Familienforschung in OWL ... und ab und an auch mal darüber hinaus...
In eigener Sache (aber nicht nur meiner)
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Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man dem Stammbaum, der seit Jahren so vor sich hinwächst und -gedeiht, ein neues Datum hinzufügt, das man selbst bestimmt hat...;-)
Seit geraumer Zeit tendiert man ja dazu, Orte zusammenzulegen und einzugemeinden. Sinn und Zweck dieser Übung ist, wohl, sie besser verwalten zu können, wobei ich mir nicht immer sicher bin, ob das auch so klappt, wie es einmal beabsichtigt war. Und weil immer mehr Menschen aus den beiden großen Hauptkirchen austreten, passiert in diesem Bereich genau dasselbe: Pfarreien werden zusammengelegt. Vor etwas mehr als 300 Jahren, nämlich im Jahr 1707, konnte man die umgekehrte Entwicklung in Hörste beobachten: Hörste nabelte sich von der Haller Kirchengemeinde ab und wurde selbstständig! Das Geld für den Kirchenbau hatte man übrigens durch eine Lotterie zusammenbekommen... Zu dieser Zeit lebten auch Vorfahren von mir in Hörste, zum Beispiel ein Teil meiner Fronemann-Sippe: Gerhard Hinrich Fronemann , Colon in Hörste 6, und seine Frau Anne Catharine geb. Heitmann . Beide waren im Jahr 1671 geboren worden und heirateten dann 1701. Die entsprechenden Eintragungen finden sich also im K...
Das hier ist mein Urgroßvater August Gehring , Vater meiner Großmutter väterlicherseits. August wurde im Oktober 1880 geboren, und aus der Tatsache, dass man ihn hier in Uniform sieht, schließe ich mal, dass das Foto im Ersten Weltkrieg entstanden ist. Da er nicht zu den ersten gehörte, die losgezogen sind, ist die Schätzung, dass er hier Mitte 30 war, also ziemlich realistisch. Da war er so sechs bis sieben Jahre verheiratet - man sieht ja auch seinen Ehering - und stolzer Familienvater. Denken wir uns hier einfach mal die Uniform weg und die Wahrscheinlichkeit, dass das Foto für den Fall gemacht wurde, dass man sich an ihn erinnern konnte, falls er nicht wieder nach Hause kommen sollte. Was sieht man dann? Alleine diese Art, wie er da steht, dieses No-Nonsense, hat schon einen gewissen Coolness-Faktor, oder? Es ist nicht die Uniform, die ihn so da stehen lässt. Gucken wir mal, ob ich noch genauso denke, wenn ich seine Entnazifizierungsakte eingesehen habe. Die ist ...
Im Moment arbeite ich mal wieder etwas weniger an meinen eigenen Sachen, was aber nicht bedeutet, dass ich untätig bin. Vergrippt, ja, mitunter, aber untätig? Nee... Bei den Arolsen Archives kann ich mich auch vergrippt und vom Sofa aus nützlich machen: Die Ausländermeldekartei des ehemaligen Amtes Halle (Westfalen) steht online, und es warten noch Tausende von Karten darauf, transkribiert zu werden. Hier ist der Link . Das Schöne ist: Man braucht kein Benutzerkonto , um mitzumachen. Das einzige, was man braucht, ist ein bisschen Zeit - und es könnte nicht schaden, wenn man Kurrent und Sütterlin lesen kann. Man muss sich auch keine Sorgen machen, dass man etwas falsch macht, denn es gilt das Sechs-Augen-Prinzip . Soll heißen: Wenn nicht wenigstens drei Leute unabhängig voneinander dasselbe gelesen haben, wird die Angabe im Endergebnis nicht frei gegeben. Das finde ich persönlich jetzt mal sehr beruhigend, vor allem, wenn es um die Namen und Herkunftsorte der oft...
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