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Georg Gieseler: Pfarrer, Aufklärer und begnadeter Netzwerker in Werther (1803-1839)

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Am Donnerstag Abend habe ich mir im Gemeindehaus in Werther zusammen mit ungefähr 60 anderen den Vortrag von Herrn Dr. Frank Stückemann über Georg Gieseler angehört. Gieseler war Pfarrer in Werther von 1803 bis zu seinem Tod im Jahre 1839, und ich war einfach neugierig zu hören, welche Persönlichkeit sich denn hinter dieser Schrift versteckt, die ich ständig in den Kirchenbüchern lese. Und ich wurde nicht enttäuscht.  Es ärgert mich immer ein bisschen, dass sich Werther als "Böckstiegelstadt" verkauft und vermarktet - so als ob Böckstiegel der einzige nennenswerte Mensch in Werthers inzwischen über 1000jährigen Geschichte wäre (und dabei hat Böckstiegel auch noch einen guten Teil seines Malerlebens in Dresden verbracht). Es gab auch noch andere, die erwähnenswert sind, und Georg Gieseler war definitiv einer davon. Schade, dass er in Werther inzwischen ziemlich vergessen ist. Aber vielleicht wird sich das nach diesem Vortrag ja wieder ein bisschen ändern. Gieseler wurde...

Wenn aus Freunden Verwandte werden...

Neulich habe ich, aus Jux und Dollerei, mal angefangen, am Stammbaum einer meiner Freundinnen zu werkeln. Nennen wir sie der Privatsphäre halber hier einfach mal "M". Ich kenne sie seit der 5. Klasse, also seit 32 Jahren, und irgendwie kamen wir auf das Thema, wo eigentlich ihre Vorfahren "wech" kamen. Vom Geburtsdatum ihres Opas ausgehend raste ich also erstmal durch die Kirchenbücher von Halle und Brockhagen und kam schnell einige Generationen weit. Todesdaten und Geschwister ließ ich erstmal außen vor. In einer Stunde kann man da schon einiges schaffen. Das erste Mal kam ich ins Stocken, als ich auf den Namen " Knuffinke " stieß. Mooooment. Knuffinkes habe ich auch unter meinen direkten Vorfahren. Wir werden doch wohl nicht verwandt sein...? Ich blieb bei einem Henrich Christoph oder Johann Christoph Knuffinke hängen, der so um 1759 - aller Wahrscheinlichkeit nach - in Brockhagen geboren wurde, also zu der Zeit, in der man es mit den ganzen Vorn...

Kleiner Bericht vom Tag der Archive am 4. September 2016 im Kreishaus Gütersloh

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Man könnte meinen, der Tag der Archive hätte nicht im September, sondern im April stattgefunden. Hier in Halle bin ich bei strahlendem Sonnenschein mittags um kurz nach halb zwei losgefahren, und als ich mein Auto dann auf dem Mitarbeiterparkplatz des Kreishauses parkte, goß es so dermaßen in Strömen, dass man sich schon ganz automatisch Gedanken über die nächste Sintflut und die Sicherung der Archive bei derselben machen konnte... Weshalb ich auf dem Mitarbeiterparkplatz geparkt habe? Ganz einfach: Der "normale" Parkplatz war voll. Was zum Teil auch wieder daran lag, dass sich meine Vermutung zu bewahrheiten schien, dass manche Ahnenforscher einfach nicht einparken können... zugegeben, die Parkplätze am Kreishaus sind jetzt nicht wirklich riesig, aber das heißt noch lange nicht, dass man sich einfach so mitten auf gleich zwei davon stellen muss. Weil der gut organisierte Forscher aber immer auch einen funktionierenden Schirm im Auto hat, hielt sich mein Ärger aber in G...

Die Geschichte meines Traurings

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Vor ungefähr 14 Monaten habe ich hier einen Blogpost über die Hochzeit meiner Großeltern Wilhelm und Martha Sickendiek geschrieben. Anlass dazu war ihr 75. Hochzeitstag. Jetzt habe ich mir genau diesen Blogpost noch einmal durchgelesen, und ich habe doch ein bisschen Gänsehaut bekommen... alles, was ich damals geschrieben habe, würde ich auch heute noch so formulieren. Mein Mann und ich haben vor drei Wochen ja ziemlich spontan nach über 20 Beziehungsjahren geheiratet . Hier in Halle im Standesamt und ohne viel Schnickschnack. Selbst unsere Familien und Freunde hatten schon nicht mehr damit gerechnet, dass wir irgendwann überhaupt nochmal den Bund der Ehe eingehen würden, und dann auch noch im wahrsten Sinne des Wortes von heute auf morgen: Am Donnerstag haben wir ganz offiziell die Eheschließung angemeldet, und am Freitag um 11.20 Uhr waren wir - verheiratet. Wir sind von uns selbst auch immer noch überrascht. Diese Hochzeit war nicht wirklich traditionell, bis auf die Tat...

In eigener Sache (aber nicht nur meiner)

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Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man dem Stammbaum, der seit Jahren so vor sich hinwächst und -gedeiht, ein neues Datum hinzufügt, das man selbst bestimmt hat...;-)

Die Grobmotorikerin und ihre Probleme mit Archion

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Archion macht es einem ja manchmal nicht leicht... Wenn ich die (hauptsächlich ostwestfälischen) Kirchenbücher online lese, dann sitze ich meistens mit meinem Laptop abends in meinem Lieblingssessel. Ich gehöre ja noch zur arbeitenden Bevölkerung, also versuche ich, meinen Forschungsdrang wenigstens während meiner Bürozeiten zu zähmen, obwohl ich dann mit einem größeren Bildschirm arbeiten könnte. Ist nicht immer einfach... Meistens schaffe ich es aber doch, und dann kann ich ohne Probleme stundenlang Kirchenbücher durchforsten. Meine Geduld dabei ist in den letzten Jahren ständig gewachsen... Ebenjene Geduld wird aber manchmal doch auf eine harte Probe gestellt: Immer dann, wenn ich meinen Finger beim Hin- und Hergucken auch nur eine Zehntelsekunde zu lange auf dem Touchpad lasse, dann meint der Viewer, nun die eingestellte Größe verändern zu müssen. Da muss dann die Kirchenbuchseite wieder neu geladen und fokussiert werden... und es kommt einem so vor, als würde das eine kl...

Unterwegs mit dem AK Genealogie Steinhagen: Im Ziegeleimuseum in Lage (Teil 2)

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Ein kleiner Tipp: Für seinen Besuch im Ziegeleimuseum sollte man sich einen Tag mit einigermaßen gutem Wetter aussuchen, jedenfalls dann, wenn sich die Dauerausstellung angucken will. Wer genug Zeit mitbringt - mit ungefähr zwei Stunden kommt man aber ziemlich gut hin -, der kann sich die Entstehung von Ziegeln vom Lehm bis zum Brand im Laufe der Jahrhunderte angucken. Es gibt verschiedene Pfade mit unterschiedlichen Stationen, denen man folgen kann und die einem die gröbsten Schritte der Ziegelherstellung erklären. Für Kinder gibt es dazu noch extra Schautafeln, die den Prozess nochmal etwas spielerischer erklären. Dazu muss man aber halt von einem Gebäude zum anderen laufen, und wenn es regnet, dann dürfte sich der Spass aufgrunddessen doch etwas reduzieren. Richtig weitläufig ist das Gelände aber nicht. Kein Wunder, denn hier wurden tatsächlich früher Ziegel gemacht, und die Arbeitswege sollten ja auch dementsprechend kurz sein. Wer will (und auch den richtigen Tag erwischt), ...