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Es werden Posts vom August, 2014 angezeigt.

Margot Käßmann und ich

Ich hatte mich gestern Morgen ja schon gewundert, weshalb die Zugriffszahlen hier auf einmal so in die Höhe geschossen waren. Die Erklärung fand sich schnell, als meine Mutter vorbei kam und das Westfalen-Blatt schwenkte:  "Du stehst in der Zeitung!"  Tatsache. Direkt über Margot Käßmann, die am 10. September einen Vortrag in Werther halten wird, zu dem ich hingehen würde, wenn ich denn da wäre.  Hier ist der Artikel als PDF:  Angela  (Danke, Erich!) "Im Wald der Stammbäume zu Hause". Stimmt. Und manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.  Gut, die Journalistin hat aus mir zweimal eine Angelika gemacht, aber da ist sie längst nicht die erste, der dieser Fauxpas unterläuft . Ansonsten ist der Artikel gut geschrieben. Und auch meine bessere Hälfte (der "Rheinländer", der eigentlich an allem Schuld ist) musste breit grinsen... 

Wie lebt es sich eigentlich mit einem Familienforschungsmuffel?

Da kann ich nur die Erfahrungen ins Feld führen, die ich während der letzten 17 Jahre mit meiner besseren Hälfte gemacht habe, und die sind ziemlich gut. Er ist auf seine Weise ziemlich tolerant... Wenn ich mich an Samstag Nachmittagen zu genealogischen Treffen verabschiede, wünscht er mir viel Spass und zählt mir eben nicht auf, was ich denn auf dem Rückweg noch aus dem Supermarkt mitbringen könnte. Er grinst auch nur, wenn er hört, dass ich mal wieder in Bielefeld oder Detmold im Archiv war:  "Mal wieder tote Verwandte gesucht?" Er protestierte noch nicht einmal, als ich ankündigte, mich für dreieinhalb Tage gen Osten absetzen zu wollen, nur um mir einmal anzugucken, wo mein Uropa geboren wurde und zudem noch ein bisschen in Magdeburger und Brandenburger Archiven zu stöbern. (Damit wird er übrigens über kurz oder lang wieder leben müssen.) Liest er mein Blog? Nein. Ich würde ihn aber auch nicht dazu zwingen. Wenn er einmal auf die kommen sollte, über die Schraubere...

Ravensberger Blätter: "1914-1918: Bielefeld im Ersten Weltkrieg"

Wenn das mal kein perfektes Timing ist: Pünktlich zum 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs sind die neuen Ravensberger Blätter erschienen. Wer also wissen will, wie Bielefeld (immerhin meine Geburtsstadt!) diese Zeit erlebt hat, der hat über das Wochenende gut zu tun. Es sind einige Dinge in diesem kleinen Heft erhalten, die ich auch noch nicht wusste. Beispielsweise, dass das erste Bielefelder Opfer tatsächlich ein elfjähriges Mädchen namens  Erika Buddeberg  war, die auf dem Rückweg von einem Aufenthalt bei ihrem Onkel in Marburg (ihre Eltern meinten, sie wäre zu pummelig geworden, also hatte man sie zum Professorenonkel auf Diät verschickt - armes Kind!) in einem Ort namens Kleinenberg erschossen wurde. Und zwar, weil ein paar schießwütige und übernervöse Idioten vom örtlichen Kriegerverein sie und ihre Mutter für vermeintliche russische Spione hielten... schon allein wegen dieser Geschichte, die sich so dermaßen absurd anhört, dass man sich erst ei...