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Es werden Posts vom April, 2020 angezeigt.

Die Chronik des BV Werther

Zum Leidwesen meines Mannes gucke ich gerne Fußball - wenn denn gespielt wird. Aber zum Leidwesen meines Mannes erforsche ich ja auch Werthers Einwohner. Ist es da nicht nur logisch, dass nun auch die frisch gedruckte Chronik des BV Werther (offiziell: Ballspiel-Verein Werther 1920 e.V.) auf meinem Tisch gelandet ist? Für mich sind natürlich vor allem die Anfänge interessant. Es gibt schon Fotos der Mannschaften aus den 1920ern - mit den Namen dazu! Das muss man erstmal hinkriegen, und ich bin fest davon überzeugt, dass insgesamt in dieser Chronik eine ganze Menge Arbeit steckt. Wir reden hier immerhin von 144 Seiten im DIN/A 5-Format, als Hardcover gebunden. Da tut es einem gleich doppelt Leid, dass die geplanten Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum wegen des vermaledeiten Corona-Virus so ins Wasser fallen. Da war wohl einiges geplant. Mit ein bisschen Glück kriegen sie aber auch dieses Jahr wieder ihr Oktoberfest hin, das inzwischen in bestimmten Kreisen als legendär bezeich...

Das Kind des Equilibristen

Am 16.11.1870 wurde in Werther (ein konkreter Ort ist nicht genannt) ein Junge namens Dankmar Boehmer geboren (Kirchenbuch Werther (Stadt), 54/1870). Fünf Tage später, am 21. November 1870, wurde klein Dankmar dann von Pastor Berghauer getauft. Dankmars Mutter war Auguste, geborene Strauss. Nicht nur, dass es meines Wissens nach der erste Dankmar war, den Werther je gesehen oder gehört hatte - der Beruf seines Vaters Carl hat mich wirklich überrascht: Der Mann war Equilibrist! Da musste ich sogar bei Pastor Berghauers sonst so gestochen scharfer Schrift zweimal hingucken. Ein Equilibrist also. Aha. Aber was bitte soll das bedeuten? Google, wikipedia und der Duden helfen weiter. Wie so oft. Meist wird dieses Wort im Deutschen mit "Ä" geschrieben, also "Äquilibrist". Menschen vom Fach bleiben aber weiterhin beim E. Vom Wortsinn her war mir ja schon klar, dass es irgendwas mit "gleich" und "frei" sein musste, aber... ... ein GLEICHGEWICHT...

Vier von fünf: Die Kisker-Brüder aus Theenhausen

Es kann nicht immer Corona sein... das dachten sich wohl auch die Macher der Lokalzeit OWL. Letzten Freitag gab es einen Beitrag über die Kisker-Brüder aus Theenhausen . Es waren ursprünglich fünf, und dann kam der Zweite Weltkrieg. Nur einer der fünf kam wieder zurück. Meine Güte. Hier ist der Link zum Beitrag: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-lokalzeit-owl---568.html Der Beitrag beginnt ungefähr bei Minute 19. Für mich war es wieder einer dieser Gänsehautmomente, in denen reine Daten Gesichter bekommen. Übrigens sehr ähnliche Gesichter - ich hatte ja schon einmal etwas über die Familienähnlichkeit bei den Schwentkers geschrieben, und wenn man sich die Brüder so anguckt, dann ist ihre Ähnlichkeit untereinander auch nicht wegzudiskutieren... Im Stadtarchiv in Werther gibt es ein Buch, in dem die Kriegsopfer des Amtes Werther von 1939-1945 mit Geburts- und Sterbedaten aufgeführt sind. Herausgegeben wurde es vom "Krieger-Ve...

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Mal im Ernst - wir alle haben doch unsere Forschungsbaustellen, die wir immer wieder vor uns herschieben: "Wenn ich mal Zeit habe, dann werde ich ganz bestimmt.../....sollte ich eigentlich.../könnte ich echt mal..."  Gut, das "sollte" kann man getrost außer Acht lassen. "Sollen" spielt im Moment für unsere Forschung keine Rolle, wir sind schließlich im kollektiven Ausnahmezustand. Da "sollen" wir schon genug. Jetzt geht es um unser Vergnügen. (Falls jetzt einer denkt, "Ja aber unsere Quellen sollten doch korrekt sein", dann kann ich nur sagen: Nein. Sie müssen korrekt sein. Ha.)  Hier sind ein paar Vorschläge für das, was wir schon immer mal machen wollten, aber nie die Zeit hatten, damit anzufangen: 1. Diese ganzen Familienfotos einscannen.  Und wenn wir schon mal dabei sind: Es schadet auch nichts, den Dateien vernünftige Namen zu geben, die wir auch später noch verstehen. 2. Ein Familienbuch anlegen.  Das ist etwas, an de...

Aller guten Dinge sind drei...

Probieren wir's doch mal aus:  1. Wir haben im Moment mehr Zeit zum Forschen - Corona sei Dank. 2. Archion hat bis zum 27. April die Preise gesenkt, weil Archion jetzt fünf Jahre online ist. (Meine Güte - echt schon?) 3. Bei Archion sind in der letzten Woche nicht nur Kirchenbücher aus Mecklenburg online gegangen, sondern auch aus OWL! (Leider nicht aus dem Kirchenkreis Halle, aber immerhin...) Wenn man das zusammennimmt, dann sind das schon gute Neuigkeiten. Und die können wir im Moment ja alle brauchen, oder?