring, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Werther wohnte. Während August seine Mühle in Häger betrieb, hatte sich sein älterer Bruder Wilhelm in Theenhausen Nr. 35 als Bäcker selbstständig gemacht. Er muss auch eine Bier-, Wein- und Café-Restauration betrieben haben, wie diese alte Postkarte hier zeigt:  Das Bild muss laut Geschichtsportal so um 1910 entstanden sein. Das kann hinkommen, denn die Kinderschar, die ich auf dem Foto sehe, ist - noch - recht klein. Das sollte sich in den folgenden Jahren noch ändern. Auch das Haus hat Wilhelm modernisieren lassen, denn vom Fachwerk war später nicht mehr viel zu sehen:  Das muss um 1915 gewesen sein, also nur ungefähr fünf Jahre später. Schon ein gewaltiger Unterschied. Nicht nur, was das Haus angeht, sondern auch die Anzah...

Das Berufsrisiko des Hufschmieds

An  Wilhelms Geburtstag kann ich einfach nicht anders; ich musste dieses Foto einfach nochmal posten. Nicht nur, weil mein Opa hier so lässig auf der Maschine sitzt, sondern auch, weil es eine Geschichte gibt, die in dieses Foto hereinspielt.   Wenn man genauer hinguckt, dann kann man erkennen, dass Wilhelms untere Gesichtspartie doch ein wenig angespannt aussieht, während der Rest von ihm doch ziemlich entspannt wirkt. Das lag an einem Arbeitsunfall... Wilhelm hatte nach der Volksschule den Beruf des Schmiedes gelernt. Das passt auch zu ihm, vor allem, dass er auch als Hufschmied arbeiten konnte. Dass er Pferde (in seinem Duktus: Gäule) mochte, weiß ich noch aus meiner eigenen Erinnerung. Kurz bevor dieses Foto entstanden ist, hat sich einer dieser Gäule aber beim Beschlagen nicht ganz so kooperativ verhalten, wie Wilhelm es sich gewünscht hätte, im Gegenteil: Voll erwischt. Es ist leider nicht überliefert, wo genau sich diese Geschichte abgespielt hat. Ich kann mir auch nu...

Neues von der "Ersten Martha" und ihrem "Hypnotiseur"

Langsam bekomme ich eine Ahnung, wer denn der geheimnisvolle "Hypnotiseur" sein könnte, mit dem Martha Ortmeier durchgebrannt sein könnte... und meine Zweifel an seiner "Berufsbezeichnung" haben sich als berechtigt herausgestellt.  Hier ist Marthas Heiratseintrag:  Am 25.08.1921 wurde aus Martha Ortmeier eine Martha Mandt .  Nach der Auskunft vom Stadtarchiv Halle (Westf.), dass Martha in Eitorf gestorben ist, habe das Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland, angemailt, ob man mir eine Kopie von Marthas Sterbeeintrag ziehen kann. Ja, man kann, sie sollte irgendwann nächste Woche kommen. Ich hatte in meiner Mail darum gebeten, mir auch eine Kopie eines eventuell vorhandenen Traueintrages zu ziehen, wenn sich denn aus einem Randvermerk Ort und Datum ergeben sollten. Auf diese Bitte bekam ich die Auskunft, dass ich mich doch bitte ans Stadtarchiv Bochum wenden möge, da Martha 1921 in Linden-Dahlhausen geheiratet hätte.  Erster Gedanke: " Noch ein Archiv... so lange...

Vortrag über den Volksbund

Gestern Abend habe ich mir den Vortrag von Jana Moers über den Volksbund e.V. beim Ahnenforscher Stammtisch Unna angeguckt und angehört, und zwar per Zoom. Inzwischen funktioniert das besser, als ich vor einem Jahr gedacht hätte. Wahrscheinlich, weil wir nun alle wissen, wie's geht. Ich muss allerdings gestehen, dass ich schlicht zu faul war, den Rechner zu wechseln, damit ich mich per Kamera und Mikro dazu schalten konnte. Ging aber auch so.  Ich habe den Volksbund bei Facebook abonniert und bin deshalb über die aktuellen Ereignisse einigermaßen im Bilde. Was mir aber auch nicht klar war: Es werden auch heute noch jedes Jahr die sterblichen Überreste von ungefähr 20.000 bis 25.000 Leuten gefunden, die dann einem Namen zugeordnet werden müssen. Eine unglaubliche Zahl, oder?  Deshalb werden auch immer wieder neue Daten in die Gräbersuche online eingepflegt.  Soll heißen: Es lohnt sich, ab und an mal wieder zu checken, ob die Leute, die man sucht, inzwischen nicht gefun...